Lebensdaten
1816 bis 1897
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Slawentzitz Kreis Cosel (Oberschlesien)
Beruf/Funktion
Montanindustrieller ; Herzog von Ujest
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 11695518X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hohenlohe-Oehringen, Hugo Fürst zu

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Hohenlohe-Oehringen, Hugo Fürst zu, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11695518X.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Fürst August zu H.-Oe. (1784–1853), württ. Gen.-Lt., Präs. d. württ. Landstände 1815-16 u. d. Kammer d. Standesherrn in Württemberg 1820–35, S d. Friedrich Ludwig (s. 5);
    M Luise (1789–1851), T d. Hzg. Eugen v. Württemberg (1758–1822) u. d. Luise Prn. zu Stolberg-Gedern;
    Ov Adolf (s. 1);
    B Prinz Friedrich (1812–92), württ. Gen., Prinz Felix (1818–1900), württ. Oberst, Präs. d. Ver. z. Schutze nat. Arbeit;
    - Donaueschingen 1847 Pauline (1829–1900, kath.), T d. Karl Egon Fürst zu Fürstenberg (1796–1854, s. ADB VIII) u. d. Amalie Christine Prn. v. Baden;
    6 S, 3 T, u. a. Christian Kraft (s. 4).

  • Leben

    H., der an der Universität Berlin und der Forstakademie Tharandt studiert und dann lange Jahre als Adjutant des Königs in württembergischen Diensten gestanden hatte, trat 1849 die Herrschaft über die in Oberschlesien gelegenen, seit 1799 im Familienbesitz befindlichen Güter an, erwirkte 1861 die Erhebung der Fideikommißgüter unter dem Namen „Herzogtum Ujest“ zu einer freien Standesherrschaft und erlangte damit den preußischen Herzogtitel. Den Ausbau des von seinem Vater übernommenen, seit Erlöschen des Galmeivorrechts von Georg von Giesches Erben vorzugsweise auf Zink ausgerichteten Industrieunternehmens (1841 Scharleygrube, 1847 Gruben Neue Helene und Baildon) setzte er eifrig fort. 1871 erbaute er die Zinkhütte in Bittkow (Hohenlohe-Hütte) bei Laurahütte, errichtete die Siedlung Hohenlohehütte und 1888 daselbst ein Zinkwalzwerk. 1892 erfolgte der Ankauf der Theresien-Zinkhütte in Michalkowitz, 1895 die Pachtung der Godulla-Hütte und damit die Übernahme der gesamten Schaffgotschen Zinkinteressen. Im Zusammenhang damit erweiterte er die notwendige Kohlengrundlage durch Ankauf und Ausbau von Kohlenfeldern, zum Beispiel 1890 der Hoym-Lauragrube, 1892 der Gruben Max, Fanny, Chassée aus dem Besitz der von Rheinbaben, 1894 der Georgsgrube und der Saturngrube. Gegen Ende seines Lebens war H. der größte Zinkproduzent der Welt.

    H., preußischer General der Infanterie und württembergischer General der Kavallerie, war nach Königgrätz von Juli bis September 1866 Generalgouverneur von Mähren. Seit 1852 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, dann des Herrenhauses, war er Mitbegründer der Deutschen Reichspartei, gehörte dem Reichstag des Norddeutschen Bundes an und war 1871-75 Vizepräsident des ersten deutschen Reichstages.

  • Literatur

    Priesdorff VII, S. 75.

  • Portraits

    in: Gothaischer Genealog. Hofkal. 1886.

  • Autor/in

    Alfons Perlick
  • Empfohlene Zitierweise

    Perlick, Alfons, "Hohenlohe-Oehringen, Hugo Fürst zu" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 492 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11695518X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA