Lebensdaten
1846 bis 1916
Geburtsort
Karolinenthal bei Prag
Sterbeort
Graz
Beruf/Funktion
Pathologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 117511110 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eppinger, Hans senior
  • Eppinger, Hans
  • Eppinger, Hans senior

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Weitere Erwähnungen in der NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Eppinger, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117511110.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich (1813–67), Notar u. Stiftskanzleidirektor, Justitiar am Klosterstift Braunau (Böhmen);
    M Aloisia Salomon;
    B Carl (1853–1911), Führer der dt. Liberalen im böhmischen Landtag;
    Anna Marterer (1851–1925);
    3 S, u. a. Hans s. (2).

  • Leben

    E. erfuhr seine Ausbildung in Prag. 1869 erfolgte seine Promotion, 1872 seine Habilitierung für pathologische Anatomie; in der Nachfolge seines Lehrers W. Treitz supplierte er dessen Lehrkanzel, bis im Oktober 1873 E. Klebs berufen wurde, dem er als Assistent weiter zur Verfügung stand. 1875 wurde er außerordentlicher Professor, 1882 erhielt er als Ordinarius eine Berufung nach Graz. 1912 trat er in den Ruhestand. – E. beschäftigte sich vorwiegend mit bakteriologischen Fragen. Bei der Hadernkrankheit konnte er nachweisen, daß es sich um eine Infektion durch Einatmung von Milzbrandsporen handelt, die zum Ausgangspunkt einer Allgemeininfektion werden kann. Er beschrieb als erster das embolisch-mykotische Aneurysma und eine pathogene Cladothrix als Ursache einer Pseudotuberkulose. Sein Interesse an der Genese des Ikterus veranlaßte ihn, seinen Sohn zu dessen epochalen Arbeiten auf dem Gebiete der Leberkrankheiten anzuregen.|

  • Werke

    Btr. z. Lehre v. d. mykot. Bedeutung d. abdominalen Typhus, in: Btr. z. pathol. Anatomie, hrsg. v. E. Klebs, 1880, H. 2; Pathogenesis, Histogenesis u. Ätiologie d. Aneurysmen einschließl. d. Aneurysma equi verminosum, in: Archiv f. klin. Chirurgie, 35. Suppl., 1887;
    Über e. neue pathogene Cladothrix u. e. durch sie hervorgerufene Pseudotuberkulosis (Cladotrichea), in: Wiener klin. Wschr., 1890, Nr. 17, u. Btrr. z. patholog. Anatomie u. allg. Pathol. 9, 1891; Die Hadernkrankheit, 1894.

  • Literatur

    W. Scholz, in: Mitt. d. Ver. d. Ärzte Steiermarks 53, 1916, S. 177-82 (P);
    H. Beitzke, in: Verhh. d. 29. Tagung d. Dt. Patholog. Ges. in Breslau 1936, 1937 (W);
    W. Fischer u. G. B. Gruber, Fünfzig J. Pathol. in Dtld., 1949;
    Pagel;
    Fischer;
    ÖBL. – Zu B Carl: R. Charmatz, in: BJ 16, S. 194-98 (u. Tl. 1911, L).

  • Autor/in

    Marlene Jantsch
  • Empfohlene Zitierweise

    Jantsch, Marlene, "Eppinger, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 551 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117511110.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA