Lebensdaten
1880 bis 1952
Geburtsort
Braunschweig
Sterbeort
Tutzing (Oberbayern)
Beruf/Funktion
Schriftsteller
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 117035068 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Huch, Felix

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Zitierweise

Huch, Felix, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117035068.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V William (1817–88), Notar u. Advokat in B., S d. Heinrich (1788–1858), Kaufm. u. Sprachlehrer aus Celle, u. d. Elisabeth Banks aus Hamburg;
    M Marie (1853–1934), T d. Schriftstellers Frdr. Gerstäcker ( 1872, s. NDB VI) u. d. Anna Sauer;
    B Friedrich (s. 2);
    Vt Rudolf (s. 4); Cousine Ricarda (s. 3);
    - Buenos Aires 1908 Marie-Euphrasie (gen. Liane Goujon, 1885–1924), T d. Julie Barbier;
    2 S (1 ⚔), 1 T.

  • Leben

    H. verbringt seine Jugendjahre in Dresden, studiert Medizin, promoviert zum doctor medicinae und praktiziert als Arzt. Längere Zeit lebt er in Südamerika und beginnt erst mit 45 Jahren sich schriftstellerisch zu betätigen. Die Musik ist ihm von Jugend an vertraut; er ist nicht nur theoretischer Kenner, sondern auch praktizierender Musiker, spielt Violine und pflegt die Kammermusik. Somit ist verständlich, daß er sich mit seinen biographischen Romanen fast ausnahmslos großen Komponisten widmet. Nach dem Erstling „Der junge Beethoven“ (1927) folgt 1931 als 2. Teil „Beethovens Vollendung“. Über die Stellung dieser Biographie zur geschichtlichen Überlieferung schreibt H.|selbst: „Was uns … berichtet wird, ist verhältnismäßig wenig. Daher hat die Phantasie das meiste dazutun müssen, wenn aus Namen Menschen werden, wenn ein lebendiges Bild von Beethovens Jugend und von seiner menschlichen und künstlerischen Entwicklung entstehen sollte.“ Längere Zeit hindurch beschäftigen ihn dann zwei gänzlich unterschiedliche Themen: Erzherzog Maximilian und Mozart. H. bemüht sich um eine dramatische Fassung der Maximilianstragödie, stellt dann aber diese Arbeit zugunsten der Biographie „Mozart, der Roman seines Werdens“ (1941) zurück. Dem 1. Teil, einem mit Anschauungskraft und Einfühlungsvermögen geschriebenen Werk, folgt 1948 H.s reifstes Buch „Mozart in Wien“. In einem aus dem gleichen Jahr stammenden Roman „Dresdner Capriccio“ versucht er, das Leben seines Großvaters Friedrich Gerstäcker nachzuzeichnen. Seine Arbeit über Karl Maria von Weber blieb durch den Tod unvollendet.

    Bei seinen Biographien hält sich H. fast ausnahmslos an die historischen Fakten und weicht nur geringfügig davon ab, wenn ihm aus schriftstellerischen Gründen ihre Einordnung in den Gang der Handlung als störend erscheint. Da ihm trotz des großen Interesses an den dargestellten Persönlichkeiten die theoretischen und praktischen Voraussetzungen einer Einschätzung ihres Werkes fehlen, ist er auf Untersuchungen von Musikwissenschaftlern angewiesen, die er zum Teil in seinen Biographien wörtlich zitiert.

  • Werke

    Weitere W u. a. Der Kaiser v. Mexiko, 1949 (Roman);
    Autobiogr.: Musik ließ mich schreiben, Ein Selbstporträt, in: Welt u. Wort 6, 1951.

  • Literatur

    G. v. Wilpert, Literatur in Bildern, Dt. Dichterlex., 1963;
    Kosch, Lit.-Lex.

  • Autor/in

    Eckhard Schulz
  • Empfohlene Zitierweise

    Schulz, Eckhard, "Huch, Felix" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 703 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117035068.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA