Lebensdaten
1724 - 1809
Beruf/Funktion
bayerischer General ; General
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 137126123 | OGND | VIAF: 81360529
Namensvarianten
  • Manson, Jakob von
  • Manson, Jacob von

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Manson, Jakob von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137126123.html [01.12.2021].

CC0

  • Leben

    Manson: Jakob v. M., baierischer General der Artillerie, geboren 1724 in der Provence, diente bis zum Ausbruche der Revolution in der französischen Armee. Mit 18 Jahren in die dortige Artillerie eingetreten, nahm er am österreichischen Erbfolgekriege und am siebenjährigen Kriege theil und arbeitete später unter Gribeauval in der Commission für Feststellung eines neuen Artilleriematerials. Der hohe Ruf, den M. als Artillerieoffizier genoß, machte es dem damaligen General möglich, bei seinem Austritte aus der französischen Armee sofort als Generallieutenant in russische Dienste aufgenommen zu werden. In dieser Stellung befehligte M. 1799 die Artillerie des mit den Russen unter Korsakow gemeinsam operirenden Emigrantencorps unter Condé in der Schweiz. Nach dem der Schlacht bei Zürich folgenden Rückzuge der russischen Armee erfolgte Manson's Uebertritt in baierische Dienste, und wurde derselbe am 6. Februar 1800 zum Generallieutenant der Artillerie und Generaldirektor des Zeughauses und der Artilleriemagazine ernannt. Der ihn hier erwartenden schwierigen Aufgabe, das sehr vernachlässigte Artillerie- und Waffenwesen auf eine den Anforderungen des Krieges entsprechende Höhe zu bringen, zeigte sich M. im vollsten Umfange gewachsen. Mit außerordentlicher Energie betrieb er die Reorganisation der baierischen Artillerie, sorgte für deren zeitgemäße Vermehrung, für die Verbesserung des Materials und für die kriegsmäßige Ausbildung der Truppe, errichtete ferner die für eine Armee erforderlichen technischen Institute und Werkstätten. So gelang es ihm in kurzer Zeit, die baierische Kriegsverwaltung in Bezug auf Artillerie- und Waffenwesen unabhängig vom Auslande zu machen und die Grundlagen für die großen Leistungen der baierischen Artillerie in den damaligen Feldzügen zu schassen. M. starb am 5. Januar 1809 zu München.

    • Literatur

      Schrettinger, Der baier. Militär-Max-Joseph-Orden und seine Mitglieder. München 1882.

  • Autor/in

    Landmann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Landmann, Karl Johann Casimir von, "Manson, Jakob von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 20 (1884), S. 248 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137126123.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA