Lebensdaten
1839 bis 1910
Geburtsort
Schleswig
Sterbeort
Schleswig
Beruf/Funktion
Redakteur ; Schriftsteller
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11657299X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Heiberg, Hermann
  • Heiberg, Hermann Ernst Ottomar

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Zitierweise

Heiberg, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11657299X.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Carl Frdr. Heiberg (1796–1872), Rechtsanw. u. Pol., Hrsg. d. „Schleswig-holstein. Bll.“ 1836-40, illeg. S d. Schauspieldir. Frdr. Ulr. Ludw. Schröder (1744–1816) in Hamburg u. d. Anna Maria v. Schwarzenfeld;
    M Asta (1817–1903), Memoirenschreiberin (s. L), T d. Carl Chrstn. Gf. v. Baudissin, auf Hovedgaard, u. d. Anna Marg. Henr. Kunniger;
    1865 Ines Vollmer y Rivas, T d. Plantagenbes. Vollmer in Carracas;
    3 S, 3 T.

  • Leben

    H., der ursprünglich Jura studieren wollte, diesen Plan aber der politischen Umstände halber aufgeben mußte, erlernte den Buchhandel in Kiel, gründete dann ein Geschäft in Schleswig, das er aber bald wieder verkaufte, um nach Berlin zu gehen. Hier bekam er 1870 die Leitung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“, verließ auch diese Tätigkeit bald wieder, um die „Spenersche Zeitung“ in Leipzig zu übernehmen. Später war er in Bank-, Versicherungs- und Hypothekenanstalten tätig. 1881 gab H., der die Wechselfälle des Geschäftslebens in reicher Fülle erfahren hatte, die kaufmännische Tätigkeit auf und schrieb sein erstes Buch „Plaudereien mit der Herzogin von Seeland“ (1881), das ihm mit einem Schlage große Erfolge brachte. Seitdem widmete er sich ausschließlich der Schriftstellerei. – H. war ein guter Beobachter, seine Novellen und Romane – fast 80 Novellensammlungen und Romane hat er geschrieben – spiegeln seine Umgebung, sein Milieu und die Menschen, denen er begegnet ist, wider. Die von ihm gezeichneten Charaktere gehen zum Teil auf Begegnungen in der Kindheit zurück. Bezeichnend für die Art seiner Begabung ist, daß er sich auch als Karikaturzeichner betätigte. Die Naturalisten riefen ihn zeitweise zu ihrem Führer aus. H. war ein ausgesprochen schnell und viel schreibender Schriftsteller, der sich durch seine fesselnde Darstellungsweise eine große Gemeinde schuf, aber auch bald wieder vergessen wurde. Seine Hauptstärke war die Novelle, seine Romane sind ausgesponnene Erzählungen, Problematik lag ihm fern. Hervorzuheben sind die beiden Romane: „Apotheker Heinrich“ (1885) und „Ein Weib“ (1887).

  • Literatur

    H. Merian, H. H., 1891;
    Asta Heiberg [M], Erinnerungen aus m. Leben, 1897;
    W. Lobsien, Die erz. Kunst in Schleswig-Holstein, 1908;
    Kosch, Lit.-Lex. (W, L);
    BJ 15 (Tl. 1910, L).

  • Portraits

    in: Kürschner, Lit.-Kal., 1886.

  • Autor/in

    Olaf Klose
  • Empfohlene Zitierweise

    Klose, Olaf, "Heiberg, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 238 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11657299X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA