Lebensdaten
1890 bis 1945
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Diplomat
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118656546 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bernstorff, Albrecht Graf von

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Bernstorff, Albrecht Graf von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118656546.html [14.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Andreas (1844–1907), Wirklicher Geheimer Rat im preußischen Kultusministerium, S des Albrecht s. (1);
    M Augusta (1860–1919), T des Züricher Staatsrats Jakob Heinrich von Hottinger und der Louise Henriette Gräfin von Waldersee.

  • Leben

    B. besuchte als Rhodes-Stipendiat die Universität Oxford und 1912-14 die Universität Kiel, trat 1914 in das Auswärtige Amt ein und ging 1916 als Legationssekretär nach Wien. 1920-22 war er dem Reichskommissar für die besetzten Gebiete in Koblenz zugeteilt, 1922 wurde er Mitglied der deutschen Botschaft in London, der er, inzwischen zum Botschaftsrat befördert, bis 1933 angehörte. In London erwarb er sich so große Verdienste um die Wiederherstellung der deutsch-englischen Beziehungen, daß der damalige englische Premierminister ihn bei seiner Abberufung durch eine besondere Veranstaltung in der Downing Street ehrte. Zu dem nationalsozialistischen Regime stand der liberal gesinnte B. in unversöhnlichem Gegensatz, so daß er seine weitere Verwendung im diplomatischen Dienst ablehnte und in Berlin in das Bankhaus A. E. Wassermann eintrat. Dort hat er zahlreichen jüdischen Bürgern mit Rat und Tat beigestanden. Zum erstenmal im Mai 1940 verhaftet, war er bis Oktober 1940 im Konzentrationslager Dachau. Im Juli 1943 wurde er erneut verhaftet, kam zunächst nach Ravensbrück und später in das Berliner Gefängnis in der Lehrter Straße. Dort wurde er in der Nacht vom 24. auf den 25. April 1945 von der Gestapo abgeholt und ermordet.

  • Literatur

    H. Rothfels, Die dt. Opposition gegen Hitler, 1949, S. 101;
    Gfn. Reventlow, A. B. z. Gedächtnis, 1952.

  • Portraits

    Ölgem. v. Victor Hammer (im Besitz d. Familie Gfn. L. v. B., Vevey/Schweiz).

  • Autor/in

    Kurt von Stutterheim
  • Empfohlene Zitierweise

    Stutterheim, Kurt von, "Bernstorff, Albrecht Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 137 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118656546.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA