Lebensdaten
1834 bis 1895
Geburtsort
Köln
Sterbeort
Bern
Beruf/Funktion
Diplomat
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 117179795 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Busch, Clemens August
  • Busch, Clemens
  • Busch, Clemens August

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Zitierweise

Busch, Clemens, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117179795.html [23.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Mich. (1802–64), Kapellmeister, S des Ackermanns Jac. Heinr. u. der Elis. Koch in Erxleben;
    M Barbara Philippart (1800–83);
    Berlin 1875 Marg. Bendemann ([1850-1938], 1) 1869 Justus Friedländer [1835–73], Deutscher Konsul in Konstantinopel, Ur-Enkel des David Friedländer [ 1834, s. ADB VII], Schw des preußsichen Generalleutnant Hans Bendemann [1852–1914], u. der Lida [ 1868 Chemiker Adolf v. Baeyer]), T des Geh. Oberbergrats Emil Bendemann (1807–82), (s. NDB II, Genealogie des Eduard Bendemann [1]) u. der Ottilie Proessel (1815–87);
    2 S, 2 T, u. a. Clemens (* 1879), Regierungspräsident, Ernst (* 1887), Generalkonsul, Adoptiv-Kind (aus 1. Ehe von Marg. Bendemann) Felix Busch (1871–1939), Staatssekretär im preußischen Finanzministerium (1917–20), Beate Busch ( Adam Mauritz August v. Eckermann, schwedischer Marineoberdirektor u. Chef des Marine-Ing.-Korps).

  • Leben

    B. studierte Rechts- und Staatswissenschaften sowie orientalische Sprachen in Bonn und Berlin. 1861 wurde er zur Ausbildung im Dragomanatsdienst der preußischen Gesandtschaft in Konstantinopel überwiesen. 1872 zum Legationsrat und Konsul in Sankt Petersburg ernannt, wurde er 1874 als Vortragender Rat in die politische Abteilung des Auswärtigen Amtes berufen, 1877 nochmals der deutschen Gesandtschaft in Konstantinopel zugeteilt. Jedoch schon 1878 wurde er auf Grund seiner reichen Erfahrung im auswärtigen Dienst und vor allem als Spezialist in Orientfragen beim Berliner Kongreß zum wertvollen Mitarbeiter Bismarcks. Nach kurzer Leitung des Generalkonsulats in Budapest (1879) kehrte er 1880 zur Übernahme der Orientabteilung im Auswärtigen Amt nach Berlin zurück und erhielt 1881 den neugeschaffenen Posten des Unterstaatssekretärs im gleichen Ministerium. Kurz darauf beauftragte ihn die Kurie mit einer vertraulichen Mission zur Wiederanknüpfung diplomatischer Beziehungen nach dem Kulturkampf. Obwohl nicht eigentlicher Kolonialexperte, vertrat B. zusammen mit Graf Hatzfeld auf der Kongokonferenz 1884/85 in Berlin den deutschen Standpunkt und die Bismarcksche Vermittlungspolitik, präsidierte in Vertretung des Reichskanzlers der Konferenz und unterschrieb am 26.2.1885 die Schlußakte. Seit 1884 war B. Mitglied des Staatsrats, 1885 wurde er zum Gesandten in Bukarest ernannt, ging 1888 in gleicher Eigenschaft nach Stockholm und 1892 nach Bern.

  • Literatur

    B. Krauss, in: LIZ 77, 1881, S. 93-94 (P);
    Bismarck, Ges.Werke (Friedrichsruher Ausg.), 1924 ff., Bd. 8;
    H. M. Stanley, Der Kongo u. d. Gründung d. Kongostaates II, 21887;
    G. Königk, Die Berliner Kongokonferenz, 1938. - Zu Hans Bendemann: DBJ I (Tl. 1914, L); zu Felix Busch:
    Rhdb. I.

  • Portraits

    Bildnisslg., Staatsbibl. Berlin.

  • Autor/in

    Lotte Knabe
  • Empfohlene Zitierweise

    Knabe, Lotte, "Busch, Clemens" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 59 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117179795.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA