Dates of Life
1839 bis 1910
Place of birth
Schleswig
Place of death
Schleswig
Occupation
Redakteur ; Schriftsteller
Religious Denomination
evangelisch
Authority Data
GND: 11657299X | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Heiberg, Hermann
  • Heiberg, Hermann Ernst Ottomar

Relations

Outbound Links from this Person

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Inbound Links to this Person

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Heiberg, Hermann, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11657299X.html [27.05.2019].

CC0

  • Genealogy

    V Carl Frdr. Heiberg (1796–1872), Rechtsanw. u. Pol., Hrsg. d. „Schleswig-holstein. Bll.“ 1836-40, illeg. S d. Schauspieldir. Frdr. Ulr. Ludw. Schröder (1744–1816) in Hamburg u. d. Anna Maria v. Schwarzenfeld;
    M Asta (1817–1903), Memoirenschreiberin (s. L), T d. Carl Chrstn. Gf. v. Baudissin, auf Hovedgaard, u. d. Anna Marg. Henr. Kunniger;
    1865 Ines Vollmer y Rivas, T d. Plantagenbes. Vollmer in Carracas;
    3 S, 3 T.

  • Life

    H., der ursprünglich Jura studieren wollte, diesen Plan aber der politischen Umstände halber aufgeben mußte, erlernte den Buchhandel in Kiel, gründete dann ein Geschäft in Schleswig, das er aber bald wieder verkaufte, um nach Berlin zu gehen. Hier bekam er 1870 die Leitung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“, verließ auch diese Tätigkeit bald wieder, um die „Spenersche Zeitung“ in Leipzig zu übernehmen. Später war er in Bank-, Versicherungs- und Hypothekenanstalten tätig. 1881 gab H., der die Wechselfälle des Geschäftslebens in reicher Fülle erfahren hatte, die kaufmännische Tätigkeit auf und schrieb sein erstes Buch „Plaudereien mit der Herzogin von Seeland“ (1881), das ihm mit einem Schlage große Erfolge brachte. Seitdem widmete er sich ausschließlich der Schriftstellerei. – H. war ein guter Beobachter, seine Novellen und Romane – fast 80 Novellensammlungen und Romane hat er geschrieben – spiegeln seine Umgebung, sein Milieu und die Menschen, denen er begegnet ist, wider. Die von ihm gezeichneten Charaktere gehen zum Teil auf Begegnungen in der Kindheit zurück. Bezeichnend für die Art seiner Begabung ist, daß er sich auch als Karikaturzeichner betätigte. Die Naturalisten riefen ihn zeitweise zu ihrem Führer aus. H. war ein ausgesprochen schnell und viel schreibender Schriftsteller, der sich durch seine fesselnde Darstellungsweise eine große Gemeinde schuf, aber auch bald wieder vergessen wurde. Seine Hauptstärke war die Novelle, seine Romane sind ausgesponnene Erzählungen, Problematik lag ihm fern. Hervorzuheben sind die beiden Romane: „Apotheker Heinrich“ (1885) und „Ein Weib“ (1887).

  • Literature

    H. Merian, H. H., 1891;
    Asta Heiberg [M], Erinnerungen aus m. Leben, 1897;
    W. Lobsien, Die erz. Kunst in Schleswig-Holstein, 1908;
    Kosch, Lit.-Lex. (W, L);
    BJ 15 (Tl. 1910, L).

  • Portraits

    in: Kürschner, Lit.-Kal., 1886.

  • Author

    Olaf Klose
  • Citation

    Klose, Olaf, "Heiberg, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 238 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11657299X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA