Lebensdaten
1768 bis 1826
Geburtsort
Danzig
Sterbeort
Weimar
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; Pädagoge ; Philanthrop
Konfession
reformiert,lutherisch
Normdaten
GND: 118685899 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Falk, Johannes Daniel
  • Johannes von der Ostsee (Pseudonym)
  • Ostsee, Johannes von der (Pseudonym)
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Zitierweise

Falk, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118685899.html [18.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Daniel (1737–1808), Perückenmacher, Armenvorsteher der ref. Gem. in Danzig, S des Arbeitsmanns Anton Jeremias; Ururgroßvater väterlicherseits Jeremias s. (1);
    M Constantia (1742–1813), T des Michel Chaillou, aus Genf, Perückenmacher in Danzig; Urgroßvater mütterlicherseits Jean Chaillou ( 1723), preußischer Kapellmeister in Berlin;
    Hall/Saalee 1797 Karoline (1778-1841), T des Accise-Obereinnehmers Karl Aug. Rosenfeld;
    5 S, 5 T.

  • Leben

    F. wuchs in einem streng reformierten Elternhaus auf. Schon mit 10 Jahren nahm ihn der Vater aus der Schule, um ihn in seiner Werkstatt als Helfer zu verwenden. Erst 1785 konnte er seine Ausbildung an der Sankt Petrischule, danach am Klostergymnasium Grau-München fortsetzen. Als Stipendiat des Danziger Rats bezog er 1791 die Universität Halle, um Theologie zu studieren, wandte sich aber bald der antiken und neueren Literatur zu. Seine schriftstellerische Begabung entfaltete sich vornehmlich auf dem Feld der Satire. Neben schneller Anerkennung, namentlich|von seiten Wielands, brachte sie ihm auch mancherlei persönliche Mißhelligkeiten, die zu nicht unerheblichem Teil in seinem Charakter begründet waren und schließlich seinen Weggang von Halle notwendig machten. Schon 1792 hatte er Schiller in Jena und Goethe in Weimar besucht, 1797 siedelte er ganz nach Weimar über. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein reger Umgang mit Goethe, der zwar häufig durch sachliche und persönliche Konflikte gestört wurde, ohne daß es jedoch irgendwann zu einem dauernden Bruch gekommen wäre. F. nahm großen Anteil an Goethes naturwissenschaftlichen Forschungen, insbesondere an der Farbenlehre. Die Aufzeichnungen seiner Gespräche mit Goethe, seit Riemer lange Zeit hindurch als unzuverlässig angesehen, haben durch neuere Untersuchungen in hohem Maße ihre Glaubwürdigkeit erwiesen. Seine bedeutendste poetische Leistung wurde das dramatische Gedicht „Prometheus“ (1803). Er führte auch weiterhin literarische Fehden, die sich jetzt gegen die Romantiker und gegen Kotzebue richteten. Von Goethe zur Mitarbeit an der Jenaischen Allgemeinen Literaturzeitung herangezogen, zeigte er ein scharfes kritisches Urteilsvermögen. Die entscheidende Wende seines Lebens kündete sich 1806 an, als er nach der Schlacht bei Jena zunächst in Weimar durch persönlichen Einsatz und als Dolmetscher des Stadtkommandanten der Bevölkerung Hilfe leistete und danach als Sekretär des Intendanturgenerals Villain in Naumburg eine erfolgreiche vermittelnde Tätigkeit gegenüber den französischen Requisitionsansprüchen ausübte. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er 1807 zum weimarischen Legationsrat ernannt. Das neue Kriegsjahr 1813 brachte ihm dann die volle Erkenntnis, daß er dazu berufen sei, sich fortan ganz der Rettung verwaister und verwahrloster Kinder zu widmen. Persönliches Leid durch den Tod von vier eigenen Kindern im gleichen Jahr, Träume, Vorgesichte und Visionen, die ihm widerfuhren, verstand er als Aufforderungen zur Erfüllung dieser Berufung. Er gründete die „Gesellschaft der Freunde in der Not“ und eine „Sonntagsschule“, durch die er seine Gedanken christlich-werktätiger Erziehung auf der Grundlage des Familienprinzips zu verwirklichen suchte. In späteren Jahren erbaute er mit seinen Zöglingen den „Lutherhof“ in Weimar, aus dem nach seinem Tode das „Falksche Institut“ hervorging. Durch sein aufopferndes Bemühen wurde F. zum Wegbereiter der Inneren Mission. Wichern hat in ihm sein Vorbild gesehen.

  • Werke

    Die hl. Gräber zu Kom u. Die Gebete, 2 satir. Gedichte, Leipzig 1796; Der Mensch u. Die Helden, 2 satir. Gedichte, ebd. 1798;
    Taschenbuch f. Freunde des Scherzes u. d. Satyre, ebd. 1797-1800;
    Denkwürdigkeiten d. Berliner Charité auf d. J. 1797, Weimar 1799;
    Satiren, neue Aufl., 3 Bde., 1800;
    Kleine Abhh. die Poesie u. Kunst betr., 1803;
    Prometheus, Dramat. Gedicht, 1803;
    Amphitryon, Lustspiel, 1804;
    Leben, wunderbare Reisen u. Irrfahrten d. Joh. v. d. Ostsee, 1805;
    Elysium u. Tartarus, e. Zs. f. 1806;
    Erstes Sendschreiben üb. d. Goethesche Farbenlehre, in: Morgenbl. f. gebildete Stände, 1810, Nr. 226 u. 227;
    Kriegsbüchlein, od.: Darst. d. Kriegsdrangsale im Weimar. Lande in d. J. 1806-13, 1815, Neudruck, hrsg. v. R. Eckart, 1910;
    Auserlesene Werke, hrsg. v. A. Wagner, 3 T., 1819 (1: Liebesbüchlein, 2: Osterbüchlein, 3: Narrenbüchlein);
    Volksspiegel zu Lehr u. Besserung, 1826;
    Der allg. christl. Glaube, 1827;
    Dr. Martin Luther u. d. Ref., in Volksliedern, 1830;
    Goethe aus näherm persönl. Umgange dargest., 1832, 31856;
    Geh. Tagebuch od. Mein Leben vor Gott, 1. T., 1818-20, 2. T., 1821-22, hrsg. v. S. Schultze 1898/1900;
    Erziehungsschrr., hrsg. v. R. Eckart, 1913;
    Dichtungen f. d. Volk u. f. d. Jugend, ausgew. v. dems., 2 T., 1915-17; Die Helden, neuhrsg. v. dems., 1917.

  • Literatur

    ADB VI;
    J. H. Wichern, J. F. u. sein Inst. in Weimar, 1833, in: Ges. Schrr. VI, 1908, S. 1 ff.;
    H. Doering, Das Leben d. J. F., 1854;
    Rosalie Falk (T), J. F., Erinnerungsbll. aus Briefen u. Tagebüchern ges., 1868;
    F. Oldenburg, J. F., 1892;
    J. Köhler, Der Charakter d. J. F. u. d. Bedeutung s. Wirkens f. d. Gesch. d. Inneren Mission, in: Theol. Stud. u. Kritiken 73, I, 1900, S. 212-28;
    G. Schnaubert, Das Lebenswerk v. J. F., 1912;
    E. Witte, F. u. Goethe, Diss. Rostock 1912;
    O. Eberhard, Die Kräfte d. Lebenserziehung in F.s u. Wicherns Päd., 1922;
    T. Reis, J. F. als Erzieher verwahrloster Jugend, Diss. Frankfurt 1931;
    A. Leitzmann, Goethes Gespräche mit F., Unterss. u. Anregungen, in: ZDPZs. f. dt. Philol. 57, 1932, S. 332-66;
    W. Stolzenbach, Ein Mann trat in d. Riß, Wandlung u. Werk d. J. F. in Weimar, 1939;
    W. Teufel, Johs. v. d. Ostsee, Das Leben F.s, 1949;
    E. Schering, Die innere Schaukraft, Träume, Erscheinungen d. Zweiten Gesichts u. Visionen des J. F., 1953;
    H. Koch, Zu F.s erstem Besuch b. Goethe, in: Goethe, NF d. Jb. d. Goethe-Ges. 20, 1958, S. 288-90;
    Goedeke IV, 2-4, V, VII;
    Goethe-Hdb., hrsg. v. J. Zeitler, I, 1916, S. 527 f.;
    Lex. d. Päd., hrsg. v. E. M. Roloff, I, 1921, S. 1227-31, Neuausg., I, 1952, S. 1138 f. – Zur Genealogie: O. Leistikow, J. D. F., s. Ahnen u. Nachkommen, in: Fam. u. Volk 1, 1952, S. 193-99.

  • Portraits

    Büste v. F. Tieck, um 1803 (Weimar, Goethe-Nat.mus.);
    Gem. v. H. Westermayr, 1805 (Weimar, Landesbibl.), Abb. in: Goethe u. s. Welt, hrsg. v. H. Wahl u. A. Kippenberg, 1932;
    Büste v. K. Hetteler, 1826 (Weimar, Stadtmus.).

  • Autor/in

    Adalbert Elschenbroich
  • Empfohlene Zitierweise

    Elschenbroich, Adalbert, "Falk, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 749-750 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118685899.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Falk: Johannes Daniel F., Schriftsteller und Philanthropist, wurde am 28. Octbr. 1768 zu Danzig geboren, wo sein Vater, ein armer Perrückenmacher, ihn durchaus für denselben Stand erziehen wollte. Des Knaben Eifer aber und Wißbegierde, welche ihn sogar antrieben, seinen Eltern zu entlaufen, um sich den ihm verhaßten Beschäftigungen zu entziehen, trugen endlich den Sieg davon und es gelang ihm, 16 Jahre alt, mit Bewilligung seiner Verwandten und besonders seines Großvaters mütterlicher Seite, der von Geburt ein Franzose war, und von anderen Wohlgesinnten unterstützt, das akademische Gymnasium seiner Vaterstadt zu besuchen, wo er sich während der sechs Jahre, die er dort verweilte, durch Fleiß, Eifer und hohe Sittlichkeit auf das ehrenvollste auszeichnete. Denn wiewol er bei seinem Eintritte ins Gymnasium auch nicht die Elemente der lateinischen und griechischen Sprache verstand, so brachte er es dennoch durch seinen beharrlichen Fleiß in wenigen Jahren so weit, daß er die besten Schriftsteller in beiden Sprachen lesen konnte. Die äußerlichen Hindernisse, die er auch auf dem Gymnasium zu überwinden hatte, waren gleichwol nicht gering. Er hatte von Haus aus nicht einmal so viele Unterstützung, daß er sich die nöthigen Bücher anschaffen konnte, und sah sich daher gezwungen, um diesen und anderen Bedürfnissen abzuhelfen, täglich 5—7 Stunden nebenher Unterricht zu ertheilen und kleine Kinder buchstabiren und lesen zu lehren. So ging der Tag für seinen Privatfleiß verloren und er mußte die Nächte zu Hülfe nehmen, um die Classiker zu lesen. Wandelte dann den Jüngling der Schlaf an, so brauchte er künstliche Mittel, um ihn zu vertreiben, und setzte z. B. die Füße in kaltes Wasser, bis ihn heftigste Congestionen nach dem Kopfe und Blutauswurf belehrten, wie gefahrvoll dieses Mittel für ihn sei. In seinem 22. Jahre bezog er hierauf die Universität Halle, wo er in dem philologischen Seminar, das unter Fr. August Wolf's Aufsicht stand, seine Lieblingsstudien der alten und besonders der neueren schönen Litteratur fortsetzte. Auch erwarb er sich hier die Gunst oder die Freundschaft mancher der angesehensten Professoren, z. B. seines Landsmannes Reinhold Forster's, J. A. Eberhard's, E. F. Klein's u. A., suchte sich aber durch den Umgang mit diesen Männern mehr als durch ihre Vorlesungen zu belehren. Auch schlug er, um blos von sich selbst abhängig und frei zu sein, einige ihm angetragene Versorgungen aus. Durch einige gelungene satirische Gedichte war besonders Wieland auf den jungen vielversprechenden Mann aufmerksam geworden und hatte wiederholt mit großem Lobe über ihn geurtheilt. F. bildete sich nun mit Vorliebe zum Satiriker aus und ließ sich, da ihm Halle nicht mehr zusagte, 1798 als Privatgelehrter in Weimar nieder, mit litterarischen Arbeiten beschäftigt. Nach der Schlacht von Jena eröffnete sich ihm hier jedoch eine neue Laufbahn; durch Wieland empfohlen, erhielt er eine Anstellung bei der französischen Behörde und stiftete durch seine Vermittlung zwischen dieser und seinen|Mitbürgern großen Nutzen. In Anerkennung seiner derartigen Verdienste ernannte ihn der Großherzog von Weimar bald nachher zum Legationsrath und setzte ihm einen Jahrgehalt aus. Er beschäftigte sich nun wieder mit schönwissenschaftlichen Leistungen, ward jedoch 1813 von neuem in die Unruhen des Kriegs gezogen und erwies sich äußerst hülfreich und thätig, obwol ihn selbst zu jener Zeit einer der härtesten Schläge traf; er verlor nämlich zu gleicher Zeit vier Kinder an dem damals herrschenden Fieber. Dieses schwere Unglück gab jedoch seinem Streben eine neue, segensvolle Richtung; er faßte den Gedanken auf, sich der durch den Krieg verwaisten und verwilderten Kinder im Weimarischen anzunehmen und gründete, im Verein mit dem Oberconsistorialrath Horn in Weimar, die Gesellschaft der „Freunde in der Noth“, deren vorzüglichster Zweck war, ihre Schützlinge zu tüchtigen, nützlichen Bürgern zu erziehen. F. nahm sich hier auf andere Art der verlassenen Jugend an, als Fellenberg (s. d.), denn er glaubte, es sei zu viel verlangt, schwer zu erreichen, es sei unchristlich und bringe die Kinder um ihre frohe Ingend, wenn sie so viel erarbeiten sollten, als ihre Erziehung koste. Er suchte sie deshalb bei rechtlichen Leuten unterzubringen, die Mädchen im Dienste von Herrschaften, die Knaben als Lehrburschen bei Meistern (bei Falk's Tode hatte die Anstalt in 16 Jahren 293 Gesellen entlassen). Das Gedeihen derselben erfüllte F. mit großer Freude, um so mehr, als er ihr nicht geringe persönliche Opfer brachte, und es gelang ihm, einen von den Zöglingen selbst ausgeführten Bau eines Bet- und Schulhauses so weit gefördert zu sehen, daß dieser bei dem Jubelfeste des Großherzogs Karl August am 3. Septbr. 1825 der Vollendung nahe war. Die Anstalt wurde 1829 in eine öffentliche Erziehungsanstalt für verwahrloste Kinder verwandelt und führt noch heute den Namen „Falk'sches Institut“. Aber die Gesundheit des Gründers war durch die vielen Anstrengungen untergraben, eine schmerzliche, auszehrende Krankheit warf ihn im September 1825 auf das Lager und machte seinem Leben am 14. Febr. 1826 ein Ende. Von seinen Schriften sind zu nennen: „Helden“, 1796, worin er das Verderben schildert, welches der Krieg über die Menschheit bringt; „Die heiligen Gräber zu Rom", 1796, suchen die Wege der Vorsehung zu rechtfertigen; in den „Gebeten“, 1796, behandelt er die Thorheit, Kurzsichtigkeit und den Widerspruch der menschlichen Wünsche; „Taschenbuch für Freunde des Scherzes und der Satire“, Leipzig 1796—1800; „Prometheus“, 1803; „Amphitryon“, Lustspiel in 3 Aufzügen, 1804; „Leben, wunderbare Reisen und Irrfahrten des Johannes von der Ostsee“ (F.), 1805. „Satirische Werke", 1817. „Auserlesene Werke alt und neu“, 1819. Seine nicht sehr zuverlässigen Aufzeichnungen über Goethe, „Goethe aus näherem persönlichen Umgange dargestellt“, erschienen, wie F. es gewünscht hatte, erst nach Goethe's Tode 1832 (3. Aufl. 1856).

    F. erregte, wie bereits bemerkt, bei seinem ersten Auftreten als Schriftsteller große Hoffnungen. Das Feld der eigentlichen Satire war nie mit rechtem Erfolge, wenn wir von der älteren Zeit absehen, in Deutschland angebaut worden, und man glaubte daher seinen ersten Leistungen zufolge in ihm mit der Zeit einen ausgezeichneten deutschen Satiriker begrüßen zu können. Wieland hatte ihm durch seine empfehlenden Beurtheilungen die Bahn gebrochen und geebnet; Wieland's Stimme galt damals Großes und die deutschen Kritiker bestrebten sich um die Wette, den jungen Dichter zu loben und zu ermuntern, dem einmal vorgesteckten Ziele rüstig entgegen zu schreiten. Allerdings besaß F. in hohem Grade viele, einem Satiriker nothwendige Eigenschaften: eine feine Beobachtungsgabe, richtiges Gefühl für das Schickliche, schnelle Auffassung des Lächerlichen und den Muth, dasselbe der Oeffentlichkeit preiszugeben, Witz und Laune, eine gebildete kräftige Sprache, reiche Belesenheit und eine tiefe Ehrfurcht vor|dem Wahren und Guten, aber er vergriff es darin, daß er von der Satire Profession machen wollte. Seine Ideen wurden bald erschöpft. F. gerieth vom rechten Wege ab, ward trivial und persönlich, wiederholte sich und vergriff sich in der Wahl seiner Stoffe. Das Ansehen, in welchem er bei der Nation als Satiriker gestanden hatte, sank eben so schnell als dasselbe früher schnell gestiegen war. „Als er (Menzel, Deutsche Litteratur IV. S. 245) seinen verfehlten und wahren Beruf erkannte, die satirische Feder für immer wegwarf und sein Erziehungsinstitut gründete, da gab er ein seltenes Beispiel der Entsagung und des wahren Muthes. Jede Eitelkeit des Schriftstellers von sich abstreifend, kehrte er aus der Scheinwelt in die wirkliche, von der öden Phantasterei zur Natur zurück und widmete sich mit persönlicher Aufopferung einem schweren und strengen Berufe. Die Lächerlichkeiten der Vornehmen sich selbst überlassend, ging er fortan nur darauf aus, das Elend und die Laster der Geringsten im Volke zu mildern und im Keime zu ersticken, und noch nie hat ein Satiriker von den Dornen so edle Trauben gelesen.“

    • Literatur

      H. Döring, Lebensumrisse Falk's, Quedlinb. 1840. Erinnerungsblatt an Falk, Weimar 1868. Vetterlein, Handb. d. poet. Litt. S. 289—298. Goedeke, Gr. II. S. 1146. W. Menzel, Deutsche Litteratur IV. S. 244—246.

  • Autor/in

    J. Franck.
  • Empfohlene Zitierweise

    Franck, Jakob, "Falk, Johannes" in: Allgemeine Deutsche Biographie 6 (1877), S. 549-551 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118685899.html#adbcontent

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