Lebensdaten
1870 bis 1949
Geburtsort
Düren (Rheinland)
Sterbeort
Rhöndorf bei Bonn
Beruf/Funktion
Hygieniker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 117493848 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hamel, Carl
  • Hamel, C.

Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Hamel, Carl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117493848.html [20.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Robert (1839–96), Zeitungsverleger u. Buchhändler, S d. Buchhändlers Hubert Joseph u. d. Wilhelmine Gottgetreu;
    M Gertrud (1845–1924), T d. Kaminfegermeisters Chrstn. Hubert Schmitz in Jülich u. d. Carol. Franzisca Hubert;
    Münster 1910 Hedwig Kluxen;
    2 K.

  • Leben

    H. studierte Medizin in Straßburg, Heidelberg, Berlin und München (1894 Staatsexamen und Promotion). Anschließend war er als Volontärarzt am Pathologisch-anatomischen Institut der Universität München tätig. Seine Ausbildung vervollkommnete er 1895-98 an den Chirurgischen Abteilungen der Krankenhäuser in Neurahnsdorf, 1898 im Friedrichshain in Berlin, 1898-1901 unter E. Grawitz an der Inneren Abteilung in Charlottenburg und|1901/02 unter C. Gerhardt an der Charité. Auf Empfehlung von Gerhardt wurde H. 1902 als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter ins Reichsgesundheitsamt berufen. 1906 wurde er Regierungsrat und Mitglied des Reichsgesundheitsamtes und 1916 Geheimer Regierungsrat. 1918 wurde er Vortragender Rat im Reichsamt des Innern. Seit der Reorganisation des Reichsministeriums des Innern (1922) leitete H. als Ministerialdirigent die Unterabteilung Volksgesundheitspflege der Abteilung I. 1926 wurde er zum Präsidenten des Reichsgesundheitsamtes ernannt. Am 1.6.1933 trat er noch vor Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand. – Während seiner Tätigkeit bei E. Grawitz entdeckte er das Vorhandensein von basophil gekörnten roten Blutkörperchen im Blutbild bei chronischer Bleivergiftung. In der Organisation der Bekämpfung der Tuberkulose nahm H. einen führenden Platz ein. 1908 veranlaßte er eine Umfrage zur Erfassung der Hauttuberkulose, deren Auswertung die Grundlage zu den Bekämpfungsmaßnahmen legte. Maßgeblich war er in der Volksheilstättenbewegung tätig und gehörte zu den Gründern der Lupusheilstätte Müncheberg. In seiner leitenden Stellung als Medizinalbeamter im Reichsdienst beteiligte er sich aktiv an der Organisation der verschiedensten Zweige des öffentlichen Gesundheitswesens. In zahlreichen Organisationen und Vereinen des Gesundheitswesens führte er den Vorsitz oder gehörte dem Vorstand an. Er war unter anderem Mitglied des Internationalen Gesundheitsamtes in Paris und der Hygiene-Sektion des Völkerbundes sowie Ehrenmitglied der Society of Medical Officers of Health.|

  • Auszeichnungen

    Dr. med. vet. h. c. (Leipzig).

  • Literatur

    M. Taute, in: Dt. Med. Wschr. 56, 1930, S. 1014 f.;
    K. Brandenburg, in: Med. Klinik 25, 1930, S. 951;
    C. F. Funk, in: Dermatolog. Wschr. 121, 1950, S. 276;
    ders., in: Med. Mschr. 4, 1950, S. 153;
    ders., in: Med. Klinik 45, 1950, S. 438;
    ders., in: Zs. f. ärztl. Fortbildung, 1950, S. 226 f.;
    Kayser-Petersen, in: Zs. f. Tuberkulose 95, 1950, S. 307;
    Rhdb. (P);
    Fischer.

  • Portraits

    Phot. (Berlin, Bundesgesundheitsamt).

  • Autor/in

    Manfred Stürzbecher
  • Empfohlene Zitierweise

    Stürzbecher, Manfred, "Hamel, Carl" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 583 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117493848.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA