Dates of Life
1759 bis 1823
Place of birth
Westheim bei Obernzenn (Mittelfranken)
Place of death
Ansbach
Occupation
Uhrmacher ; Konstrukteur von Rechenmaschinen
Religious Denomination
evangelisch
Authority Data
GND: 117321761 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Schuster, Johann Christoph
  • Schuster, Johann C.
  • Schuster, Johann Christian
  • more

Relations

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Citation

Schuster, Johann Christoph, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117321761.html [22.05.2019].

CC0

  • Genealogy

    V Lorentz ( 1785), Bauer in W.;
    M Anna Elisabetha Fröhlich ( 1762);
    1785 Maria Katharina Jacobina (1759–1812), T d. Georg Gottfried Hahn (1705–66), Mag., Pfarrer in Scharnhausen, Onstmettingen u. Ostdorf, u. d. Dorothea Maichel (1733–80);
    3 S (2 früh †), 5 T; Schwager Philipp Matthäus Hahn (1739–90), Pfarrer 1764 in Onstmettingen, 1770 in Kornwestheim, 1780 in Echterdingen, Erfinder (s. NDB VII).

  • Life

    Zu S.s Leben liegen nur wenige Quellen vor. Er scheint keine besondere Schulbildung genossen zu haben, wurde aber von dem Pfarrer Philipp Matthäus Hahn in Kornwestheim zweieinhalb Jahre in der Kunst des Uhren- und Instrumentenbaus unterrichtet. Nach dem Tod seines Vaters übernahm S. den Bauernhof, richtete sich aber auch eine mechanische Werkstatt ein und baute Uhren und Sonnenuhren, ferner Erd- und Himmelsgloben sowie Rechenmaschinen. Wie lange S. den väterlichen Hof führte, ist nicht bekannt. Er lebte zeitweise in Uffenheim und übersiedelte zwischen 1794 und 1797 nach Ansbach, wo er als Meister Mitglied der Uhrmacherzunft wurde und die Erlaubnis erhielt, sich als „Mechanicus und Uhrmacher“ in Ansbach, Uffenheim oder Erlangen niederzulassen. In Ansbach betrieb er eine Werkstatt und blieb dort bis zu seinem Tod. Erhalten sind drei Rechenmaschinen und fünf Uhren von S.s Hand, wobei die Rechenmaschinen von besonderer Bedeutung sind. S. führte nicht nur die kunstvolle Rechenmaschinenproduktion Hahns fort, er entwickelte darüber hinaus einen funktionelleren Einstellmechanismus und perfektionierte die Bauweise. Die Geräte sind sehr solide und präzise gearbeitet, verfügen über einen Staffelwalzenmechanismus, Komplementärzahlendarstellungen für die Subtraktion und Division sowie einen zweistufigen Zehnerübertrag und funktionieren noch heute einwandfrei.

  • Works

    Rechenmaschine „Schuster I“, 12stellig, 1789-92 (Dt. Mus., München);
    Rechenmaschine „Schuster II“, 9stellig, 1805-20 (Dt. Mus., München);
    Rechenmaschine „Schuster III“, 10stellig, 1820-22 (Arithmeum, Bonn);
    Doppelglobusuhr, um 1780/85 (Math.-Physikal. Salon, Dresden);
    Taschenuhr, nach 1783 (Württ. Landesmus., Stuttgart);
    Doppelglobusuhr, 1823 (Privatbes.);
    Taschenuhr, Pendeluhr, o. Dat. (Stadtmus. Ansbach).

  • Literature

    C. Wüstner, Nachr. v. zweien mechan. Kunstgenie's, in: Fränk. Archiv v. Büttner, Keerl u. Fischer, Bd. 1, 1790, S. 310-12;
    J. P. Bischoff, Versuch e. Gesch. d. Rechenmaschine, Ansbach 1804, 1990;
    M. Brecht u. R. F. Paulus, Philipp Matthäus Hahn, Die Echterdinger Tagebücher 1780-1790, 1983;
    U. Zubal, Die Werkstatt Philipp Matthäus Hahn u. d. Aufhebung d. Uhrmacherzunft in Württ., in: Philipp Matthäus Hahn 1739–90, Ausst.kat., 1989, T. 2, S. 391-401;
    E. Anthes, Zur Biogr. v. J. C. S., ungedr. Ms. 2002;
    B. Korte, Die Rechenmaschine v. J. C. S. 1820/22, 2004; |

  • Primary Sources

    Qu StadtA Ansbach.

  • Author

    Ina Prinz
  • Citation

    Prinz, Ina, "Schuster, Johann Christoph" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 769 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117321761.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA