Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
altmärkische Adelsfamilie
Konfession
katholisch,evangelisch
Normdaten
GND: 118820672 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bismarck, von

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Zitierweise

Bismarck, von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118820672.html [21.06.2018].

CC0

  • Leben

    Die Familie geht zurück auf Herbord, der - vermutlich von ritterbürtiger Herkunft - 1270 als Aldermann der Gewandschneidergilde in Stendal urkundlich genannt wird und wahrscheinlich mit dem 1279 erwähnten Schultheißen identisch ist. Sein Urenkel Nikolaus (Klaus, nach 1377) war unter den|wittelsbachischen Kurfürsten von Brandenburg Verwaltungsbeamter und Berater, bis er - nach mehrjähriger Tätigkeit als magdeburgischer Stiftshauptmann (1361–67) - Hofmeister und damit höchster Verwaltungsbeamter wurde; seit der Verleihung des Schlosses Burgstall an ihn (1345) zählte die Familie zum so genannten schloßgesessenen Adel der Mark. 1562 durch den jagdfreudigen Kurprinzen Hans Georg gezwungen, Burgstall mit seinen ausgedehnten Wäldern an ihn abzutreten, wurden die B. vor allem mit den rechtselbischen Besitzungen Schönhausen, ihrem künftigen Hauptsitz, und Fischbeck entschädigt und so - trotz ihres Verbleibens im Verbande der altmärkischen Ritterschaft - in das ostelbische Kolonialland abgedrängt. In der 7. Generation nach Nikolaus trennten sie sich in die Linien Crevese und Schönhausen. Der Creveser Linie entstammen Levin Friedrich (1703–74), der 1746-64 Etats- und Kriegsminister sowie erster Präsident des Kammergerichts zu Berlin war, und sein Sohn August Wilhelm (1750–83), der 1777-82 außerordentlicher Gesandter Preußens am dänischen Hof und seit 1782 Kriegsminister, dirigierender Minister beim Generaldirektorium und Chef verschiedener Departements wie auch der wirtschaftlichen Angelegenheiten war. Von der Schönhausener Linie trennte sich in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts ein westfälischer Ast, dem der württembergische General Friedrich Wilhelm Graf von B. s. (1) entstammt. Die Mitglieder der Schönhausener Hauptlinie sah noch König Friedrich Wilhelm I. neben den Schulenburg, Knesebeck und Alvensleben als die „vornehmsten und schlimmsten“ Vertreter der gegen seine Souveränitätsbestrebungen gerichteten ständischen Opposition an. Theodor (1790–1873) auf Karlsburg, ein direkter Vetter des späteren Reichskanzlers, begründete 1817 durch seine Heirat mit der Gräfin Karoline von Bohlen den gräflichen Zweig B.-Bohlen dieser Schönhausener Hauptlinie. Er spielte in der ständischen Selbstverwaltung Pommerns eine Rolle und galt bis zu seinem Tode in seinem Kreise nach Herkunft und Lebenslauf als Haupt der Konservativen. Sein Sohn war Friedrich Graf von B.-Bohlen (s. 5).

  • Literatur

    Georg Schmidt, Das Geschlecht B., = Gesch. d. Fürsten B. in Einzeldarst., hrsg. v. J. Penzler, Bd. 1, 1908;
    E. Marcks, B., Eine Biogr., 211950;zu Nikolaus, Leuin Frdr., Aug. Wilh. u. Theodor:
    ADB III.

  • Autor/in

    Heinz Kraft
  • Familienmitglieder

  • Empfohlene Zitierweise

    Kraft, Heinz, "Bismarck, von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 266 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118820672.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA