Lebensdaten
1818 bis 1880
Geburtsort
Böblingen (Württemberg)
Sterbeort
Stuttgart-Bad Cannstatt
Beruf/Funktion
Dichter
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119441446 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ganzhorn, Wilhelm Christian
  • Ganzhorn, Wilhelm
  • Ganzhorn, Wilhelm Christian

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Zitierweise

Ganzhorn, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119441446.html [08.12.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Gg. (1775–1841), Müller u. Bäcker, 1796 in Kastenknechtstelle Sindelfingen eingeheiratet, 1812-22 Aufseher in Schloß B., danach Kastenvogt u. Geometer in Sindelfingen, S d. Müllers Peter in Döffingen u. d. Marie Agnes Wolff Vorfahren zumeist Bauern);
    M Katharine Margarete (1798–1825), T d. Bauern, Ger.verwandten u. Stadtrats Johs. Maisch (1758–1837) in B. u. d. Katharine Marg. Kindler;
    1855 Jakobine Luise (1837–1909), T d. Rößleswirts Alber in Conweiler b. Neuenbürg;
    10 K (4 früh †).

  • Leben

    Auf dem Stuttgarter Gymnasium wurde G. von Gustav Schwab für die Sagenwelt, das deutsche Altertum und das Volkslied begeistert. Nach Rechtsstudium in Tübingen und Heidelberg war G. im württembergischen Justizdienst tätig (1844 Neuenbürg/Schwarzwald, Oberamtsrichter 1854 Aalen, 1859 Neckarsulm, 1878 Bad Cannstatt). Seine geistreich-humorvolle Natur schätzte die Geselligkeit. Ihn verband eine herzliche Freundschaft vor allem mit Freiligrath, aber auch mit Scheffel, dem schwäbischen Dichterkreis, Kuno Fischer und einigen Naturforschern. – G.s poetische Blütezeit – bei besonderer Befähigung für die Ballade, volkstümliche („Im schönsten Wiesengrunde …“) und komische Lyrik – lag in seinen Studentenjahren; später folgte fast ausschließlich Gelegenheitspoesie. Einen Namen machte er sich auch als lokaler Altertumsforscher, zumal in der Untersuchung vorgeschichtlicher Grabstätten. Den tüchtigen Wanderer und Schwimmer führten Reisen in die Schweiz, die nordischen Länder, nach Italien, England, Belgien und Spanien.

  • Werke

    Dichter. Nachlaß im Schiller-Nat.mus. Marbach a. N. (s. O. Güntter, Mein Lebenswerk, 1948, S. 182); W-Ausg. bisher trotz Vorarbb. nicht zustandegekommen
    ;
    Gedichte nur vereinzelt zu Lebzeiten erschienen in Anthologien;
    Rhein-Jb., hrsg. v. Freiligrath, Matzerath, Simrock, 1841;
    Vom Rhein, hrsg. v. G. Kinkel, 1846;
    Dt. Dichterbuch aus Schwaben, hrsg. v. L. Seeger, 1864;
    Schwäb. Lieder-Chronik I/II, hrsg. v. G. Jäger, 1875-85;
    Schwäb. Dichterbuch, hrsg. v. E. Paulus u. C. Weitbrecht, 1883;
    in Zss. wie Europa, Beil. Album d. Boudoire, hrsg. v. Aug. Lewald, 1840;
    in Ztgg. wie Der Enztäler, Neuenbürg, u. in Einzeldrucken;
    - Prosaarbb.: Löwenwirt Peter Heinrich Merckle von Neckarsulm u. Kaufmann Gottlieb Link von Heilbronn, die Genossen des … Buchhändlers Palm …, 1871;
    sowie archäol. u. hist. Veröff. in d. Zs. d. Hist. Ver. f. d. wirtemberg. Franken 6-10, 1862-78.

  • Literatur

    Th. Souchay, in: Württ. Landesztg., Beil. Stuttgarter Mus. 40, 3.10.1880;
    F. G. Bühler, in: Schwäb. Merkur, Nr. 216, 1880;
    M. A. Souchay, W. G., d. Oberamtsrichter v. Neckarsulm, in: Scheffeljb. 1907, S. 1-79 (P), u. Scheffel-Kal. auf d. J. 1913, S. 106-58 (P; Vf. plante e. ausführl. Biogr. u. Briefausg., die bisher fehlen)
    ;
    K. Heß, Heimat u. Ahnen v. W. G., in: Alt-Sindelfingen, hrsg. v. Heimatgesch.ver. f. Schönbuch u. Gäu, 1951, S. 103-09; s. ferner
    Heyd II, VI, VIII.

  • Portraits

    Kreidezeichnung v. F. Kienzle (Marbach, Schiller-Nat.-mus.);
    Marmorrelief v. R. Dietelbach (Grabmal, Stuttgart-Bad Cannstatt, Uff-Kirchhof), Abb. in: Scheffeljb., 1907, Scheffel-Kal., 1913.

  • Autor/in

    Walter P. H. Scheffler
  • Empfohlene Zitierweise

    Scheffler, Walter P. H., "Ganzhorn, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 68 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119441446.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA