Lebensdaten
1885 bis 1974
Geburtsort
Volkmarsdorf bei Leipzig
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Schauspieler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116876972 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Leibelt, Hans

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Zitierweise

Leibelt, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116876972.html [18.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Karl August, Lehrer;
    M Fanny Helene Rascher;
    Jenny Orf ( 1950), Schauspielerin.

  • Leben

    Seine Jugend verbrachte L. in Leipzig, wo er das Nikolai-Gymnasium besuchte. Da er Textilkaufmann werden sollte, erhielt er eine Ausbildung an der Höheren Webschule|in Dresden; anschließend arbeitete er in einem Webereibetrieb. Doch sein Wunsch, zur Bühne zu gehen, wurde immer stärker. Er sprach dem Direktor des Leipziger Apollotheaters vor, sang einige humoristische Couplets und wurde daraufhin sogleich engagiert. Gemeinsam mit einem Artisten gründete L. dann in Weißwasser ein eigenes Unternehmen. Daraufhin ließ sein Vater ihn endlich Schauspielunterricht bei Bornstedt, dem Oberregisseur des Leipziger Schauspielhauses, nehmen. Die ersten Engagements hatte L. am Eisenacher Stadttheater, in Eschwege und seit 1905 am Leipziger Schauspielhaus, wo er bis 1920 blieb. 1914-16 nahm er am Krieg teil und wurde schwer verwundet. – Seine Frau hatte für ihn einen Sketch geschrieben, in dem er fünf Rollen spielte; er ging damit 1919 auf Tournee. 1920 holte ihn Gustav Härtung nach Darmstadt, 1923 engagierte ihn Otto Falckenberg an die Münchener Kammerspiele. In München erhielt L. seine erste Filmrolle, in der Dorothea Wieck seine Partnerin war. 1925 wurde er von Leopold Jessner nach Berlin geholt, wo er an verschiedenen Bühnen spielte. Seine größten Erfolge hatte L. im Staatstheater; 1934 wurde er zum Staatsschauspieler ernannt. Daneben profilierte er sich in etwa 150 Filmen als Charakterdarsteller, wobei er hauptsächlich auf das Rollenfach des Kriminalkommissars und des gütigen Vaters festgelegt wurde. Besonders bekannt wurde er als Louis Philippe in „Tanz auf dem Vulkan“. Nach Kriegsende gastierte L. an fast allen Berliner Bühnen, zwischendurch in Hamburg in Willi Schaeffers „Kabarett der Komiker“. Er war ein vielseitiger Charakterdarsteller, ein guter Boulevardspieler, der besonders gern in Stücken von G. B. Shaw auftrat.|

  • Auszeichnungen

    Bundesfilmpreis (Filmband in Gold) 1962.

  • Rollen

    Film-Rollen u. a. in: Ein Mann will nach Dtld., 1934; Stradivari, 1935; Die Nacht mit d. Kaiser, 1935; Eine Frau ohne Bedeutung, 1936; Capriolen, 1937; Die Warschauer Zitadelle, 1937; Tanz auf d. Vulkan, 1938; Der Schritt vom Wege, 1939; Friedrich Schiller, 1940; Die Rothschilds, 1940; Die schwed. Nachtigall, 1941; Die Zaubergeige, 1944; Das kleine Hofkonzert, 1945; Razzia, 1947; Artistenblut, 1949; Geliebter Lügner, 1950; Wir Wunderkinder, 1958; Der Pauker, 1958; Buddenbrooks, 1959; Das Glas Wasser, 1960.

  • Literatur

    H. E. Weinschenk, Wir v. Bühne u. Film, 1939, S. 236-44 (P);
    M. Havemann, Theater, Film, Fernsehen, 1970 (Verz. d. Rollen);
    H. Ihering, Der Kampf ums Theater, 1974;
    A. Mühr, Dtld., Deine Söhne, 1977;
    Theater-Lex., hrsg. v. Ch. Trilse, K. Hammer u. R. Kabel, 1977.

  • Autor/in

    Rolf Badenhausen
  • Empfohlene Zitierweise

    Badenhausen, Rolf, "Leibelt, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 115-116 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116876972.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA