Lebensdaten
1531 bis 1598
Geburtsort
Augsburg
Sterbeort
Augsburg
Beruf/Funktion
Kaufherr ; Mäzen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 11870351X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fugger, Hans Graf
  • Fugger, Johannes Graf
  • Fugger, Hans Graf
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Zitierweise

Fugger, Johannes Graf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11870351X.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Anton s. (2);
    B Markus s. (6);
    München 27.5.1560 Elisabeth (1539–82), T d. Sebastian Notthafft v. Weißenstein u. d. Felicitas Paumgartner v. Stubenberg;
    3 S, 2 T, u. a. Marcus (1564–1614), auf Kirchheim, kaiserl. Rat, Reichskammerger.-präs. in Speyer, Jakob s. (3), Maria Jacobäa ( Octavianus Secundus Fugger, s. 8);
    E Ottheinrich s. (7);
    Ur-E Joh. Eusebius (1617–72), auf Kirchheim, Reichskammerger.präs. in Speyer.

  • Leben

    F. beteiligte sich nach anfänglicher kaufmännischer Arbeit zu Antwerpen seit Antons Tod nur wenig an den Geschäften der Firma, und als ihm 1591 ihre Leitung von Markus übertragen wurde, war er dazu wegen Krankheit nicht mehr in der Lage. Er verwaltete sein durch Erbteilung erworbenes Vermögen sorgfältig und rundete seinen Grundbesitz ab, sein Interesse galt aber der Kunst und Wissenschaft, wie seine ausgedehnte Korrespondenz und seine Antiken- und Bildersammlung zeigen. Er ließ das Fugger-Haus in Augsburg wesentlich verschönern und erweitern, die Schlösser Kirchheim und Stettenfels von Grund auf neu bauen. Dazu zog er die Maler Friedrich Sustris und Antonio Ponzano wie den Kunstschreiner und Baumeister Wendel Dietrich (Cedernsaal in Kirchheim), den Baumeister Jakob Eschay ( 1606) und die Bildhauer Hubert Gerhard und Alexander Colin heran. Mit Hilfe der Handelsvertretungen seines Hauses ließ er Kunstgegenstände aller Art (Gemälde, Möbel, Leuchter, Geschirr und so weiter) zur Einrichtung dieser Bauten mit viel Geschick und glücklicher Hand einkaufen, so daß sich alles zu einem harmonischen Ganzen vereinte. F. darf wohl als der größte Mäzen nichtfürstlichen Geschlechts seiner Zeit gelten. Er selbst wohnte wie ein Fürst in der reichen Zimmerflucht seines Schlosses Kirchheim. Er setzte sich nach anfänglichen astrologischen und nekromantischen Passionen später aus Überzeugung für die Belange der katholischen Kirche ein (Errichtung des Jesuitenkollegs in Augsburg, Zusammenarbeit mit Peter Canisius).

  • Literatur

    G. Lill, H. F. u. d. Kunst (1531–98), 1908 (L, P). – Zu J. Eschay: ThB.

  • Portraits

    Grabmal v. A. Colin u. H. Gerhard (jetzt Augsburg, St. Ulrich), Abb. b. Lill, s. L.

  • Autor/in

    Hans Jürgen Rieckenberg
  • Empfohlene Zitierweise

    Rieckenberg, Hans Jürgen, "Fugger, Johannes Graf" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 721 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11870351X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA