Lebensdaten
1860 bis 1943
Geburtsort
Bad Dürkheim (Pfalz)
Sterbeort
München-Pasing
Beruf/Funktion
Schriftstellerin
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118893416 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Croissant-Rust, Anna Flora Barbara
  • Croissant-Rust, Anna
  • Croissant-Rust, Anna Flora Barbara
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Zitierweise

Croissant-Rust, Anna, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118893416.html [23.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Phil. Ant. Rust ( 1884) aus Franken, Hütteningenieur, Inspektor der Saline Philippshall in Bad Dürkheim, zuletzt Amberg (Oberpfalz);
    M Barbara Riederer vom Bauernhof „Schneidemühle“ b. Furth im Wald;
    Schw Lina, Malerin in München, Agnes, Bildhauerin in Amberg, München;
    München 1888 Hermann (1860–1928), Ingenieur u. Artillerieoffizier, Gaswerksdirektor in Ludwigshafen, S des Nicolaus Croissant in Germersheim u. der Philippine Werner, B v. Eugen C. (1862–1918), Erzähler u. pfälzischer Dialektdichter.

  • Leben

    Als Sprach- und Musiklehrerin in München selbständig tätig, schrieb C. 1887 die erste Novelle „Das Kind“, die von Michael Georg Conrad in der Monatsschrift „Die Gesellschaft“ veröffentlicht wurde. 1890 erschien ebenda „Feierabend, eine Münchner Arbeiter-Novelle“, die die Dichterin weithin bekannt machte. „Als Meisterwerk des Naturalismus“ feierten zeitgenössische „Moderne“ das Werkchen, mit schroffer Verurteilung antworteten andere Kritiker. Der Beruf ihres Mannes führte sie 1895 auf 9 Jahre nach Ludwigshafen. In den Münchner Jahren waren zahlreiche Erzählungen und Novellen im „Modernen Musenalmanach“ und anderen Sammlungen und Zeitschriften der Freunde aus der Münchner „Gesellschaft für modernes Leben“ (von M. G. Conrad 1885 gegründet) erschienen. Frühzeitig war sie als die einzige Frau hier aufgenommen worden. Die Übernahme der Pfälzer Geschichte „Pimpernellche“ in die Monatsschrift „Die Insel“ (1901) und die Verbindung mit dem Verlag Georg Müller in München kennzeichnen ebenso wie ihr weitausgreifender Briefwechsel (heute im Stadtarchiv Ludwigshafen) ihren Wirkungskreis und ihre Wertung im Kreise der „Realisten“. Mit der Pensionierung ihres Mannes und der Übersiedlung nach München wurde ihr Heim zum Mittelpunkt des großen Freundeskreises. 1906 beziehungsweise 1908 zeigen die großen Romane „Nann“ und „Winkelquartett“ (1908, 1909) und Bände mit Erzählungen oft von humorvoller Charakterzeichnung eine neue Schaffensperiode an, die mit dem Kleinstadtroman vom Rhein „Unkebunk“ (1917) verklingt. - Von dem Aufsehen erregenden Naturalismus ausgehend, hat sie in ihrem echten sozialen Mitfühlen und der unmittelbaren Erzählergabe eine hohe Reife der Form und Schilderung erreicht. Nächst der Rheinpfalz wurden ihr München, Amberg und die Tiroler Gebirgsdörfer zu anschaulich erfaßten Heimatlandschaften für ihre bunten Charakterbildnisse.

  • Werke

    Weitere W u. a. Felsenbrunner Hof, 1910;
    Der Tod, ein Zyklus v. 17 Bildern (mit 17 Zeichnungen v. W. Geiger), 1913;
    O. J. Bierbaum zum Gedächtnis, hrsg. mit M. G. Conrad u. H. Brandenburg, 1912;
    Rückschau, in: Die Brücke, 2. Jg. 1912;
    Das war mein Weg, in: Münchner Ztg. 1935/36, Beilage Die Propyläen, Nr. 20.

  • Literatur

    Soergel 31916, S. 259-64 (P);
    K. Röttger, A. C.-R., in: Die Brücke, 1. Jg., 1912;
    Owlglaß (H. E. Blaich), Geburtstagsepistel f. A. C.-R., in: Der schwäb. Bund, Dez. 1920;
    R. Schwann-Schneider, A. C.-R., in: Die Frau im Staat 2/12, 1920;
    W. Schumann, A. C.-R., in: Kunstwart, Jg. 34, H. 4, 1921;
    O. Stoessl, A. C.-R., ebd. 43, H. 3, 1930;
    W. Weigand, Eine Münchner Dichterin, in: Münchner Neueste Nachrr. v. 10.12.1930;
    R. v. Aichberger, A. C.-R., in: Die Oberpfalz, Jg. 25, 1931;
    K. Röttger, A. C.-R., in: Köln. Ztg. Nr. 630, 1940;
    Kosch, Lit.-Lex. (auch f. Schwager Eugen C, W, L).

  • Portraits

    Pastell v. L. E. Meyer, um 1890;
    Aquarell v. E. Kreidolf, um 1910 (Stadtmus. Ludwigshafen a. Rh.).

  • Autor/in

    Kurt Oberdorffer
  • Empfohlene Zitierweise

    Oberdorffer, Kurt, "Croissant-Rust, Anna" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 418 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118893416.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA