Lebensdaten
1754 bis 1815
Geburtsort
Helmstedt
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; Schulmann
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116766174 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Curio, Johann Carl Daniel
  • Curio, Johann Karl Daniel
  • Curio, Karl Daniel
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Zitierweise

Curio, Carl Daniel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116766174.html [11.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus alter Pastorenfamilie der Mark Brandenburg u. des Landes Hadeln;
    V Erdmann Levin (1732–77), Pastor in Otterndorf, Land Hadeln, S des Schneideramtsmeisters Ludw. in Otterndorf;
    M Sophie Löloff;
    1781 Catharina Weigel.

  • Leben

    C. studierte 1775-78 Theologie in Helmstedt. Nach kurzer Tätigkeit als Informator bei Graf von Spiegel, Gut Seggerde (Kreis Oebisfelde), wurde er 1780 nach Braunschweig berufen, um Feldprediger bei braunschweigischen Truppen in Amerika zu werden. C. bemühte sich mit Erfolg um eine Lehrtätigkeit und wurde Lehrer am Martini-Gymnasium in Braunschweig. Nachdem die Reorganisation des Schulwesens in Braunschweig durch J. H. Campe mißglückt war, wurde C. durch das Konsistorium 1793 seines Amtes enthoben und 1795 Schulgehilfe an der Fahrenkrögerschen Pensionsanstalt in Hamburg. 1804 erfolgte die Gründung einer eigenen Lehr- und Erziehungsanstalt in Hamburg. 1805 gab C. den Bestrebungen, die Lehrer und Freunde der Schulen zusammenzuschließen, Richtung und Form durch Gründung der „Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens in Hamburg“. Die wachsende Veredelung des Schullehrerstandes, die Erleichterung und Vervollkommnung der Schularbeiten und des Bildungsgeschäftes, die Verbesserung der bürgerlichen Lage und die Unterstützung der nachbleibenden Familie sollten die heiligsten Zwecke der Gesellschaft sein. Schon als Schüler und Student gab C. Gedichte heraus, die ohne Bedeutung waren. Später folgten Gelegenheitsgedichte und Tendenzdramen ohne künstlerischen Wert. Aber er erlangte als Vermittler eines lebensnahen, volkstümlichen Bildungsgutes in periodischen Zeitschriften|Bedeutung, vor allem betonte er die heimatliche Geschichte und Kultur.

  • Werke

    Hamburg u. Altona, Eine Zs. z. Gesch. d. Zeit d. Sitten u. d. Geschmacks, 1801-06, anfangs Mitarbeiter, 1802 Hrsg. (z. T. unter Ps. Theophilanthropos);
    Hamburg. Chronik, 1803;
    Rüsaus Leben u. Hinrichtung in pragmat., moral. u. psychol. Hinsicht, 1804.

  • Literatur

    ADB IV;
    Schröder I, 1851 (Bibliogr.);
    H. Stoll, Gesch. d. Ges. d. Freunde d. vaterländ. Schul- u. Erziehungswesens in Hamburg, 1905;
    Fr. R. Bertheau, Chronologie z. Gesch. d. geistigen Bildung u. d. Unterrichtswesens in Hamburg, 1912.

  • Portraits

    Phot. nach verlorenen Originalen (Staatl. Landesbildstelle Hamburg).

  • Autor/in

    Ulrich Nabel
  • Empfohlene Zitierweise

    Nabel, Ulrich, "Curio, Carl Daniel" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 441 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116766174.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Curio: Johann Karl Daniel C., Schulmann und Belletrist, auch historischer Schriftsteller, geb. zu Helmstädt 5. Nov. 1754, studirte daselbst Theologie und Philologie und bekleidete von 1780—1793 eine Lehrerstelle am Martins-Gymnasium zu Braunschweig. Um 1795 übersiedelte er nach Hamburg, wo er bis 1802 als Lehrer an der damals berühmten Fahrenkrüger'schen Schulanstalt wirkte und im J. 1804 ein eigenes Lehr- und Erziehungsinstitut errichtete. Er starb nach langen Leiden am 30. Jan. 1815. — Schon als Gymnasiast hatte er sich als Schriftsteller versucht, zahlreiche Beiträge für Unterhaltungsblätter geliefert und später verschiedene Zeitschriften redigirt. Seine „Hamburger Chronik für die Jugend“ sowie seine Beiträge zu dem gediegenen Journal „Hamburg und Altona“ zählen zu seinen besten Werken.

    • Literatur

      Hamb. Schriftsteller-Lexikon, Bd. 1 S. 615 ff., woselbst in 45 Nummern seine gedruckten Schriften namhaft gemacht werden.

  • Autor/in

    O. Beneke.
  • Empfohlene Zitierweise

    Beneke, Otto, "Curio, Carl Daniel" in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 647 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116766174.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA