Lebensdaten
1869 bis 1938
Geburtsort
Köthen (Anhalt)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Röntgenologe ; Orthopäde
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116694769 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gocht, Moritz Hermann
  • Gocht, Hermann
  • Gocht, Moritz Hermann

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Gocht, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116694769.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann, Buchdruckereibes.;
    M Minna Niemann;
    Merseburg 1897 Margarete (* 1873), T d. Sanitätsrats Dr. Gustav Kaßler ( 1903) in Merseburg u. d. Anna Luise Heyne; 1 Pflege-T.

  • Leben

    G. bestand 1893 das medizinische Doktorexamen in Erlangen. Als Assistent wechselte er mehrfach die Stelle, um einen vielseitigen Überblick zu bekommen. 1895 ging er an das Allgemeine Krankenhaus in Hamburg-Eppendorf, wo er im Mai 1896-5 Monate nach Röntgens Mitteilung „Über eine neue Art|von Strahlen“ – die Einführung des ersten Röntgen-Instrumentariums durch seinen Oberarzt Kümmel erlebte. Er wuchs also früh in die ersten Röntgenversuche und Mühen zu deren Verbesserung hinein und sammelte eigene Beobachtungen. Nachdem er 1897 zu Albert Hoffa an die Orthopädische Klinik Würzburg gegangen war, schrieb er sein „Lehrbuch der Röntgen-Untersuchung zum Gebrauch für Mediziner“ (1898), das einer ganzen Generation Ärzte als Einführung diente (71921 unter dem Titel Handbuch der Röntgenlehre). Nach der Gründung einer Privatklinik für Orthopädische Chirurgie in Halle/Saale (1900) beschäftigten ihn orthopädische Technik, Amputationsstümpfe und künstliche Glieder. Er schrieb ferner Beiträge zur pathologischen Anatomie der kongenitalen Hüftluxation. 1909 wurde er Leiter des Krüppelheimes Merseburg, 1910 Professor. Im 1. Weltkrieg fand er Anerkennung durch die Berufung als außerordentlicher Professor an das Universitätsinstitut für Orthopädie in Berlin (ordentlicher Professor 1927). Die Medizin kennt die „Gochtsche Polsterbrettkrücke“, die „Gochtsche Umpreßzange“ und den „Gochtschen Knorpelbelag des Schenkelhalses“.

  • Werke

    Weitere W u. a. Scharlach im Wochenbett, Diss. Erlangen 1894;
    Orthopäd. Technik, Anleitung z. Herstellung orthopäd. Verbandapparate, 1901, 21917;
    Künstl. Glieder, 1907, 21920 (mit R. Radike u. F. Schede);
    Die Röntgen-Lit. 1-15, 7 Bde., 1911–34. - Hrsg. (mit F. König): Archiv f. Orthopäd, u. Unfall-Chirurgie 16-29, 1909-30.

  • Literatur

    L. Kreuz, in: Zs. f. Orthopädie u. ihre Grenzgebiete 68, 1938 (P);
    A. Wittek, in: Archiv f. Orthopäd, u. Unfall-Chirurgie 39, 1939 (P);
    Rhdb. (P);
    Wi. 1935.

  • Autor/in

    Rembert Watermann
  • Empfohlene Zitierweise

    Watermann, Rembert, "Gocht, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 492 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116694769.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA