Lebensdaten
1810 bis 1880
Geburtsort
Würzburg
Sterbeort
Würzburg
Beruf/Funktion
Dichter ; Herausgeber von Anthologien
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118979698 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Steinach, Frank von (Pseudonym)
  • Frank von Steinach (Pseudonym)
  • Hub, Ignaz
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Hub, Ignaz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118979698.html [16.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Michael (1775–1843), Schneidermeister u. Kleiderhändler aus Steinach;
    M Anna N. N. (1785–1841);
    1854 Dorothea (1814–62), T d. Schuhmachers Fischbach in Mainz; kinderlos.

  • Leben

    H. studierte seit 1829 Philosophie und Literaturgeschichte in Würzburg, seit 1833 in Heidelberg (Promotion zum Dr. phil.). 1832 (erneut 1833) gab er eine Sammlung seiner Gedichte „Lyraklänge“ heraus. 1834-39 lebte er am Rhein und gab (neben der „Rheinische Harfe“, 1835, mit P. I. Schmitz) in Koblenz und Düsseldorf, zunächst mit F. Freiligrath und A. Schnezler, später mit letzterem allein, den Musenalmanach „Rheinisches Odeon“ (1836-40) heraus, in dem unter anderem auch Grabbe und Hebbel vertreten sind. Reisen, wie die durch Norddeutschland 1839–40, dienten auch dazu, persönliche Beziehungen zu Dichtern und Schriftstellern herzustellen; der Plan eines „Deutschen Odeon“ verwirklichte sich indes nicht. Seit 1836 arbeitete H., zum Teil unter Pseudonym, mit Gedichten, Artikeln und Aufsätzen an verschiedenen Zeitschriften, Almanachen und Sammelwerken mit und gab mehrere mit biographischen und literarhistorischen Anmerkungen versehene Anthologien heraus. Seit 1840 hielt er sich in Mainz und Frankfurt auf, 1844-49 wohnte er in Karlsruhe; dort ließ er die Sammlung „Deutschlands Balladen- und Romanzendichter“ erscheinen (1846, 41864-73, 3 Bände, Band 3 unter dem Titel „Deutschlands Balladen-Dichter und Lyriker der Gegenwart“, Neue [Titel-]Ausgabe 1884 f.).

    Nach einer mehrmonatigen Reise in die Schweiz lebte er 1849-53 in München und ließ sich schließlich 1853 in seiner Vaterstadt nieder. Doch auch in dieser Zeit, wie schon vorher, verdiente er sich den Lebensunterhalt, indem er gewissermaßen als Kolporteur seiner eigenen Bücher reiste. 1868 gab er zusammen mit Christian Schad das Freiligrath-Album „Deutsche Dichter-Gaben“ heraus. Die letzten Lebensjahre, während derer die Deutsche Schillerstiftung den in ärmlichen Verhältnissen Lebenden mit einer Pension unterstützte, war H. vor allem als Redakteur tätig („Unterhaltungsblatt zur Bayerischen Volks-Zeitung“, 1873-75; „Neue Würzburger Zeitung“, 1876-79). Seine späteren Gedichte sind gesammelt nicht erschienen.

  • Werke

    Weitere W Polonia, Ein Gedicht, 1833;
    Die dt. Dichter d. Neuzeit, Ausw. a. d. Qu., 1852;
    Die dt. Komische u. humorist. Dichtung seit Beginn d. XVI. Jh. bis auf unsere Zeit, 3 Bde., 1855-66;
    Die Komische u. humorist. Lit. d. dt. Prosaisten d. 16. Jh., 2 T., 1856 f., T. 2 auch u. d. T. Die dt. Volksbücher u. Schwänke d. 16. Jh., 1857. -
    Teilnachlaß: Würzburg, Univ.bibl.;
    3 Briefe H.s im Nachlaß Ziegler, ebd., Stadtarchiv;
    umfangreiche Korr. mit Ch. Schad u. a. Nachlaßteile im Nachlaß Ch. Schad, München, Bayer. Staatsbibl.

  • Literatur

    ADB 13;
    F. Bauer, in: Würzburger Journal v. 21.10.1895;
    O. Handwerker, in: Frankenland 6/7, 1919/20;
    A. Bergmann, I. H.s Besuch b. Louise Christiane Grabbe, in: Mitt. d. Grabbe-Ges. e. V. 6, 1969;
    Brümmer;
    Kosch, Lit.-Lex.

  • Autor/in

    Bernhard Schemmel
  • Empfohlene Zitierweise

    Schemmel, Bernhard, "Hub, Ignaz" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 679 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118979698.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Hub: Ignaz H., Dr., geb. am 1. Februar 1810 zu Würzburg, studirte daselbst und in Heidelberg, führte 1835—39 ein fahrendes Dichterleben am Rhein, in Coblenz und Düsseldorf, bereiste Norddeutschland, hielt sich dann zu Mainz und Frankfurt auf; 1844—49 in Karlsruhe, 1852 in München; 1854 nach Würzburg, wo er am 27. März 1880 starb. Von ihm erschienen: „Lyraklänge“, 1832, „Polonia“, Mainz 1833, „Rheinische Harfe", 1835, „Rheinisches Odeon“, 1837, 1838, 1840, „Die deutschen Dichter der Neuzeit“, 1852 und die mit guten biographischen und litterär-historischen Notizen ausgestatteten Sammelwerke: „Deutschlands Balladen- und Romanzendichter von G. A. Bürger bis auf die neueste Zeit“, 1845 ff. in sieben Auflagen, auch „Die komische und humoristische Dichtung der deutschen Prosaisten von Geiler von Kaisersberg bis auf die neuere Zeit“ (1856). In Anerkennung seiner vielfachen Thätigkeit ehrte ihn die deutsche Schillerstiftung seit 15 Jahren durch eine Pension.

  • Autor/in

    Hyac. , Holland.
  • Empfohlene Zitierweise

    Holland, Hyacinth, "Hub, Ignaz" in: Allgemeine Deutsche Biographie 13 (1881), S. 227 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118979698.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA