Lebensdaten
1870 bis 1948
Geburtsort
Hammelwarden (Oldenburg)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Ingenieur
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 136926754 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hamann, Christel Bernhard Julius
  • Hamann, Christel
  • Hamann, Christel Bernhard Julius
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Zitierweise

Hamann, Christel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136926754.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Gg. Wilh. Chrstn. (* 1834), oldenburg. Grenzaufseher, später Amtsbote in Ellwürden, S d. Musikers Hans Joachim in Eutin u. d. Anna Cath. Dor. Stuck;
    M Cath. Marg. Louise (* 1837), T d. Fischers Joh. Chrstn. Schumacher in Oberhammelwarden;
    Hedwig Schindler (1872–1949); kinderlos.

  • Leben

    H. bildete sich am Nautischen Institut bei W. Rudolph in Bremerhaven als Mechaniker aus. Nebenbei besuchte er das dortige Technikum. Er war dann im Mathematisch-Mechanischen Institut von A. Ott in Kempten, in den Werkstätten von Carl Zeiss in Jena und in der Werkstatt von Carl Bamberg in Berlin tätig. 1896 machte sich H. durch Gründung eines eigenen Institutes in Berlin selbständig. Zunächst befaßte er sich mit dem Bau geodätischer und mathematischer Instrumente, die er nach neuen Gedanken wissenschaftlich entwickelte und zugleich erfolgreich in die Praxis einzuführen vermochte und für die er 1900 – als 30jähriger – auf der Weltausstellung in Paris die Goldene Medaille erhielt. – In Anlehnung an die Leibnizsche Konstruktion entwickelte H. seit etwa 1898 die Rechenmaschinen „Gauss“ und „Berolina“. Dadurch wurden die Mercedes Büromaschinenwerke auf ihn aufmerksam, und es gelang ihnen, H. für sich zu gewinnen und somit seine Erfindergabe auf ein festes Ziel zu lenken, nämlich auf die Verbesserung der Rechenmaschine. H. konstruierte die noch heute bekannte „Mercedes Euclid“, die mit dem sogenannten Proportionalhebelsystem arbeitet. Auch Buchhaltungsmaschinen wurden von ihm weitgehend vervollkommnet. Nach dem 1. Weltkriege war er für die Firma Deutsche Telephonwerke- und Kabelindustrie AG, Berlin, tätig. Hier entwickelte er wiederum ein neuartiges Antriebsystem für Handrechenmaschinen, das sogenannte Schaltklinkensystem, das erstmalig eine automatische Division ermöglichte. Die ersten mit diesem Antriebsystem ausgerüsteten Maschinen trugen die Bezeichnung „Hamann Manus“. Weitere Verbesserungen waren die mit elektrischem Antrieb versehenen Modelle „Hamann Automat Z, Y und X“. Der „Hamann Automat V“ arbeitete erstmalig mit einer selbsttätigen verkürzten Multiplikation. Die „Hamann Selecta“ war mit zwei Volltastaturen ausgerüstet, die neue Multiplikationen bereits während des Arbeitens der Maschine ermöglichte. Weitere verbesserte Maschinenkonstruktionen waren die „Hamann Elma“ und „Hamann Delta“.|

  • Auszeichnungen

    Dr.-Ing. E. h. (Berlin 1933).

  • Autor/in

    Heinz Nix
  • Empfohlene Zitierweise

    Nix, Heinz, "Hamann, Christel" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 573 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136926754.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA