Lebensdaten
1819 - 1888
Geburtsort
Leipzig
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Industrieller ; Fabrikant ätherischer Öle und künstlicher Riechstoffe
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 133293009 | OGND | VIAF: 72577928
Namensvarianten
  • Heine, Ernst Carl Erdmann
  • Heine, Carl
  • Heine, Carl Erdmann
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Zitierweise

Heine, Carl Erdmann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd133293009.html [08.05.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (1771–1843), Rittergutsbes. in Gundorf b. L., S d. Carl Ludw. (1725–96), Hofküchenmeister in Braunschweig, u. d. Maria Justina Eberhardina Coers;
    M Dorothea (1781–1857), T d. Kauf- u. Handelsmanns Erdmann Traugott Reichel in L. u. d. Sophie Müller v. Berneck;
    1) Leipzig 1843 Doris (1824–58), T d. Kaufm. Bernhard Trinius in L. u. d. Friederike Emilie Schulze, 2) ebd. 1868 Friederike (1839–1919), T d. Schuhmachermeisters Joh. Frdr. Gottlieb Bamberg in Eckartsberga u. d. Henriette Friederike Löffler;
    1 S (früh †), 2 T aus 1), u. a. Eugenie ( Heinr. Schomburgk, 1843–1928, Großkaufm. u. Fabr. in L., Vorstand d. Leipziger Westend-Bauges. AG).

  • Leben

    H. studierte Rechtswissenschaft in Leipzig, ließ sich dort 1843 als Rechtsanwalt nieder, verwaltete gleichzeitig den ererbten Grundbesitz und begann 1844 das versumpfte Gelände an der Pleiße trockenzulegen, aufzuschließen und mit Mietshäusern zu bebauen. In den folgenden Jahrzehnten förderte er Bebauungs-, Bahn- und Kanalpläne im Westen Leipzigs und gründete 1888 die „Leipziger Westend-Baugesellschaft AG“.

    Den Dampfüberschuß des Kessels einer gemeinsamen Großwaschküche nutzte H. von 1853 ab zur Gewinnung ätherischer Öle aus Fenchelsamen, Kümmel, Krauseminzkraut und anderen Pflanzen, die in der Nähe von Leipzig angebaut wurden. 1859 machte er seinen Mitarbeiter Otto Steche ( 1908) zum Teilhaber und firmierte als Heine & Co. 1875 gingen H. und Steche von der empirischen zur wissenschaftlichen Arbeit über und begannen noch im gleichen Jahr mit der synthetischen Gewinnung von Senföl.

    Zunächst beschränkte sich die Firma auf die Destillation von Kräutern und Sämereien aus der Nähe von Leipzig. Zusammen mit Steche nahm H. dann die Destillation von Drogen und Hölzern aus fremden Ländern auf. Die wissenschaftliche Abteilung Steches, die er nach H.s Tod zusammen mit dem Chemiker A. Hesse aufbaute, leistete anerkannte Forschungsarbeit zur Aufklärung der chemischen Zusammensetzung natürlicher ätherischer Öle und zur Ausarbeitung von Methoden ihrer synthetischen Gewinnung. Hand in|Hand mit der Synthese natürlicher Blütenöle förderte H.s Werk die Herstellung rein synthetischer Riechstoffe und sonstiger Grundstoffe der Parfümkomposition. Unter Leitung von Steche, dessen Schwager Th. Habenicht sowie den Söhnen Steches, dem Chemiker Alb. Steche und dem Kaufmann Hans Steche, entwickelte sich die Firma Heine & Co. – seit 1911 Aktiengesellschaft – zu einem Weltunternehmen.

  • Literatur

    F. Goetz, C. E. H., Sein Leben u. Schaffen, 1897;
    Dt. Industrie, Dt. Kultur, Jg. 10, 1913, Nr. 2 (Heine u. Co.-Nr.) (P).

  • Autor/in

    Walter Greiling
  • Empfohlene Zitierweise

    Greiling, Walter, "Heine, Carl Erdmann" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 293 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd133293009.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA