Lebensdaten
1841 bis 1908
Geburtsort
Menden bei Siegburg
Sterbeort
Berlin-Grunewald
Beruf/Funktion
Verbandsfunktionär ; Ingenieur
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117699330 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Peters, Theodor

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Zitierweise

Peters, Theodor, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117699330.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Ludwig ( 1846), aus Köln, Jurist, Unternehmer;
    M Pauline Müller;
    6 Geschw u. a. Richard (1835–69), Dir. d. Kohlenaufbereitungs- u. Koksofenanlage v. Dupont u. Dreyfus b. St. Johann-Saarbrücken, Mitbegr. u. 1866/67 Vors. d. VDI;
    1870 Marie Fölzer;
    4 K.

  • Leben

    Nach dem Abitur 1860 absolvierte P. ein einjähriges Praktikum als Schlosser und Former auf mehreren Eisenhüttenwerken. Sein Studium am Kgl. Gewerbeinstitut in Berlin (Hütten- u. Maschinenbaufach) brach er nach vier Semestern aus finanziellen Gründen ab. Nach einjähriger Tätigkeit im Ingenieurbüro seines Schwagers Georg Gregor (s. L) in Siegen trat er 1864 in die dortige Maschinenfabrik der Brüder Adolf und Heinrich Oechelhäuser ein und wurde 1869 Teilhaber ohne Kapitalbeteiligung. 1870 begründete er den Siegener Bezirksverein des VDI, dem er 1879-81 vorstand. Seit 1881 war P. hauptberuflich im Gesamtverband des VDI mit Sitz in Berlin tätig, zuerst als Generalsekretär, 1891-1908 als Direktor.

    P. baute den VDI zu einer effizienten Berufsorganisation aus. Die Mitgliederzahlen stiegen von 4000 (1881) auf 22 000 (1908), das Vereinsvermögen wuchs im gleichen Zeitraum von 21 000 auf 1,5 Mio. Reichsmark an. Als verantwortlicher Redakteur machte er das Verbandsorgan „Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure“ zu einer der weltweit größten Technik-Zeitschriften (1908: 26 000 Exemplare). P. arbeitete in verschiedenen Kommissionen an der Normung technischer Geräte (u. a. seit 1907 Vors. d. Dt. Dampfkessel-Normenkommission) und in der Patentgesetzgebung mit. Ferner setzte er sich nachhaltig für die Verbesserung des gesamten technischen Unterrichtswesens und eine generelle Aufwertung der Ingenieursausbildung ein. Gegen starke interne Widerstände vertrat er eine fachwissenschaftliche Ausrichtung des VDI und wandte sich gegen eine Beschäftigung mit wirtschaftlichen und sozialen Fragen. P. verfaßte außerdem eine „Geschichte des VDI“, die 1912 postum veröffentlicht wurde. An der Gründung des Deutschen Museums München (1903) war er als Vertreter des VDI neben Oskar v. Miller, Carl v. Linde und Walther v. Dyck maßgeblich beteiligt (1904 Schriftführer d. Dt. Mus.).|

  • Auszeichnungen

    Kgl. Baurat; Dr.-Ing. E. h. (TH München 1903).

  • Literatur

    M. Krause, Gedächtnisrede z. Feier d. 67. Geb.tages v. Th. P. in d. TH Charlottenburg, o. J.;
    Adolph Slaby u. a., in: Zs. d. VDI 52, 1908, S. 1541-46;
    K.-H. Ludwig (Hg.), Technik, Ingenieure u. Ges., Gesch. d. VDI 1856-1891, 1981 (P).|

  • Quellen

    Qu Archiv d. Dt. Mus. München (Teilnachlaß betr. Redaktionstätigkeit b. d. Zs. d. VDI). – Zu Georg Gregor: Stahl u. Eisen 19, 1899, S. 458 (P).

  • Autor/in

    Wilhelm Füßl
  • Empfohlene Zitierweise

    Füßl, Wilhelm, "Peters, Theodor" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 247 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117699330.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA