Lebensdaten
1796 bis 1878
Geburtsort
Heidelberg
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Mathematiker ; Physiker ; Professor in Wien
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116585749 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ettingshausen, Johannes Andreas Jakob Freiherr von
  • Ettingshausen, Andreas Ritter von (1857-1866)
  • Ettingshausen, Andreas von (bis 1857)
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Zitierweise

Ettingshausen, Andreas Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116585749.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Constantin v. E. (seit 1812, 1760-1826), k.k. Gen.major (s. Wurzbach IV), Beamtensohn;
    M Anna Maria Franziska (1780–1858), T des Amtmanns Peter Adam Walther in Ruppertsberg (Pfalz);
    B Sigmund (1805–55), k.k. Gen.major (s. Wurzbach IV); Tgeändert aus: Schw [d. Red.] Antonie (1828-1916, Anton Schrötter Rr. v. Kristelli, 1802–75, Prof. der Chemie in Wien, s. ADB 32, Wurzbach 32);
    Olmütz 1824 Antonie (1800–61), T des Buchdruckers Anton Skarnitzl; Schwager Andreas Frhr. v. Baumgartner (1793–1865), Physiker u. Staatsmann (s. ADB II; ÖBL), T Sophia Karoline ( Joseph Grailich, 1829–59, Kristallograph);
    S Constantin (1828–97), Prof. der Botanik u. Paläophythologie in Graz (seit 1871), gehört z. den Begründern d. Paläobotanik in Österreich (s. ADB 48, Wurzbach IV, ÖBL);
    N Albert (1850–1932), Prof. der allg. u. technischen Physik an der TH Graz (s. Pogg. VI), Sophie ( Wilh. v. Bippen, 1923, Archivar, s. NDB II).

  • Leben

    Für die militärische Laufbahn bestimmt, besuchte E. neben der Universität auch die Bombardierschule in Wien, welche die mathematische Ausbildung vermittelte und ihn ganz für diese Disziplin gefangennahm. 1817 wurde er Adjunkt für Mathematik und Physik an der Wiener Universität, 1819 Professor der Physik in Innsbruck und 1821 Professor der höheren Mathematik an der Universität Wien, welches Fach bis dahin nur dem Namen nach an dieser Lehranstalt bestanden hatte. 1835 übernahm E. auch den Lehrstuhl für Physik. 1848 ging er als Leiter des Mathematikstudiums an die Ingenieur-Akademie, 1852 an das Wiener Polytechnikum als Professor der höheren Ingenieurwissenschaften. 1853 übernahm er das von Chrn. Doppler gegründete Physikalische Institut der Universität Wien. – Aus dem ursprünglichen Mathematiker war immer mehr ein Physiker, insbesondere ein Pionier der mathematischen Physik geworden. 1826 erschien „Die combinatorische Analysis als Vorbereitungslehre zum Studium der höheren Mathematik“, 1827 kamen die „Vorlesungen über die höhere Mathematik“ heraus, 1844 das Buch „Anfangsgründe der Physik“ (41860), das seinen neuen Lehrgang zeigt, die Physik mit mathematischen Deduktionen zu durchdringen. E.s wissenschaftliche Arbeiten behandeln mathematische Analysis, Algebra, Differentialgeometrie, Mechanik, Strahlenoptik, Wellenoptik und Elektromagnetismus. Der Naturforscherversammlung in Prag 1837 zeigte er die von ihm konstruierte und nach ihm benannte magnetoelektrische Maschine, eine namhafte Verbesserung der von Pixii (1832) erfundenen. – Mitglied der Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen (1864), Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien (1847), zu deren Gründung er mit anderen 1837 in einer Denkschrift die erste Anregung gegeben hatte und deren 1. Generalsekretär er bis 1850 war.

  • Werke

    Weitere W Hrsg.: Zs. f. Physik u. Math., 10 Bde., 1826-32 (mit A. Baumgartner).

  • Literatur

    J. B. Listing, in: Nachrr. v. d. Ges. d. Wiss. [Göttingen] a. d. J. 1878, 1878, S. 516-22 (W);
    Pogg. I, III;
    Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien 28, 1878 (W);
    ÖBL.

  • Portraits

    Gem. v. C. Blaas (Univ. Wien).

  • Autor/in

    Ludwig Flamm
  • Empfohlene Zitierweise

    Flamm, Ludwig, "Ettingshausen, Andreas Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 665-666 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116585749.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA