Lebensdaten
1839 bis 1897
Geburtsort
Neuthal-Bauma (Schweiz)
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Industrieller ; Verkehrspolitiker
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 119092662 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Guyer-Zeller, Adolf Heinrich
  • Guyer-Zeller, Adolf
  • Guyer-Zeller, Adolf Heinrich
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Zitierweise

Guyer-Zeller, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119092662.html [19.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Rudolf (1803–76), Gründer u. Eigentümer d. ersten Baumwollspinnerei in d. Schweiz in N., S d. Müllers Hans Heinr. in Bauma u. d. Regula Weber;
    M Magdalena (1802–79), T d. Johs. Wepf, Wirt im „Löwen“ in Müllheim/Thurgau, u. d. Elisabetha Ernst;
    Ov Heinrich (1801–68), Fabriku. Mühlenbes. in B., Großrat, seit 1831 Statthalter d. Bez. Pfäffikon, führender Politiker d. schweizer. Regenerationsepoche (s. HBLS);
    - Zürich 1869 Anna Wilhelmina (1848–1910), T d. Rotfärbers Joh. Jak. Zeller in Z. u. d. Elisabetha Mathilde Klauser;
    2 S, 1 T.

  • Leben

    Nach Studien in Zürich und Genf und nach ausgedehnten Reisen in Frankreich, England, Amerika und im Vordern Orient war G. als Industrieller, zunächst im väterlichen Geschäft, später als Besitzer eigener Spinnereien und der Webereien, und im Warenexport nach Indien tätig. Sein besonderes Interesse galt jedoch den Eisenbahnen, an denen er sich während der großen Eisenbahnkrise in den Siebzigerjahren durch Kauf von Aktien und Obligationen in großem Stile beteiligte. Er gehörte zu den entschiedensten Befürwortern und Förderern einer Gotthardbahn. Bei der Schweizerischen Nordostbahn in Zürich wurde er Großaktionär und entließ, nachdem er die Mehrheit des Aktienbesitzes erlangt hatte, Direktion und Verwaltungsrat, um selbst an der Spitze des Unternehmens dessen Reorganisation durchzuführen. Ein Lohnkonflikt mit den Eisenbahnern führte 1896 zum Streik. Diese Vorgänge erregten Aufsehen und Ärgernis in der Öffentlichkeit und trugen wesentlich zur Verschärfung der Eisenbahngesetzgebung, dann aber 1897 zum Volksentscheid über die Verstaatlichung der fünf führenden Eisenbahngesellschaften als „Schweizerische Bundesbahnen“ bei. Ein Projekt zur direkten Verbindung Calais-Konstantinopel über eine Engadin-Ofenberg-Orientbahn konnte G. nicht verwirklichen, hingegen gelang ihm als Initiant und Gründer die Jungfraubahn, sein bedeutendstes Lebenswerk. Er konnte selbst noch die erste Etappe dieser elektrischen Zahnradbahn 1898 dem Betrieb übergeben, aber die Bauarbeiten haben erst 13 Jahre nach seinem Tod einen vorläufigen Abschluß auf dem Jungfraujoch gefunden.|

  • Auszeichnungen

    Kantonsrat v. Zürich; griech. Generalkonsul.

  • Literatur

    H. Günther, Pioniere d. Technik, 1920, S. 57-87 (P);
    A. Dübenhofer, A. G.-Z., in: Schweizer Pioniere d. Wirtsch. u. Technik, Nr. 13, 1962, S. 37-66 (L, P);
    HBLS (P).

  • Portraits

    Lith. (Winterthur, Stadtbibl.);
    Büste im Berghaus Jungfraujoch.

  • Autor/in

    Hans Bauer
  • Empfohlene Zitierweise

    Bauer, Hans, "Guyer-Zeller, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 360 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119092662.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA