Lebensdaten
1885 bis 1963
Geburtsort
Amberg (Oberpfalz)
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
klassischer Philologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116669152 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Rubenbauer, Johann
  • Rubenbauer, Hans
  • Rubenbauer, Johann
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Zitierweise

Rubenbauer, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116669152.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johann (1853–93), Landwirt in Amberg, S d. Michael (1815–78) u. d. Barbara Scheuerer (1818–66);
    M Margaretha (1848–1900), T d. Peter Mulzer (1822–89) u. d. Margaretha Posset (1821–91);
    B Georg (1882–1949), Studienprof. in Memmingen; ledig.

  • Leben

    Trotz des frühen Todes seiner Eltern konnte R. das Gymnasium besuchen (Abitur 1905 in Burghausen). Das Studium der „philologisch-historischen“ Fächer in München (bes. b. Friedrich Vollmer u. Otto Crusius) beendete er 1909 mit dem Staatsexamen; 1912 wurde er hier (nach gymnasialem Vorbereitungsdienst in Regensburg u. Mil.dienst) mit der Arbeit „De arte metrica Menandri“ promoviert. Seit 1911 gehörte er als beurlaubter Gymnasiallehrer zur wissenschaftlichen Redaktion des „Thesaurus linguae Latinae“ (ThlL) in München. Als Soldat im 1. Weltkrieg nutzte R. Rekonvaleszenzzeiten zur Thesaurus-Arbeit und sammelte im Lazarett Material zur Soldatensprache für die Wörterbuchkommission der Bayer. Akademie der Wissenschaften. Nach einer schweren Verwundung seit Herbst 1917 im Gymnasialdienst tätig, arbeitete er in den Ferien und neben seinem Unterricht für den ThlL, bis er 1933 ganz für diesen freigestellt wurde. Ertrag seiner Arbeit am ThlL (auch über d. Pensionierung als Studienprof. 1950 hinaus) sind zahlreiche Artikel in den Bänden V-VIII („decurro“, 1910, bis „morosus“, 1964); seit 1934 war R. Redaktor für einzelne Bände (bes. Bd. VIII [M]), 1942-47 kommissarischer Generalredaktor für das gesamte Unternehmen. Seit seiner Habilitation für klassische Philologie 1922 („Der jambische Trimeter bei d. Römern“) lehrte R. bis 1959 an der Univ. München (ao. Prof. 1933, apl. Prof. 1939). Bleibende Bedeutung erlangten zwei Lehrbzw. Studienbücher R.s: die „Römische Metrik“ (1955, 81967, Nachdr. 1997; ursprüngl. 1929 v. Friedrich Crusius) und bes. die „Lat. Schulgrammatik auf sprachwissenschaftlicher Grundlage“ (1929, mit Joh. Bapt. Hofmann), die als beste lat. Schulgrammatik (Ed. Norden) bezeichnet wurde; sie prägt bis heute die Ausbildung von Gymnasiallehrern (121995).|

  • Auszeichnungen

    Medaille Bene merenti in Silber d. Bayer. Ak. d. Wiss. (1948).

  • Werke

    Weitere W Der Bau d. jamb. Trimeters b. Menander, 1912 (Teildr. d. Diss.);
    Aus d. Arbeit am ThlL, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss. 1943/44, 1945, S. 6-15;
    Wb. d. grammat. u. metr. Terminol., 1950, 21963 (mit J. B. Hofmann);
    zahlr. lat. Schulbücher (mit anderen);
    mehrere Aufss. u. a. in: Philologus;
    zahlr. Rez. u. a. in: Gnomon;
    Forsch.ber. über Catull (1920–1925/26) in: Bursians Jberr. 212, 1927, S. 169-214;
    Nachrufe u. a. auf Georg Dittmann, in: Kratylos 1, 1956, S. 186 f.

  • Literatur

    W. Ehlers, in: Gnomon 36, 1964, S. 104-06;
    Eigene Archivstudien:
    Bayer. HStA;
    Univ.archiv;
    Oskar v. Miller-Gymn.;
    ThlL (alle München);
    StA Amberg;
    StadtA Amberg.

  • Portraits

    Zeichnung v. A. Figel, 1946 (verschollen, Foto im Bes. d. ThlL, München);
    mehrere Fotos (ebd.).

  • Autor/in

    Dietfried Krömer
  • Empfohlene Zitierweise

    Krömer, Dietfried, "Rubenbauer, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 153 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116669152.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA