Lebensdaten
1671 bis 1730
Geburtsort
Kopenhagen
Sterbeort
Odense
Beruf/Funktion
Herzog von Schleswig-Holstein ; König von Dänemark
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 119546256 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Friedrich IV.

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Zitierweise

Friedrich IV., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119546256.html [24.01.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Christian V. (1646–99), Hzg. v. Sch.-H., Kg. v. D., S d. Frdr. II. ( 1670), EB v. Bremen, Kg. v. D., (s. NDB V);
    M Charl. Amalie (1650–1714), T d. Landgf. Wilh. VI. v. Hessen-Kassel ( 1663);
    1) 5.12.1695 Luise (1667–1721), T d. Hzg. Gustav Adolf v. Mecklenburg-Güstrow (1633–95), (während dieser Ehe z. linken Hand angetraut: Elis. Helene Vieregg), 2) (urspr. z. linken Hand) 4.4.1721 Anna Sofie (1693–1743), T d. Konrad Gf. v. Reventlow, sie wurde v. Chrstn. VI. entgegen s. Versprechen nach Clausholm in Jütland verbannt;
    4 S, 1 T aus 1), u. a. Christian VI. ( 1746), Hzg. v. Sch.-H., Kg. v. D., 2 S, 1 T aus 2) (alle früh †).

  • Leben

    F. bestieg 1699 den dänischen Königsthron in einer Zeit der unausgesetzten Kämpfe mit Schweden und dem mit Schweden verbundenen Herzog von Gottorf. F.s erster Versuch, das|lang erstrebte Ziel zu erreichen, die Gottorfer aus Schleswig zu vertreiben, mißglückte, und der Frieden von Traventhal (1700) sicherte noch einmal dem Herzog von Gottorf Besitz und Souveränität. Aber in dem bald ausbrechenden Nordischen Krieg (1709–20) erreichte F., was seinen Vorvätern nicht gelungen war: der herzogliche Anteil des Herzogtums Schleswig wurde in den königlichen Anteil einverleibt, und F. ließ sich 1721 in Schloß Gottorf als Herzog des ganzen Herzogtums huldigen. Den Gottorfern war nun nur noch ihr Anteil am Herzogtum Holstein geblieben. F. war ein ausgeprägter Vertreter des Absolutismus, er hielt sowohl den dänischen wie den schleswig-holsteinischen Adel von hohen Regierungsstellen fern, da er lieber Männer in seiner Umgebung sah, die durch ihn etwas geworden waren. Er hatte nur eine unzureichende Vorbildung für sein hohes Amt und auch menschliche Mängel, aber er kümmerte sich eifrig um die Regierungsgeschäfte und bereiste sein Land, um sich persönlich der Angelegenheiten anzunehmen. Im Gegensatz zu seinem pietistischen Sohn war er ein Monarch, der auch Verständnis für die unteren Klassen hatte. Nationales Empfinden lag ihm der Zeit entsprechend fern, er war deutsch erzogen und beherrschte die deutsche Sprache eher besser als die dänische. Er war den Deutschen ein ebenso guter Herrscher wie den anderen Untertanen des Gesamtstaates. Trotz der Einverleibung Schleswigs wurden auch in seiner Regierungszeit keine Maßnahmen getroffen, die deutsche Sprache im Herzogtum Schleswig zurückzudrängen, was ihm von dänischer Seite zum Vorwurf gemacht wird. Obgleich er ein Leben führte, das gegen die allgemeinen Sittenbegriffe verstieß, war er keineswegs irreligiös, unter anderem war er der erste, der für die äußere Mission Interesse bewies und der Schulen gründete, die damals ausschließlich dem Religionsunterricht dienten. Trotz seiner Schwächen war F. ein Herrscher, dem seine Lande, besonders Dänemark, viel zu danken haben, der sich bemühte, ihnen den Frieden zu erhalten, und dessen Reunionsbestrebungen in den Herzogtümern nur zum Vorteil für Schleswig-Holstein waren, zumal sie nur dynastische und, der Zeit entsprechend, keine nationalen Ziele hatten.

  • Literatur

    A. Hojer, F. IV. glorwürdigstes Leben, 1829;
    E. Holm, Danmark-Norges Historie 1720-1814 I, Kopenhagen 1891;
    O. Klose, Die Jahrzehnte d. Wiedervereinigung, in: Gesch. Schleswig-Holsteins VI, 1959;
    Dansk Leks.

  • Portraits

    Ölgem. v. B. Coffre, Skulptur v. Th. Quellinus (beide Frederiksborg, Nat.hist. Mus.).

  • Autor/in

    Olaf Klose
  • Empfohlene Zitierweise

    Klose, Olaf, "Friedrich IV." in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 581 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119546256.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA