Lebensdaten
um 1050 oder 1070 bis 1122
Sterbeort
Palestrina (Praeneste)
Beruf/Funktion
Kardinalbischof von Praeneste
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137312350 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Palestrina, Kuno von
  • Kuno von Palestrina
  • Kuno von Praeneste
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Kuno, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137312350.html [15.12.2017].

CC0

  • Genealogie

    Über K.s Herkunft läßt sich lediglich feststellen, daß er d. Abstammung nach Deutscher war (gente Teutonicus), seine v. d. älteren Lit. behauptete Zugehörigkeit z. Fam. d. Grafen v. Urach dürfte auf e. Verwechslung mit Konrad v. Urach beruhen.

  • Leben

    K. erhielt seine Ausbildung in England; dort schloß er sich auch den regulierten Chorherren an und wurde Kaplan Kg. Wilhelms I. des Eroberers. Nach dessen Tod 1087 begab er sich zusammen mit seinem Mitbruder Heldemar auf eine Wallfahrt auf den Kontinent, in deren Verlauf die beiden Kleriker 1090 dem Laien Roger begegneten, der im Wald von Arrouaise, südl. von Arras, als Einsiedler lebte. Gemeinsam bauten sie ein kleines Oratorium aus Holz, sammelten Gefährten um sich und ließen sich von Bischof Lambert von Arras ihre Gründung bestätigen. K., der nach Heldemars Tod (13.1.1097) die Leitung der Gemeinschaft übernommen hatte, konnte 1106 in Arrouaise eine steinerne Kirche einweihen lassen, für die er auf dem Konzil von Troyes 1107 das Beerdigungsrecht zu erhalten suchte. Hierbei kam er in Kontakt mit Papst Paschalis II., der ihn nach Rom berief und zum Kardinalbischof von Palestrina ordinierte. Wahrscheinlich seit Herbst 1110 als päpstl. Legat in Syrien tätig, erfuhr K. im Frühjahr 1111 von der Gefangennahme des Papstes (12.2.1111) und den von den Truppen Kg. Heinrichs V. in Rom verübten Greueln, worauf er sich auf einer Synode der Unterstützung der Kirche von Jerusalem und ihres Patriarchen Gibelin versicherte und Heinrich V. exkommunizierte. Wenig später reiste er nach Konstantinopel, wo er im Herbst auf einer mit Zustimmung des Kaisers Alexios I. einberufenen Kirchenversammlung Heinrich V. erneut in den Bann tat, den er während seiner Rückreise nach Rom in Ungarn nochmals bestätigte. Im März 1112 war er wieder in Rom und nahm an der Lateransynode teil, die den von Paschalis II. am 11.4.1111 in Ponte Mammolo mit Heinrich V. geschlossenen Vertrag zum „Pravilegium“ erklärte. Im Gegensatz zum radikalen Flügel der Reformer vermied K. jedoch ein persönliches Zerwürfnis mit dem Papst, in dessen Gefolge er 1113 und 1114 häufig nachzuweisen ist und der ihn Ende 1114 als Legat nach Frankreich und Deutschland schickte, wo K. in Beauvais (Nov./Dez. 1114), Soissons (Jan. 1115), Reims (März 1115), Köln (April 1115), vielleicht auch in Sachsen (Mai/Juni 1115), sowie in Châlons-sur-Marne (Juli 1115) Konzilien abhielt und neben der Regelung lokaler kirchlicher Belange immer wieder den Bann über Heinrich V. erneuerte. Am 14.1.1116 weilte er anläßlich einer Altarweihe in Palestrina, im März beteiligte er sich an den Verhandlungen des Laterankonzils und erreichte von Paschalis II. eine offizielle Bestätigung aller seiner als Legat getroffenen Maßnahmen. 1117 wurde er mit einer erneuten Legation nach Frankreich und Deutschland betraut, in deren Vordergrund die Neubesetzung des Bischofsstuhles der von den Anhängern Heinrichs V. beherrschten Stadt Metz stand. Etwa Anfang April 1118 erhielt K. in Compiègne die Nachricht vom Tod des Papstes und der Erhebung des als kaiserfreundlich eingeschätzten bisherigen päpstl. Kanzlers Johannes von Gaëta, gegen dessen Wahl K. zunächst Vorbehalte gehabt zu haben scheint, die jedoch von Kardinalbischof Petrus von Porto, der den neuen Papst zu einer Bestätigung von K.s Legationsauftrag veranlaßte, ausgeräumt werden konnten, worauf K. seinerseits die Erzbischöfe Friedrich von Köln und Adalbert von Mainz zum Gehorsam gegenüber Gelasius II. aufforderte. Nach einem Konzil in Köln vom 20.-22.5.1118 und nach Aufenthalten in Koblenz, Corvey, Gandersheim und Fritzlar weilte der von Gelasius II. als möglicher Nachfolger bezeichnete K. Ende Jan. 1119 in Cluny am Totenbett des Papstes. Er lenkte die Neuwahl auf den als entschiedener Gegner Heinrichs V. hervorgetretenen EB Guido von Vienne, an dessen Krönung als Calixt II. am 9.2.1119 er teilnahm und den er auf seiner anschließenden Reise durch Frankreich meist begleitete. Anfang Dez. 1119 übernahm K. in Sens eine neue Legation, verhandelte im Auftrag des Papstes mit dem französischen Kg. Ludwig VI. und versuchte das ganze Jahr 1120 über bei Kg. Heinrich I. von England die Restitution des verbannten EB Thurstan von York zu erreichen. Nach der ohne nähere Prüfung seiner Ansichten 1121 (März ?) auf einer Synode in Soissons erfolgten Verurteilung Abaelards kehrte K. nach Rom zurück, war jedoch bereits am 21.10.1121 wieder in Paris. Urkundlich ist K. zuletzt am 15.4.1122 in St. Peter und am 16.5.1122 im Lateran nachweisbar. Der Tod ereilte ihn in seiner Bischofsstadt, „wo er zeit seines Lebens gewiß ein seltener Gast gewesen war“ (Hüls).

    K., den Zeitgenossen als temperamentvoll und aufbrausend schildern, ragt unter den Bischofsgestalten im ersten Viertel des 12. Jh. nicht als Seelenhirte oder Theologe hervor, sondern als energischer Verteidiger der gregorianischen Reformideale und als Kirchenpolitiker hohen Formates. Obwohl als Kardinalbischof dem Erhebungsdatum nach der jüngste, hat der von der eremitischen Richtung der Reformbewegung geprägte K. als erster in der Krise des Jahres 1111 den Widerstand gegen Heinrich V. aufgenommen, die innerkirchliche Opposition gegen den Papst zurückzudrängen geholfen und die Politik Paschals II. maßgeblich mitgestaltet. Für die Entwicklung des Rechtsinstituts der päpstl. Legaten ist seine Tätigkeit im Hl. Land, in Byzanz, Frankreich und Deutschland von nicht zu unterschätzender Bedeutung gewesen.

  • Werke

    K.s Briefe, Urkk. u. Synodalakten sind zus.-gestellt v. Ch. Dereine, in: Dict. d'hist. et de géogr. ecclésiastique 13, 1956, Sp. 467-70.

  • Literatur

    ADB 17;
    F. Gosse, Hist. d. l'abbaye et l'ancienne Congregation des Chanoines réguliers d'Arrouaise, 1786, Nachdr. 1972;
    O. Schumann, Die päpstl. Legaten in Dtld. z. Z. Heinrichs IV. u. Heinrichs V. (1056–1125), Diss. Marburg 1912;
    A. Brackmann, Drei Schreiben z. Gesch. Gelasius' II., in: NA 37, 1912, S. 615-31;
    Th. Schieffer, Die päpstl. Legaten in Frankreich v. Vertrage v. Meersen (870) b. z. Schisma v. 1130, 1935;
    R. Somerville, The Council of Beauvais, 1114, in: Traditio 24, 1968, S. 493-503;
    R. Hiestand, Legat, Kaiser u. Basileus, Bischof K. v. Praeneste u. d. Krise d. Papsttums v. 1111/12, in: Aus Reichsgesch. u. Nord. Gesch., K. Jordan z. 65. Geb.tag, hrsg. v. H. Fuhrmann, H. E. Mayer u. K. Wriedt, 1972, S. 141-52;
    A. Cadderi, Conone di Preneste, 1974;
    R. Hüls, Kardinäle, Klerus u. Kirchen Roms 1049-1130, 1977, bes. S. 113-16.

  • Autor

    Peter Segl
  • Empfohlene Zitierweise

    Segl, Peter, "Kuno" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 300 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137312350.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Kuno von Präneste oder Palästrina ist wol unter allen Deutschen derjenige, der das persönliche und hierarchische Ideal Gregors VII. am treuesten ersaßt und nachgebildet hat, und muß schon deshalb als eine merkwürdige Persönlichkeit gelten; doch hat er zudem in seiner Zeit eine wesentliche Rolle in der Geschichte Deutschlands gespielt. Von seiner Abstammung wissen wir nur, daß er etwa 1050/70 geboren und jedenfalls adlicher deutscher, wahrscheinlich schwäbischer Herkunft gewesen ist; über seine ganze Jugend- und Lehrzeit ist uns keine andere Nachricht erhalten, als daß er längere Zeit am Hofe König Wilhelm des Eroberers Kapellansdienste gethan hat. Erst mit der Gründung des Augustinerstiftes Arrouaise bei Bapaume tritt er in das Licht historischer Ueberlieferung. Er wurde ohne Zweifel zu dieser Gründung getrieben von jenem Zuge zu ständischem Mönchsthum, der um die Wende des 11. Jahrhunderts so viele Orden und Stiftungen ins Leben rief, und er bewerkstelligte dieselbe mit Unterstützung des Sprengelbischofs von Arras, der das Kloster 1097 bestätigte, und des Papstes Paschalis, der eine Gebietsstreitigkeit zu Gunsten desselben entschied, da K. sich 1107 appellirend an ihn gewandt hatte. Durch diesen Anlaß dem Papste bekannt geworden, ward er der ferneren Wirksamkeit im engeren Kreise enthoben, um auf die große Bühne der Politik geführt zu werden. Paschalis zog ihn an die Kurie und beförderte ihn bald wegen seiner hervorragenden Begabung zum Cardinalbischof von Präneste (dem heutigen Palästrina bei Rom). Als Legat nach Jerusalem entsandt, erfuhr er dort die erschütternden Vorgänge des Februar 1111, wie Heinrich V. den Statthalter Christi inmitten der Peterskirche gefangen genommen hatte, um das Investiturprivileg von demselben zu erpressen. Und sofort, ohne dazu ermächtigt zu sein, lediglich kraft seiner Eigenschaft als Legat, berief er in Jerusalem eine Synode und verhängte den Bann über Kaiser Heinrich als kirchenschänderischen Tyrannen. Mit diesem Schritte beginnt die weltgeschichtliche Bedeutung Kuno's: er trat damit in die Reihe jener hohen Prälaten, welche dem nachgiebigen Paschalis gegenüber die Tradition der Politik Gregors VII. aufrecht erhielten, und, gewissermaßen päpstlicher als der Papst selbst, sich dessen Vollmachten zu unerbittlichem Kampfe gegen die weltliche Suprematie anmaßten. Nach Rom zurückgekehrt, drängte K. auf der Lateransynode vom 18. März 1112 mit seinen Gesinnungsgenossen den widerstrebenden Papst zunächst zum Widerruf des Investiturprivilegs, wenngleich sich derselbe seines Eides wegen nicht herbeilassen wollte, den Kaiser zu excommuniciren. Und es blieb das unverrückte Ziel dieser Partei, die Kurie zum vollen Bruch mit dem Kaiserthum zu treiben, ein Ziel, das besonders von Frankreich aus durch Erzbischof Guido von Vienne und dessen Anhänger eifrig betrieben wurde. Im J. 1114 begab sich K. als Legat dorthin. Der Aufstand der niedersächsischen Fürsten gegen Heinrich V. war ausgebrochen und ermuthigte auch die kirchlichen Gegner des Kaisers. Am 6. Decbr. 1114 verkündigte K. zu Beauvais, am 28. März 1115 zu Rheims und noch öfter an anderen Orten Bann und Absetzung gegen Heinrich und seine Anhänger, und machte sich dadurch zur Seele der Bestrebungen, die im Geiste Gregors VII. den alten Bund der Hierarchie mit den Fürsten gegen das Königthum erneuerten. Wenn wir sehen, wie K. um diese Zeit und späterhin in Frankreich und Deutschland schaltete, Synoden berief, Bischöfe mit Censuren belegte, sie suspendirte, bannte, absetzte, Rechts- und Glaubensstreitigkeiten vor sein Forum zog und entschied, so begreifen wir, daß damals Stimmen laut wurden, welche die Anmaßung solcher Legaten als Verfall der Kirchenzucht beklagten und denselben zuriesen, sie würfen sich zu zweiten Päpsten auf! Gegen Ende des Jahres wieder nach Italien zurückgekehrt, vertrat K. auf der wichtigen Lateransynode zu Rom im März 1116 seine und seiner Gesinnungsgenossen Sache mit leidenschaftlichem Nachdruck; er verlangte, daß Konzil und Papst endlich offiziell den Kaiser excommuniciren sollten. Wenigstens erreichte er, daß das Konzil seine Zustimmung zu den von K. und dessen Freunden gethanen Schritten gab, also indirect die Excommunication des Kaisers bestätigte. Indeß ruhte K. nicht. Anfangs 1117 ging er wieder als Legat nach Frankreich, speziell beauftragt, statt des abgesetzten kaiserlich gesinnten Bischofs von Metz einen Anhänger der Kurie wählen zu lassen — ein gefahrvoller Auftrag schon deshalb, weil die Kaiserlichen alle Wege von Italien sorgfältig bewachten, so daß er sich verkleidet, in abenteuerlicher Wanderung bis nach Rheims durchschleichen mußte. Noch mißlicher war es, den Auftrag auszuführen, da sich Metz ganz in der Hand der Kaiserlichen befand; und auch nachdem die Wahl mit vieler List heimlich vollzogen war, ergab sich die Schwierigkeit, daß der Erwählte, ein bejahrter Abt aus dem Schwarzwald, den gefährlichen Posten durchaus nicht übernehmen wollte. Da zeigte sich die rücksichtslose Energie Kuno's in charakteristischer Weise. Wir besitzen mehrere seiner Briefe in dieser Angelegenheit, und es ist ganz, als ob wir die eiserne Sprache Gregors VII. hören, wenn er den Abt an das Heispiel der Märtyrer mahnt, die für das Heil der Kirche keine Todesgefahr gescheut haben, und wenn er ihm nur die Wahl zwischen Annahme oder Suspension läßt. Vor solcher Energie beugte sich freilich der Widerstand. Als K. in dieser Zeit die Erhebung des Gelasius nach Paschalis Tode erfuhr, befürchtete er nebst anderen Gesinnungsgenossen zuerst, dieser möchte sich nachgiebig gegen Heinrich erweisen, und ein Bedauern, nicht an des Papstes Stelle zu sein, scheint den kampfesmuthigen Mann ergriffen zu haben; allein er war völlig zufrieden, da Gelasius sich unerwartet fest zeigte, ja sogar den Kaiser excommunicirte und K. den Auftrag gab, dies allerorten zu verkünden, den Kampf gegen den Kaiser mit allen Mitteln zu erneuern. Kaum bedurfte es solcher Aufforderung. Zu Köln am 19. Mai, zu Fritzlar am 28. Juli 1118 hielt K. Synoden, auf denen er den Klerus Deutschlands um die Fahne der Kurie sammelte, die Opposition gegen das Kaiserthum vereinigte und bestärkte. Interessant ist es, daß auf dem letztgenannten Concil Norbert, der bald als Stifter von Prémontré und als Erzbischof von Magdeburg so berühmt werden sollte, vor K. vorgeladen erschien, um sich wegen einiger verdächtiger Aeußerungen in seinen Predigten zu verantworten. Derselbe wurde straflos entlassen vielleicht spürte K. die Geistesverwandtschaft, die in der That zwischen ihnen beiden bestand, und die sich auch darin zeigte, daß K. gegen den Subjektivismus eines Philosophen, wie Abälard, gerade wie Norbert, eingenommen war und denselben bekämpfte, indem er dessen incriminirtes Buch über die Dreieinigkeit im J. 1120 durch eine Synode verdammen, den Autor zur Internirung in ein Kloster verurtheilen ließ. Mit dem Tode des Papstes Gelasius, der in Frankreich erfolgte wo der Papst als Flüchtling verweilte, Anfangs des J. 1119, trat ein Wendepunkt in Kuno's|Leben ein. Ihm selbst wollte der Papst, an dessen Sterbebett in Clugny er stand, die Tiara übertragen; doch er lehnte das ab — gewiß nicht aus Zaghaftigkeit oder falscher Bescheidenheit, sondern in der Einsicht, der sich auch der Sterbende und die übrigen Kardinäle nicht verschließen konnten, daß in jenem Moment ein Mann mit bedeutenden Machtmitteln und weltlichen Verbindungen nöthig sei, um den Kampf gegen das mächtige Kaiserthum fortführen zu können. Ausdrücklich dieses Grundes wegen lenkte K. die Wahl auf seinen langjährigen Mitkämpfer Guido von Vienne. Mit diesem, der als Papst Calixt II. genannt wurde, war die Partei, welche bis dahin an zweiter Stelle die Kurie zu beherrschen und zur Aktion zu treiben bestrebt war, selbst zur Herrschaft gelangt. Es ist daher erklärlich, daß K. nun nicht mehr so selbständig aufzutreten Gelegenheit und Anlaß fand, wie unter den schwächeren Vorgängern Calixt's. Wir wissen nur, daß er den neuen Papst auf dessen Reisen und Synoden in Frankreich begleitete, dann mit ihm nach Italien zog. Es wiederholte sich bald auch hier die so häufige Erscheinung, daß treibende Parteien, wenn sie ans Ruder gelangen, sich zur Mäßigung genöthigt sehen: gerade dieser Calixt II., eben weil er politische Gaben und weitverzweigte weltliche Verbindungen besaß, war berufen, den langen Kampf mit dem Kaiserthum beizulegen und Frieden zu schließen. K. erlebte diesen Friedensschluß, das Wormser Concordat, freilich nicht mehr: kurz vorher, am 9. August 1122, ist er, wahrscheinlich zu Präneste, gestorben. Der Kampf, den er zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat, ist nicht als ein vergeblicher zu bezeichnen, denn man weiß, daß das Wormser Concordat keine dauernde Verleugnung der Gregorianischen Ideen bewirken konnte.

    • Literatur

      Vgl. Gustav Schoene, Kardinallegat Kuno, Bischof von Präneste, Weimar 1857; W. von Giesebrecht's Geschichte der deutschen Kaiserzeit, Bd. 3. Th. 2.

  • Autor

    Bernheim.
  • Empfohlene Zitierweise

    Bernheim, Ernst, "Kuno" in: Allgemeine Deutsche Biographie 17 (1883), S. 386-388 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137312350.html#adbcontent

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