Lebensdaten
1922 bis 1996
Geburtsort
Leipzig
Sterbeort
Freiberg (Sachsen)
Beruf/Funktion
Organist ; Cembalist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117188727 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Otto, Hans

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Zitierweise

Otto, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117188727.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V N. N., Kürschnermstr. in L.;
    M N. N., Sängerin;
    1) Gerda Seibicke (1925–68), 2) 1969 Herma Drischel (* 1944);
    1 S aus 1) Matthias (* 1950), Prof. f. Chemie an d. Bergak. (TU) F., seit 1991 Dir. d. Inst. f. Analyt. Chemie (Friedrich-Wöhler-Preis d. Chem. Ges. d. DDR 1984, Wiss.preis, d. Ministers f. Hoch- u. Fachschulwesen 1989, Fritz-Feigl-Preis d. österr. Ges. f. Analyt. Chemie in d. Ges. Österr. Chemiker), 1 T aus 1) Bettina O.-Paul (* 1949). Pianistin in Dresden, 1 S aus 2) Philipp (* 1973), Schausp. in Dresden.

  • Leben

    O. begann seine musikalische Ausbildung als Mitglied des Thomanerchores Leipzig und studierte nach Rückkehr aus Kriegsdienst und -gefangenschaft an der Hochschule für Musik in Leipzig bei Karl Straube (Orgel), Anton Rohden (Klavier) und Wilhelm Weismann (Komposition). Nach seinem Examen 1948 wirkte er zunächst als Organist und Kantor in Dresden. Als Solist wie auch mit dem Kreuzchor und dem damaligen Kreuzkantor Rudolf Mauersberger (1889–1971), der Dresdner Staatskapelle und der Dresdner Philharmonie entfaltete er eine reiche Konzerttätigkeit. 1949-76 war er Dozent für künstlerisches Orgelspiel an der Dresdner Kirchenmusikschule und nahm maßgeblichen Einfluß auf die Ausbildung des organistischen und kirchenmusikalischen Nachwuchses. Zu seinen Schülern gehörten u. a. Christoph Krummacher und Ulrich Böhme.

    1968 wurde O. zum Domorganisten und Kirchenmusikdirektor in Freiberg berufen. Seine langjährige Tätigkeit als Domkantor in dieser Stadt prägte seinen weiteren künstlerischen Lebensweg, der ihn in besonderer Weise mit dem Orgelbauer Gottfried Silbermann (1683–1753) verband. Seine Einspielungen „Bachs Orgelwerke auf Silbermannorgeln“ in den 70er Jahren machten ihn zu einem weltbekannten Interpreten des Bachschen Werkes. 1984-92 wirkte O. an der Konzerthalle Magdeburg als Organist, Cembalist und Dirigent. Hervorzuheben ist sein Engagement bei der Förderung zeitgenössischer Orgelmusik. Seit 1990 engagierte er sich als Präsident der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e.V. für die Pflege und Förderung der erhaltenen Instrumente dieses bedeutenden Orgelbauers sowie die verstärkte Verankerung der Orgelmusik im künstlerischen Leben Mitteldeutschlands.|

  • Auszeichnungen

    Prof. E. h. (1995).

  • Werke

    Komp.: Die Weihnachtsgesch., f. Chor a capella, ca. 1960;
    Hommage à Silbermann, f. Orgel, 1983;
    Freiberger Bilder, f. Orch., 1983;
    Festmusik f. Orgel u. Trompete (Introitus – Passacaglia – Variationen üb. Gaudeamus igitur), 2. H. 80er Jahre.

  • Literatur

    Ars Organi, 44. Jg., H. 4, 1996, S. 255;
    Freie Presse Freiberg, Mitt.bll. d. Georg-Silbermann-Ges. |

  • Nachlaß

    Nachlaß in Privatbes. u. b. d. Silbermann-Ges., Freiberg.

  • Autor/in

    Magdalena Czolbe
  • Empfohlene Zitierweise

    Czolbe, Magdalena, "Otto, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 706 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117188727.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA