Lebensdaten
1822 bis 1906
Geburtsort
Danzig
Sterbeort
Berlin-Charlottenburg
Beruf/Funktion
Sprachforscher ; Maya-Forscher ; Bibliothekar
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 116635886 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Förstemann, Ernst Wilhelm

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Zitierweise

Förstemann, Ernst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd116635886.html [20.11.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Wilh. Aug. (1791–1836), Prof. d. Math, am Gymn. in D., Dir. d. naturforsch. Ges. (s. ADB VII), Ratsherrn-S aus Nordhausen;
    Ov Ernst Günther (1788–1859), Prof. am Gymn. in Nordhausen, Stadtarchivar, Historiker (s. ADB VII), Karl Wilh. ( 1845), Sup. in Nordhausen, Ferd. Carl (1798–1873), Prof. a. d. Real- u. Gewerbeschule in Elberfeld, Physiker (s. Pogg. I u. III);
    Vt Karl Ed. (1804–47), Bibliothekar in Halle, Ref.historiker (s. ADB VII);
    1) 1852 Clara ( 1853), T d. Oberlehrers Schirrmacher in D., 2) 1856 Emilie ( 1898), T d. Kreisger.rats Dette in Wernigerode;
    1 T aus 1), 2 S aus 2).

  • Leben

    F., der während der Studienjahre in Berlin und Halle durch K. Lachmann, F. Bopp und A. Pott besonders gefördert wurde, war 1844-51 in Danzig als Hauslehrer und am Gymnasium tätig. 1851 übersiedelte F. nach Wernigerode, wo er am Lyzeum unterrichtete und als Gräflich Stolbergischer Bibliothekar wirkte. Die 1865 erfolgte Berufung als Oberbibliothekar an die Königliche Öffentliche Bibliothek|in Dresden führte ihn zur erfolgreichen Erforschung der Mayahandschriften. 1887 legte F. sein Amt nieder und hat bis 1898 kleinere Bibliotheksämter im Dienste des sächsischen Königshauses innegehabt. 1900 übersiedelte er nach Charlottenburg. – Die bleibende Bedeutung F.s liegt auf dem Gebiete der Sprachwissenschaft. Sein auf Grund einer Preisaufgabe der Berliner Akademie entstandenes „Altdeutsches Namenbuch“, dessen 1. Band die Personennamen und dessen 2. Band die deutschen Ortsnamen heimischer Abkunft bis 1100 vereint, bildete die erste große wissenschaftliche Ortsnamensammlung. Trotz seiner Mängel ist das Werk bis heute für die Forschung unentbehrlich geblieben. Durch „Die deutschen Ortsnamen“ (1863) ist F. der Begründer einer systematischen deutschen Ortsnamenkunde geworden. Neben zahlreichen sprachwissenschaftlichen Aufsätzen in Kuhns „Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung“ ist F. noch 1 durch Veröffentlichungen auf dem Gebiete des Bibliothekswesens und der Mayaforschung hervorgetreten.

  • Werke

    Weitere W Altdt. Namenbuch I: Die dt. Personennamen v. d. ältesten Zeiten bis z. f. 1100, 1857, 21900, II: Orts- u. sonstige geogr. Namen, 1859, 31913/16 (um 100 J. erweitert, hrsg. v. H. Jellinghaus);
    Bibliogr. d. Fam. F., 1908 (W-Verz, P)

  • Literatur

    Ernst Frdr. Förstemann, E. W. F., in: Altdt. Namenbuch II, 31913, S. I-XXI (Alters-P 1897);
    Grabrede Carl Förstemanns u. Gedächtnisrede v. Prof. Paalzow vor d. Vereinigung Berliner Bibliothekare, in: Gedenkschr. z. F.schen Familientage, 1908;
    A. Reichardt, in: BJ XI, S. 177-82 (u. Tl. 1906, L).

  • Portraits

    Ölbild v. Scholtz, 1886 (Dresden, Landesbibl.);
    Phot. in: F. Behrend, Gesch. d. dt. Philol. in Bildern, 1927, S. 53.

  • Autor

    Ernst Schneider
  • Empfohlene Zitierweise

    Schneider, Ernst, "Förstemann, Ernst" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 270 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd116635886.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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