Lebensdaten
1869 bis 1939
Geburtsort
Frankenstein (Schlesien)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
klassischer Philologe ; Professor der klassischen Philologie in Breslau
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116552581 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kroll, Wilhelm
  • Kroll, G.
  • Kroll, Guilelmus
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Zitierweise

Kroll, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116552581.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V N. N., Amtsgerichtsrat;
    M Elise Eichborn;
    1900 Käthe, T d. Gymnasialdir. Ph. Wegener;
    3 S, 1 T.

  • Leben

    K. besuchte das Johanneum in Breslau, nachhaltig beeinflußt von dessen Leiter, dem Latinisten C. F. W. Müller. An der dortigen Universität begann er das Studium der Klassischen Philologie, ging dann nach Berlin und Bonn und wurde 1891 mit einer Untersuchung „De Quinti Aurelii Symmachi studiis graecis et latinis“ promoviert. 1894 wurde er in Breslau habilitiert, 1899 nach Greifswald berufen, 1906 nach Münster. Von dort kehrte er 1913 nach Breslau zurück, bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr 1935 als akademischer Lehrer erfolgreich tätig.

    Aus K.s Forschen lassen sich drei Schwerpunkte herausheben: die antike Astronomie und Astrologie, welcher er bahnbrechende Arbeiten widmete, die antike Philosophie sowie die röm. Literatur. Innerhalb seines umfangreichen Schrifttums fand besonders seine Synthese „Die Kultur der ciceronischen Zeit“ (2 Bde., 1933 f.) Beachtung. Bedeutsam war auch seine Herausgebertätigkeit. Insbesondere hat K. mit großer Sachkenntnis seit 1908 die Herausgabe von Pauly-Wissowas „Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft“ geleitet sowie 1898-1913 die Zentralbibliographie des Faches, „Bursians Jahresberichte über die Fortschritte der klassischen Altertumswissenschaft“, redigiert; daneben betreute er, unterstützt von P. Kretschmer, die sprachwissenschaftliche Zeitschrift „Glotta“. Sein hohes wissenschaftliches Ansehen führte zu einer Gastprofessur am Institute for Advanced Studies in Princeton (1930/31) sowie zu zahlreichen Ehrungen.|

  • Auszeichnungen

    Dr. litt. h. c. (Oxford); Mitgl. d. Ak. d. Wiss. Wien.

  • Werke

    Weitere W u. a. De oraculis Chaldaicis, 1894;
    Hermippus, De astrologia dialogus, 1895 (mit P. Viereck);
    Iulii Firmici Materni matheseos libri VIII, 1897-1913 (mit F. Skutsch);
    Catalogi codicum astrologorum Graecorum II (mit A. Olivieri), V, 2, u. VI, 1900/06;
    - Stud. üb. d. Komposition d. Aeneis, in: Jb. d. class. Philol., Suppl.-bd. 27, 1900;
    Stud. z. Verständnis d. röm. Lit., 1924. -
    Hrsg.: Kommentar d. Proklos zu Platons Politeia, 1899.

  • Literatur

    E. Hauler, in: Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien 89, 1940, S. 294-97 (W-Verz.);
    Kürschner, Gel.-Kal. 1931.

  • Autor/in

    Peter Wirth
  • Empfohlene Zitierweise

    Wirth, Peter, "Kroll, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 73 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116552581.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA