Lebensdaten
1846 bis 1920
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Indogermanist
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 118897411 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kuhn, Ernst

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Kuhn, Ernst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118897411.html [14.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Adalbert (s. 1);
    - 1) Heidelberg 1877 Klara (1852–78), T d. Nat.ökonomen Karl Knies ( 1898, s. NDB XII), 2) Ellrich 1882 Mathilde (1856–1943), T d. Forstmeisters Frdr. Dormeyer u. d. Caroline Kaulitz;
    1 T aus 1) (jung †).

  • Leben

    Unter dem Einfluß seines Vaters widmete sich K. indologischen und sprachwissenschaftlichen Studien. Nach dem Besuch der Universitäten Berlin und Tübingen wurde er 1869 mit einer Dissertation über den Pāli-Grammatiker Kaccāyana promoviert. Er wurde 1871 Privatdozent in Halle, 1872 in Leipzig und 1875 o. Professor in Heidelberg. 1877-1917 war er o. Professor für arische Philologie und vergleichende indogerm. Sprachwissenschaft in München. – Grundlegend für die Erforschung der heiligen Sprache des Buddhismus wurden K.s „Beiträge zur Pāli-Grammatik“ (1875). Auch den Sprachen des Hindukusch, Hinterindiens und Ceylons hat K. wichtige linguistische Studien gewidmet. In mehreren Untersuchungen wies er den buddhistischen Einfluß auf christliche Legenden nach. Berühmt wurde seine Münchner Akademieabhandlung „Barlaam und Joasaph“ (1893), in der er Barlaam auf Bhagavān, Ioasaph auf Bodhisattva zurückführte. – K. arbeitete seit 1877 an der von seinem Vater begründeten Zeitschrift mit und führte sie nach dessen Tod fort. Er wirkte auch mit an der „Orientalischen Bibliographie“ (1893 ff.) und am „Grundriß der iran. Philologie“ (1895-1904), den er gemeinsam mit W. Geiger herausgab.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Bayer, u. d. Österr. Ak. d. Wiss.; Maximilians-Orden f. Wiss. u. Kunst (1898).

  • Werke

    Weitere W Über d. ältesten arischen Bestandteil d. singhalesischen Wortschatzes, in: SB d. Bayer. Ak. d. Wiss., 1879;
    Btrr. z. Sprachenkde. Hinterindiens, ebd. 1889;
    Zur byzantin. Erz.lit., in: Byzantin. Zs. 1895, S. 241-49;
    Der Einfluß d. arischen Indiens auf d. Nachbarländer im Süden u. Osten (Rektoratsrede), 1903;
    Übersicht d. Schrr. v. E. Windisch, in: Festschr. E. Windisch, 1914. -
    Hrsg. d. Festschriften f. O. v. Böthlingk (1888), R. v. Roth (1893), A. Weber (1895) u. V. Thomsen (1912).

  • Literatur

    H. Oertel, in: Aufsätze z. Kultur- u. Sprachgesch. vornehmt, d. Orients, E. K. z. 70. Geb.tag 1916 (W, P);
    R. Meringer, in: Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien 71, 1921, S. 259;
    W. Geiger, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss., 1921.

  • Portraits

    W. Rau, Bilder 100 dt. Indologen, 1965, S. 43.

  • Autor/in

    Friedrich Wilhelm
  • Empfohlene Zitierweise

    Wilhelm, Friedrich, "Kuhn, Ernst" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 257 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118897411.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA