Lebensdaten
1874 bis 1966
Geburtsort
Wunsiedel (Oberfranken)
Sterbeort
Darmstadt
Beruf/Funktion
Geodät
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116956534 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hohenner, Heinrich
  • Hohenner, H.
  • Hohenner, Johann Heinrich

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Zitierweise

Hohenner, Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116956534.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Karl (1842–1919), S d. Joh. Heinrich (1811–84) beide Zinngießermeister in W., u. d. Kath. Sibylla Bergmann;
    M Katharina (1842–96), T d. Rotgerbermeisters Karl Gebhardt in W. u. d. Kath. Sibylla Weidt;
    Emilie (* 1881), T d. Adolf Oberländer (1845–1923), Prof., humorist. Zeichner f. d. „Fliegenden Bll.“ u. d. „Münchner Bilderbogen“, Maler (s. ThB), u. d. Sophie Scheuerlin; Schwäger Karl Oberländer (1878–1949), Architekt, Oberbaurat in Passau, Julius O. (* 1883), Maler;
    4 S.

  • Leben

    H. besuchte 1890-92 die Industrieschule Nürnberg und studierte dann 1892-94 an der TH München Geodäsie. 1896 kehrte er als wissenschaftlicher Assistent nach München zurück und legte die Große Staatsprüfung ab. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche Arbeiten für die königliche bayerische Commission für die internationale Erdmessung, darunter seine Habilitationsschrift. 1898 wurde er, ohne promoviert zu sein, Privatdozent in München. 1902 folgte H. dem Ruf auf ein Extraordinariat für Geodäsie an der TH Stuttgart. Von hier aus promovierte er 1904 zum Dr.-Ingenieur an der TH München. Seine Dissertation „Graphisch-mechanische Ausgleichung trigonometrisch eingeschalteter Punkte“ wurde analogen Verfahren bei der Netzausgleichung zum Vorbild. In Stuttgart bevorzugte er das Gebiet der geodätischen Instrumentenkunde. 1907 wurde er als ordentlicher Professor für Geodäsie an die TH Braunschweig berufen. Hier entstand sein Lehrbuch „Geodäsie“ (1910), das weite Verbreitung gefunden hat. Bereits 1910 wurde er an die TH Darmstadt berufen, wo er bis 1949 amtlich wirkte und noch bis ins 91. Lebensjahr (1965) lehrte. Seine Forschungsarbeiten betrafen hauptsächlich Neuerungen und Verbesserungen wissenschaftlichen Charakters an geodätischen Instrumenten und Geräten. Hervorzuheben sind der H.sche Präzisionsdistanzmesser, das H.sche Meßmikroskop, das allgemein verbreitete Kreuzvisier und die Verwendung der Doppelbrechung des Kalkspates, um ein festes Intervall für die Untersuchung von Mikroschrauben zu schaffen. Daneben bemühte sich H. mit Erfolg um die Einführung der akademischen Diplomprüfung für die Vermessungsingenieure in Hessen und um die Neuordnung des hessischen Vermessungswesens. 1924-40 war er Mitarbeiter am Ingenieur-Taschenbuch „Hütte“.|

  • Auszeichnungen

    Ehrenmitglied d. Landesver. Hessen im Dt. Ver. f. Vermessungswesen (1949).

  • Werke

    Weitere W u. a. Unterss. üb. d. Änderungen d. Höhenlage einiger Fixpunkte d. bayer. Präzisionsnivellements (Auszug aus d. Habil.schr.), in: Zs. f. Vermessungswesen 29, 1900;
    Unters, e. photogrammetr. Objektives u. Konstantenbestimmung e. photogrammetr. Theodolits, ebd. 34, 1905;
    Über d. Prüfung v. Schraubenmikrometern, insbes. d. Bestimmung d. period. Fehler v. Schraubenmikroskopen an Theodoliten u. e. neues hierzu dienendes einfaches Hilfsmittel,|ebd. 55, 1926;
    Eine neue Meßlupe u. ihre Verwendung als Ablesevorrichtung sowie als selbst. Meßgerät, ebd. 58, 1929;
    Der H.sche Präzisionsdistanzmesser u. s. Verbindung mit e. Theodolit, 1919;
    Mikroskop z. Messen kleiner Größen, = D.R.-Patentschr. 393737 v. 31.5.1923. -
    Hrsg.: Helmert, Ausgleichungsrechnung, 31924 (mit Anhang v. H.).

  • Literatur

    W. Hofmann, H. 80 J., in: Zs. f. Vermessungswesen 79, 1954, S. 385 f. (P);
    ders., in: Ber. üb. d. Vollsitzung d. Dt. Geodät. Komm. am 31.8.1954 in Wiesbaden, S. 63-67 (W-Verz.);
    G. Ewald u. W. Ohlemutz, H. H. z. 80. Geb.tag, hrsg. v. Dt. Ver. f. Vermessungswesen, Landesver. Hessen, 1954 (P);
    W. Ohlemutz, H. H. 90 J. alt, in: Darmstädter Hochschulnachrr. 3, 1965 (P);
    H. Zetsche, in: Zs. f. Vermessungswesen 91, 1966;
    Pogg. VI, VII a.

  • Portraits

    Bleistiftzeichnung v. B. Müller-Linow, 1965 (Darmstadt, TH, Geodät. Inst.), Abb. b. Ohlemutz, s. L.

  • Autor/in

    Walter Ohlemutz
  • Empfohlene Zitierweise

    Ohlemutz, Walter, "Hohenner, Heinrich" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 493 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116956534.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA