Crosner, Alexius

Lebensdaten
um 1490 – vermutlich 1535
Beruf/Funktion
katholischer Theologe ; Theologe
Konfession
mehrkonfessionell
Normdaten
GND: 128693517 | OGND | VIAF: 249093171
Namensvarianten

  • Chrosner, Alexius
  • Colditis, Alexius
  • Crosner, Alexius
  • Chrosner, Alexius
  • Colditis, Alexius
  • Crosner, Lexius
  • Crossner, Alexius
  • Krossner, Alexius
  • Crosner von Colditz, Alexius
  • Crosner von Coldiz, Alexius
  • Krosner, Alexius
  • Crosnerus, Alexius
  • Kolditis, Alexius
  • Crosner von Kolditz, Alexius
  • Crosner von Koldiz, Alexius

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Zitierweise

Crosner, Alexius, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd128693517.html [15.01.2026].

CC0

  • Crosner (Chrosner), Alexius

    Theologe, * um 1490, wahrscheinlich 22.5.1535 Altenburg.

  • Genealogie

    V wohlhabender Bürger in Colditz ( nach 1514);
    1530; mindestens 2 K, u. a. Alexius.

  • Biographie

    C. studierte in Leipzig und Wittenberg und erwarb - augenscheinlich nicht immer ganz rechtmäßig - die verschiedensten Pfründen.|1524 wurde er Hofprediger bei Herzog Georg in Dresden, tauschte das Aumaer Pfarrlehen gegen eine Stiftsvikarei in Meißen und wurde von Herzog Georg 1525 mit einer weiteren Vikarei in Oschatz belehnt. Nach seiner plötzlichen Entlassung aus dem Hofpredigeramt 1527 wurde er von beiden Religionsparteien mit stärkstem Mißtrauen behandelt, so daß alle Berufungen auf eine Pfarrei trotz eines kurfürstlichen Befehls erfolglos blieben, ebenso seine Bemühungen um eine weltliche Verwaltungsstelle. - Luther hat ihm 1520 seine Schrift „Ratio confitendi“ gewidmet. C. wollte nach einem Bericht Spalatins den Luthergegner Herzog Georg für die Reformation gewinnen, stimmte aber schon ein Jahr später 1525 im Kapitel des Altenburger Georgenstiftes gegen die Einführung der Reformation daselbst, begleitete in diesem Jahre den für Mühlhausen (Thüringen) bestimmten katholischen Prediger Professor Dr. Hieronymus Dungersheim dorthin, empfahl ihn der Gemeinde und beglückwünschte ihn später zu seiner erfolgreichen Mission. Er wurde von katholischer Seite als Lügner und Fälscher entlarvt, als er zur Verteidigung gegen einen Angriff Arnoldis und zur Wiedergewinnung des Vertrauens der evangelischen Seite seine „Verantwortung“ und zwei angeblich vor Herzog Georg gehaltene Predigten - diese von Luther bevorwortet - 1531 im Druck veröffentlichte. Den klugen, witzigen, weltoffenen Mann und hervorragenden Prediger machten Selbsttäuschung, Eitelkeit und Überheblichkeit doppelzüngig und unwahrhaftig, insbesondere da, wo es seinen Vorteil oder die Befriedigung seines Ehrgeizes galt.

  • Literatur

    ADB IV (unter Chrosner);
    F. Geß, Akten u. Briefe z. Kirchenpol. Hzg. Georgs v. Sachsen, 2 Bde., 1905/17;
    O. Clemen, A. C., Hzg. Georgs v. Sachsen ev. Hofprediger, 1908 (W, L);
    E. L. Enders, Mart. Luthers Briefwechsel XVIII, 1923, S. 3, 57;
    Weimar. Lutherausg. VI, S. 157, XXX/3. S. 407;
    ebenda, Abt. Briefwechsel II, S. 78, VI, S. 158 f., VII, S. 54;
    ebenda, Abt. Tischreden III. S. 241;
    vgl. a. NA f. sächs. Gesch. u. Altertumskde., NF 29, 1908, S. 352 f., 30, 1909, S. 140 ff., S. 173 ff., 33, 1912, S. 332 ff., 36, 1915, S. 131 ff., 38, 1917, S. 209 ff.

  • Autor/in

    Reinhold Jauernig
  • Zitierweise

    Jauernig, Reinhold, "Crosner (Chrosner), Alexius" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 423 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd128693517.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA