Lebensdaten
1800 bis 1850
Geburtsort
Meiningen
Sterbeort
Meiningen
Beruf/Funktion
Geograph ; Alpenforscher
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 12195143X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schaubach, Adolf
  • Schaubach, Adolf Ernst
  • Schaubach, Adolph Ernst
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Zitierweise

Schaubach, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12195143X.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Konrad (1764–1849), Konsistorialrat in M., Astronom (s. Meusel, Gelehrtes Teutschland; NND; Pogg. II; ADB 30);
    M Ernestine Sophie Roit(z)sch, aus Ilfeld (Harz);
    1833 Marie Therese Friederike Treiber;
    1 S Max, Fabr. in Koblenz, 1 T; evtl. Verwandte Daniel (1661–1744), Maurermeister, Steinmetz in M., Konrad, Maurermeister in M., Johann Andreas, Architekt in M. (alle s. ThB), Karl (1833–1906), Oberhofprediger (s. Kürschner, Lit.-Kal., Nekr. 1901–35, 1936), Max (1841–1907), aus M., Fabr. in Koblenz (s. Jb. d. schiffbautechn. Ges., 1908, S. 79 f.).

  • Leben

    Als Kind kränklich, holte S. mit 10 Jahren die Grundschule nach, absolvierte das Gymnasium in Meiningen und studierte seit 1819 in Göttingen, seit 1821 in Jena Theologie, Philosophie, Geographie, Geschichte, Mathematik und Naturgeschichte. Seit 1830 unterrichtete er an der Bürgerschule (Mittelschule) in Meiningen (1835 Schulleiter, 1846 hzgl. Prof.). Seit seiner Gymnasialzeit durchwanderte S. die dt. Mittelgebirge und zeichnete Panoramen und erdkundliche Reliefs. 1832 verfaßte er eine physikalische Geographie des Hzgt. Sachsen-Meiningen. 1824 unternahm er die erste von mehreren großen Fußreisen durch die österr. Alpenländer. Dalmatien und die bayer. Alpen. Seine Beobachtungen in diesen damals geographisch kaum erforschten Gebieten beschrieb er in dem Handbuch „Die Dt. Alpen“ (5 Bde., 1845–47, 21865-71 überarb.). Es ist dies der erste Versuch einer Gesamtdarstellung der Ostalpen aus eigener Anschauung. Für Wanderer und Alpinisten bestimmt, wird die Naturlandschaft erstmals einschließlich der Höhenzone dargestellt, werden Bergfahrten und Übergänge beschrieben und landeskundliche Gegebenheiten vermerkt. Das heute auch alpinhistorisch ergiebige Werk trug wesentlich zur touristischen und alpinistischen Erschließung der Alpen bei und verbesserte die Kenntnis der alpinen Topographie entscheidend. Mit seinen Reisen und Schriften wurde S. zum Pionier der Alpingeographie und des Ostalpenbergsteigens. – Schaubachhütte in d. Ortlergruppe (1878 erbaut und nach S. benannt, seit 1919 Rifugio Citta di Milano d. Club Alpino Italiano).

  • Werke

    Übersicht d. Hzgt. Sachsen-Meiningen nach seiner physikal. Oberfläche im Allg., in: Emmrichs Archiv f. meining. Landeskunde, 2 Bde., 1832;
    Beschreibung d. Dolmar, 1832;
    Die Nordsee-Mittelmeerbahn u. d. Main-Werra-Elbe-Kanal, 1845.

  • Literatur

    Biogr. Bilder u. Skizzen aus d. Hzgt. Meiningen, hg. v. C. F. Hartmann, 1857;
    Jb. d. Österr. Alpenver. 1866, S. 405-411, auch in: Die dt. Alpen, 21871;
    F. Ortlepp, in: Zs. d. Dt. u. Österr. Alpenvereins 1885, S. 198-216 (W-Verz., P);
    NND 18,1852.

  • Portraits

    Grabdenkmal in Meiningen.

  • Autor/in

    Peter Grimm
  • Empfohlene Zitierweise

    Grimm, Peter, "Schaubach, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 587 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12195143X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA