Lebensdaten
1849 bis 1927
Geburtsort
Triest
Sterbeort
Graz
Beruf/Funktion
österreichischer Politiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136187226 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Call zu Rosenburg und Kulmbach, Guido Freiherr von
  • Call zu Rosenburg, Guido von
  • Call, Guido von
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Zitierweise

Call zu Rosenburg und Kulmbach, Guido Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136187226.html [16.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    B Frdr. s. (1);
    Graz 1876 Klara (1851–1939), T des k.u.k. Gen. Rud. Frhr. v. Schmidburg u. der Antonia Freiin v. Busch-Lilien;
    1 S, 2 T, u. a. Marie Philomena ( Gen.leutnant Rich. Waenker v. Dankenschweil).

  • Leben

    C. absolvierte die Orientalische Akademie in Wien, trat 1872 in den auswärtigen Dienst|und war nach einem kurzen Aufenthalt in Teheran 1875-92 in Konstantinopel. 1892 Botschaftsrat in Berlin, wurde er 1895 österreichischer Gesandter in Sofia. 1900 trat er als Handelsminister ins Kabinett Körber und blieb in dieser Eigenschaft bis 1905 auch im 1. Kabinett Gautsch. Er konnte sich gegenüber der agrarischen Bewegung in Ungarn und der mit ihr sich identifizierenden ungarischen Regierung nicht durchsetzen, die den Wegfall der Begünstigungen für die Einfuhr serbischer Mastschweine erzwang und damit, was C. vorausgesagt hatte, in weiten Kreisen der serbischen Bevölkerung Erbitterung gegen Österreich erregte. Bekannt geworden ist er besonders durch den unter ihm durchgeführten großzügigen Ausbau des Hafens von Triest. In Übereinstimmung mit E. von Körber führte er dieses Projekt auch durch, als die Regierungsvorlage durch das Parlament nicht erledigt worden war. Die dadurch entstandenen Schulden bildeten 1906 den Gegenstand einer Anklage gegen Körber, C. und E. von Böhm-Bawerk. C. konnte jedoch nicht nur die durch den Bau der Tauern- und Karawankenbahn unabdingbar gewordene Notwendigkeit des Ausbaues beweisen, sondern es gelang ihm auch der Nachweis, daß diese Schulden unter Zustimmung des Abgeordnetenhauses entstanden waren. Mit seinem zweiten großen Projekt, der Zusammenfassung aller künstlichen Wasserstraßen der Monarchie zu einem großen System, konnte er nicht mehr durchdringen. In seine Amtszeit fällt auch noch die Vorlage eines neuen Handelskammergesetzes sowie eines Gesetzes für den Arbeiterschutz. Nach seinem Rücktritt als Handelsminister wurde C. 1. Sektionschef im Ministerium des Äußeren unter Graf A. Aehrenthal und war 1909-11 österreichischer Botschafter in Tokio.

  • Literatur

    A. v. Czedik, Zur Gesch. d. k. k. österr. Ministerien 1861-1916, Bd. 2, 1917;
    J. Redlich, Schicksalsjahre Österr.s 1908-1919, hrsg. v. F. Fellner, Bd. 1, 1953, S. 30;
    ÖBL (L).

  • Autor/in

    Karl Otmar Freiherr von Aretin
  • Empfohlene Zitierweise

    Aretin, Karl Otmar Freiherr von, "Call zu Rosenburg und Kulmbach, Guido Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 94 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136187226.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA