Lebensdaten
1756 – 1817
Geburtsort
Einödhof Vielreich bei Haselbach (Niederbayern)
Sterbeort
Ingolstadt
Beruf/Funktion
Benediktiner ; Schriftsteller ; Abt ; Hochschullehrer ; Lehrer ; Kirchenhistoriker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118646044 | OGND | VIAF: 40171866
Namensvarianten
  • Aschenbrenner, Franz Josef (eigentlich)
  • Aschenbrenner, Beda
  • Aschenbrenner, Franz Josef (eigentlich)
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Orte

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Zitierweise

Aschenbrenner, Beda, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118646044.html [02.12.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Wolfgang Aschenbrenner ( 1812), Bauer und Hopfenhändler in Vielreich;
    M Maria Eva ( 1808), T des Bauers und Hopfenhändlers Johann Georg Kienberger ( 1759) in Vielreich und der Anna Paintner ( 1749);
    Gvv Wolfgang Aschenbrenner, Bauer und Fischhändler in Engelshütte.

  • Biographie

    A. trat nach dem Studium 1774 in Oberaltaich (Niederbayern) in den Benediktinerorden ein und entfaltete an den Gymnasien Neuburg/Donau und Straubing eine umfangreiche Lehrtätigkeit. 1786 ins Kloster zurückgekehrt, las er daselbst über Kirchenrecht und Kirchengeschichte. Seine Ingolstädter Professur (1789–96) wurde durch seine trotz Widerspruchs in deutscher Sprache durchgeführten Vorlesungen und auch durch die in den denselben vorgebrachten Toleranzideen bekannt. Von 1796 bis zur Säkularisation 1803 war A. Abt des Klosters Oberaltaich. Er war in seiner Lehrtätigkeit und in seinen Veröffentlichungen ein überzeugter Förderer der gemäßigten und offenbarungsgläubigen kirchlichen Aufklärung. Seine wissenschaftlichen Arbeiten galten in Sonderheit dem Staatskirchenrecht. Als bayerischer Anhänger des monarchischen Absolutismus in der Kirchenpolitik war er jedoch kein Verfechter der Emser Punktation.

  • Werke

    Aufklärungsalmanach f. Aebte u. Vorsteher kath. Klöster, Nürnberg 1784;
    Meine Gedanken üb. d. gründl. Entwicklung d. Dispens- u. Nuntiaturstreitigkeiten, Mannheim 1789;

    Literar. Nachlaß in d. Staatsbibl. München (Cgm Aschenbrenneriana 1-7);
    s. a. F. K. Felder, Gelehrten- u. Schriftstellerlex. d. kath. Geistlichkeit I, 1817, S. 11-15.

  • Literatur

    A. Lindner, Schriftsteller u. d. um Wiss. u. Kunst verdienten Mitgll. d. Benediktinerordens I, 1880, S. 127; K.
    Stadelbauer, Die letzten Aebte v. Oberaltaich, 1882;
    Goedeke V, 1893, S. 362;
    S. Höpfl, in: Bayerwald, 1924, H. 4/5, S. 27 f.;
    K. Habenschaden, Der Münchner Nuntiaturstreit in d. Publizistik, 1933;
    A. Hofmann, B. A., letzter Abt v. Oberaltaich, Leben u. Werk, Diss. München 1951 (ungedr.);
    LThK.

  • Porträts

    in: Ch. W. Bock u. J. Ph. Moser, Slg. v. Bildnissen gelehrter Männer u. Künstler, H. 25, 1802.

  • Autor/in

    Anton Hofmann
  • Zitierweise

    Hofmann, Anton, "Aschenbrenner, Beda" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 410 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118646044.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA