Lebensdaten
1816 bis 1864
Geburtsort
Hof Oberste Höhe bei Neuhonrath (Siegkreis)
Sterbeort
Aachen
Beruf/Funktion
Gründer einer katholischen Genossenschaft
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118552279 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Höver, Johannes Philipp
  • Höver, Johannes
  • Höver, Philipp
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Zitierweise

Höver, Philipp, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118552279.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus Bauernfam. d. Bergischen Landes;
    V Jakob (1788–1861), Bauer, S d. Heinrich u. d. Elisabeth Rippert;
    M Anna Elisabeth (1788–1861), T d. Wilhelm Schwamborn u. d. Anna Barbara Burger;
    Birk 1841 Anna Maria Kath. (1814–46), T d. Gerichtsvollziehers Heinrich Zimmermann u. d. Anna Kath. Weber;
    2 S.

  • Leben

    Nach dem Schulbesuch in seiner Heimatgemeinde war H. zunächst als Hauslehrer bei einem Landwirt zu Zissendorf im Siegtal tätig, besuchte dann 1835-37 das Lehrerseminar in Brühl und fand die erste Anstellung als Lehrer zu Breidt, Gemeinde Birk im Siegkreis; von dort ließ er sich 1843 an die Freischule Sankt Peter zu Aachen versetzen. Hier faßte er, angesichts mancher sozialer Notstände in seinem Schul- und Wohnbezirk, schon bald den Entschluß, eine religiöse Genossenschaft zur Erziehung verwahrloster männlicher Jugend, für nächtliche Krankenpflege bei armen Leuten und den Dienst an gestrauchelten Menschen in Gefängnissen und Besserungsanstalten zu gründen. So begann „Vater Johannes“ Ende 1857 mit 3 Gesinnungsgenossen sein soziales Hilfswerk der „Franziskaner-Brüder“. Doch sollte er dessen bischöfliche Genehmigung (1872) nicht mehr selbst erleben. Sein Lebenswerk der „Genossenschaft der Brüder vom heiligen Franziskus Seraphikus“, dem erst 1910 auch die päpstliche Approbation zuteil wurde, besteht weiter in zur Zeit 16 Erziehungshäusern, mit Waisen- und Lehrlingsanstalten und Obdachlosenasylen in 4 Provinzen, der deutschen (mit 3 Niederlassungen), der belgisch-holländischen (3), der von Nordamerika (5) und Brasilien (5). Ihr Generalat zu Aachen mußte während des Kulturkampfes 1877 über die Grenze, nach Bleyerheide in Niederländisch Limburg (bis 1932), verlegt werden.

  • Werke

    Autobiogr. (ungedr.;
    Aachen, Archiv im Höverhaus).

  • Literatur

    H. Schiffers, J. H., 1930 (L, Qu.);
    F. Baeumker, in: Heilige u. heiligmäßige Christen, 1950;
    H. Hümmeler, J. P. H., Bruder d. Armen (1964);
    LThK (unter Bleyerheide).

  • Autor/in

    Walter Kaemmerer
  • Empfohlene Zitierweise

    Kaemmerer, Walter, "Höver, Philipp" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 374 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118552279.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA