Lebensdaten
1843 bis 1928
Geburtsort
Breslau
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Verleger
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 116915137 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ludwig, Arnold (Schriftstellername (Pseudonym))
  • Hirt, Arnold
  • Ludwig, Arnold (Schriftstellername (Pseudonym))
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Zitierweise

Hirt, Arnold, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116915137.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Ferdinand (s. 2);
    Vt Ludwig (1844–1907), Prof. d. Hygiene, Facharzt f. Nervenkrankheiten in B., betätigte sich als e. d. ersten dt. Ärzte auf d. Gebiet d. Gewerbekrankheiten u. d. Arbeiterschutzes (s. L);
    - Leipzig 1874 Alwine Schwalbach; kinderlos;
    N (S d. Margarethe, s. Gen. 2) Georg Hirt-Reger (Namensänderung 1912, 1882-1965), 1918-60 Inh. d. Verlags, setzte wiss. u. päd. Tradition fort, d. Breslauer Stammhaus wurde 1945, d. Leipziger Filiale 1943 zerstört, Wiedereröffnung d. Verlags 1950 in Kiel;
    Groß-N Götz Hirt-Reger (* 1920), seit 1960 Inh. d. Verlags, Hella Ostermeyer geb. Hirt-Reger (* 1925), Kommanditistin d. Verlags.

  • Leben

    H. war von seinem Vater zum Nachfolger in der Leitung des Verlags bestimmt. Er studierte Geschichte in Heidelberg. Seine Kenntnisse auf buchhändlerischem Gebiet vervollkommnete er durch mehrjährige Aufenthalte in Paris und Wien. Danach unterstützte er seinen Vater im Verlag, bis er 1873 nach Leipzig übersiedelte, um dort seine eigene Firma Ferdinand Hirt & Sohn zu errichten. Nach dem Tode des Vaters übernahm er auch die Leitung des Breslauer Stammverlags.

    H. baute den Verlag mit großem Erfolg zu dem schon um die Jahrhundertwende bedeutendsten ostdeutschen Verlag aus. Die Hauptarbeitsgebiete waren wie bisher Wissenschaft und Schule. Wie sein Vater pflegte er besonders die Geographie. Er veranlaßte mit neuen Herausgebern verschiedene Ausgaben des „Seydlitz“ und war, wie auch Ferdinand Hirt, selbst in der Redaktion tätig. Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ließ er das Werk mit immer neuen, in Holzschnitt ausgeführten Bildern und bereits in den 90er Jahren mit Reproduktionen nach Originalaquarellen typischer Landschaften ausstatten, in der Überzeugung, daß es gerade in der Erdkunde auf die Veranschaulichung des Textes ankomme. Unter seinem Schriftstellernamen „Arnold Ludwig“ schuf er zusammen mit Alwin Oppel, Bremen, „Ferdinand Hirts Geographische Bildertafeln“; unter seiner Leitung entstand ein großes Wandbild, „Hirts Hauptformen der Erdoberfläche“, das weltweite Verbreitung fand, besonders an den deutschen Schulen im Ausland. Ähnlich erfolgreich wirkte H. auf dem Gebiet der Naturwissenschaften (Kambly-Thaersches Mathematikwerk, Trappsche Schulphysik, Biologisches Unterrichtswerk von Loew und Matzdorff, Cossmanns Deutsche Schulflora), der Geschichte (Lehrbuch der Geschichte von Pfeifer, Hirts Historische Bildertafeln), auf dem der Fibeln und Volksschullesebücher (Hirtsches Lesewerk), die in allen deutschen Ostprovinzen und in Berlin eingeführt waren, und dem der Volksschulrechenbücher (Büttnersches Rechenwerk).

    Neben den Unterrichtswerken für die Schule verlegte H. auch methodische Schriften, Lehrbücher für Lehrerbildungsanstalten und wissenschaftliche Werke der Geographie, der Naturwissenschaft und der Kunstgeschichte. Die Abteilungen für Jugendschriften und Handelswissenschaften übergab er dem 1912 ausscheidenden Max Gehlen, der seit 1898 Mitinhaber der Firma gewesen war.|

  • Auszeichnungen

    Dr. phil. h. c. (Breslau 1911).

  • Werke

    Mitt. z. Gesch. d. Lehrbücher d. Geogr. v. E. v. Seydlitz, 1895.

  • Literatur

    s. L z. Gesamtfam. -Zu Vt Ludwig: F. Koelsch, in: Gesundheitspol. 7, 1965, H. 6; Fischer.

  • Autor/in

    Hella Ostermeyer
  • Empfohlene Zitierweise

    Ostermeyer, Hella, "Hirt, Arnold" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 233 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116915137.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA