Lebensdaten
1893 bis 1957
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Bad Wildungen
Beruf/Funktion
Internist ; Professor der Inneren Medizin in Breslau ; Leiter eines Sanatoriums in Bayreuth
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 131856383 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gutzeit, Robert Julius Kurt
  • Gutzeit, Kurt
  • Gutzeit, Robert Julius Kurt

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Zitierweise

Gutzeit, Kurt, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd131856383.html [23.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus ostpreuß. Lehrer- u. Beamtenfam.;
    V Georg, Oberstadtsekretär in Berlin;
    M Agnes Fuchs;
    Erna (* 1897), T d. Roderich Stintzing ( 1933), Prof. d. Inneren Med.;
    1 S, 4 T.

  • Leben

    G. studierte anfänglich Naturwissenschaften und wandte sich dann der Medizin zu. Seine Facharztausbildung erwarb er unter anderem in Jena unter Stintzing und unter Stepp, der ihn als Oberarzt mit nach Breslau nahm. 1923 in Jena habilitiert, wurde er 1929 Professor in Breslau und 1933 Direktor des Rudolf-Virchow-Krankenhauses in Berlin. Mit 41 Jahren übernahm er den Breslauer Lehrstuhl für Innere Medizin, den er bis 1945 innehatte. 1939-45 war er beratender Internist des Heeres, als solcher 1945-48 in Internierungshaft, wo er an Tuberkulose erkrankte. 1949 übernahm er die Leitung des Sanatoriums „Herzoghöhe“/Bayreuth, 1957 den Ausbau der Kurklinik „Fürstenhof“ in Bad Wildungen. – G.s wissenschaftliches Werk ist vielseitig. Besondere Arbeitsgebiete sind Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, Neuralpathologie und Chiropraktik, er umfaßt jedoch die gesamte Innere Medizin, darüber hinaus Chemotherapie maligner Tumoren, Erbpathologie und Berufskrankheiten. Die Röntgendiagnostik verdankt ihm grundlegende Erweiterungen (unter anderem entwickelte er den 6-Ventil-Drehstrom-Röntgenapparat). Die Gastroskopie baute er zu einer heute selbstverständlichen diagnostischen Methode aus. Unablässig war er um die ärztliche Fortbildung bemüht. Bezeichnend für seine Haltung als Forscher und Mensch ist die Finanzierung mancher Aufgaben, aber auch Begabter aus eigener Tasche. Seiner Schule entstammen Kliniker wie Kuhlmann und G. W. Parade.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Leopoldina (1954).

  • Werke

    W u. a. Über gutartige Magentumoren, 1926;
    Die Gastroskopie, Lehrb. u. Atlas, 1929/30/37, 21954;
    Die Gastroenteritis, 1933;
    Die Duodenalsonde, 1935/45;
    Die Fokalinfektion, 1939 (mit G. W. Parade);
    Hepatitis epidemica, 1942/44;
    Magenkrankheiten, 1943;
    Die Wirbelsäule als Krankheitsfaktor, 1951. - Hrsg.: Neue Dt. Klinik, Hdwb. d. prakt. Med., 1937-45 (mit R. Cobet);
    Therapie d. Gegenwart, 1934–45, 1951-57;
    Klinik d. Gegenwart, Hdb. d. prakt. Med., seit 1955 (mit R. Cobet u. H. E. Bock). - Mitarbeiter: Hdb. d. Inneren Wehrmed., 1943;
    Hdb. d. Wehrhygiene, 1944.

  • Literatur

    G. Walther, in: Therapie d. Gegenwart 96, 1957, S. 401 f. (P);
    R. Cobet, in: Med. Klinik, 1957, H. 50;
    F. Kuhlmann, in: Dt. Med. Wschr. 63, 1958, S. 351 f. (P);
    G. W. Parade, in: Münchener Med. Wschr. 100, 1958, S. 92 f.;
    D. Groß, in: Hippokrates 29, 1958, H. 7;
    Fischer.

  • Autor/in

    Hans Ulrich Schulz
  • Empfohlene Zitierweise

    Schulz, Hans Ulrich, "Gutzeit, Kurt" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 353-354 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd131856383.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA