Lebensdaten
1806 bis 1882
Geburtsort
Hettstedt (Unterharz)
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Tierarzt
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117503908 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Haubner, Gottlieb Carl
  • Haubner, C. G.
  • Haubner, G. C.
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Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Haubner, Gottlieb Carl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117503908.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Friedrich, Schneidermeister in H., S d. Perückenmachers Joh. Gottlieb in H.;
    M Joh. Engel Sophie, T d. Tuchmachers Frdr. Spiegel in Aschersleben.

  • Leben

    H. studierte 1826-29 in Berlin Tiermedizin (1830 Approbation), war Kreistierarzt 1831-36 in Ortelsburg und seit 1836 in Greifswald und gleichzeitig Lehrer an der landwirtschaftlichen Akademie Eldena. 1837 wurde er in Jena zum Dr. phil. promoviert. Seit 1842 bekleidete er neben seiner Stellung als Lehrer und seit 1845 als Professor in Eldena das Amt des Departementstierarztes des Regierungsbezirks Stralsund, bis er 1853 als anerkannte veterinärwissenschaftliche Kapazität an die Tierarzneischule nach Dresden berufen wurde. Er übernahm die Klinik der größeren Haustiere und später die Poliklinik. 1879 trat er in den Ruhestand. – H. galt als außerordentlich angesehener und anregender Lehrer. Er verfaßte zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze über Tierkrankheiten im „Magazin für die gesamte Tierheilkunde“ von Gurlt und Hertwig und in den Eldenaer Jahrbüchern. Die Untersuchungen zu seiner bemerkenswerten Abhandlung „Über die Magenverdauung der Wiederkäuer“ (1837) begann er bereits in seiner Studienzeit. Außerdem schrieb er mehrere Hand- und Lehrbücher, von denen „Die Gesundheitspflege der landwirtschaftlichen Haussäugetiere“ (1845, 41881) und die „Landwirtschaftliche Tierheilkunde“, die bis 1944 22 Auflagen erlebte, als klassische Werke der tierärztlichen Literatur angesehen werden. – Nach seiner Übersiedlung nach Dresden erwarb sich H. große Verdienste in der Organisation des Veterinärwesens in Sachsen. Er sorgte 1856 für die Trennung der Tierarzneischule von der Chirurgisch-medizinischen Akademie und die Trennung der Veterinärverwaltung von der Medizinalverwaltung und wurde 1856 selbst als Landestierarzt an die Spitze des Veterinärwesens des Königreichs Sachsen gestellt.|

  • Auszeichnungen

    GMR (1879).

  • Werke

    Weitere W u. a. Hdb. d. ges. Arzneimittellehre, 1838;
    Hdb. d. populären Tierheilkde., 1839, u. d. T. Landwirtschaftl. Tierheilkde., 2-81848-80, fortges. v. O. Siedamgrotzky 9-131884-1902, v. Röder 14-221907-44;
    Hdb. d. Veterinärpolizei, 1869.

  • Literatur

    Archiv f. wiss. u. prakt. Tierheilkde. 8, 1882, S. 376-79;
    V. Stang u. D. Wirth, Tierheilkde. u. Tierzucht V, 1928, S. 163 f.;
    G. W. Schrader u. E. Hering, Biogr.-literar. Lex. d. Tierärzte aller Zeiten u. Länder, 1863, S. 182 f. (P).

  • Autor/in

    Joachim Boessneck
  • Empfohlene Zitierweise

    Boessneck, Joachim, "Haubner, Gottlieb Carl" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 71 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117503908.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA