Lebensdaten
1787 bis 1863
Geburtsort
Hochburg (Innviertel)
Sterbeort
Hallein
Beruf/Funktion
Kirchenmusiker ; Organist ; Komponist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 11854277X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gruber, Franz Xaver
  • Gruber, Franz
  • Gruber, Franz Xaver

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Zitierweise

Gruber, Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11854277X.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Josef, Leineweber auf d. Steinpoint;
    M Anna Danner;
    1) Arnsdorf 1807 Elisabeth (1774–1825), T d. Söldners Joh. Fischinger in Arnsdorf u. d. Theresia Vetz, 2) 1826 Maria (1807–41), T d. Söldners Bartholomäus Breitfuß in Arnsdorf u. d. Maria Fenninger, 3) 1842 Katharina (1787–1873), T d. Bauern Joh. Rieser u. d. Maria Brandtner;
    2 T aus 1) (früh †), 4 S, 5 T aus 2), u. a. Franz Xaver (1826–71), Lehrer u. Chormeister, Felix (1840–84), Lehrer u. Chorregent in Hallein;
    E Franz Xaver ( 1926), Domkapellmeister in Salzburg.

  • Leben

    G. war Volksschullehrer, widmete sich aber von Anbeginn seiner Dienstzeit auch der katholischen Kirchenmusikpflege und betätigte sich als Organist, Chordirigent und Komponist kirchlicher Gebrauchsmusik. 1818 komponierte er als Lehrer in Arnsdorf auf den Text des Hilfspriesters Josef Mohr (1792–1848) für die Christmette in der Kirche zu Oberndorf/Salzach das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“. 1830 kam er nach Berndorf, 1835 als Lehrer und Chorregent nach Hallein, wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war. Seine zahlreichen kirchlichen Instrumental- und Chor-Kompositionen sind heute vergessen. – Das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ (ursprünglich komponiert für zwei Stimmen, Chor und Gitarre) gehört gattungsmäßig zu den in der Zeit nach der Aufklärung neben den eigentlichen Kirchenliedern immer stärker in den Vordergrund tretenden „geistlichen Volksliedern“, die innige Religiosität des Textes mit eingängiger, volksnaher Melodik verbinden. Es erlangte schon bald nach seiner Entstehung – besonders durch wandernde Tiroler Volksliedsänger – über den Bereich des katholischen Gemeindegesanges hinaus große Verbreitung in beiden christlichen Konfessionen und ist zu einem der beliebtesten Weihnachtslieder geworden (Übersetzungen in zahlreiche Fremdsprachen).

  • Literatur

    ADB 50;
    O. F. Gensichen, in: Über Land u. Meer 87, 1901/02, S. 190 f. (P);
    O. Ursprung, Die kath. Kirchenmusik, 1931, S. 260;
    O. E. Deutsch, F. G.s Stille Nacht, 1937;
    R. Quoika, in: MGG V, Sp. 978 f.;
    Kosch, Lit.-Lex. (Art. „Gruber“ u. „Stille Nacht“). - Zu J. Mohr:
    ADB 52;
    Kosch, Lit.-Lex.

  • Autor/in

    Ernst Waeltner
  • Empfohlene Zitierweise

    Waeltner, Ernst, "Gruber, Franz" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 180 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11854277X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Gruber*)Zu Bd. XLIX, S. 577.: Franz Xaver G., geboren am 25. November 1787 als Sohn eines armen Leinewebers zu Hochburg im Innviertel (Oberösterreich), war von 1807—1829 Dorfschullehrer und Organist zu Arnsdorf (bei Salzburg), wo er am 24. December 1818 das von Joseph Franz Mohr (s. d.) gedichtete Weihnachtslied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ componirte, das er noch in der Christmette um Mitternacht desselben Tages in der Sanct Nicolai-Pfarrkirche zu Oberndorf, an der er gleichfalls den Organistendienst versah, mit dem Kirchenchor zur Aufführung brachte. Durch die Zillerthaler Sänger Geschwister Strasser kam das Lied 1832 nach Norddeutschland und wurde nunmehr bald volksthümlich. Von Arnsdorf wurde G. 1830 nach Berndorf, von dort 1835 als Stadtpfarrchorregent und Organist nach Hallein an der Salzach berufen, wo er am 7. Juni 1863 starb. Er war drei Mal vermählt, aber nur aus seiner zweiten Ehe blüht sein Nachwuchs noch heute fort. Als Componist, namentlich auf dem Gebiet der Kirchenmusik, hat G. große Fruchtbarkeit entfaltet.

    • Literatur

      „Ueber Land und Meer“ vom 22. December 1901.

  • Autor/in

    O. F. Gensichen.
  • Empfohlene Zitierweise

    Gensichen, O. F., "Gruber, Franz" in: Allgemeine Deutsche Biographie 50 (1905), S. 555 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11854277X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA