Lebensdaten
1863 bis 1938
Geburtsort
Reutlingen
Sterbeort
Tübingen
Beruf/Funktion
Finanzverwalter und -berater der Firma Krupp
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116550023 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Haux, Ernst Theodor
  • Haux, Ernst
  • Haux, Ernst Theodor

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Zitierweise

Haux, Ernst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116550023.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Gustav Adolf (1834–1911), Kaufm., S d. Kameralverwalters Joh. Adam u. d. Frieder. Louise Schäuffelen;
    M Friederike (1840–1913), T d. Ludw. Kreß, Kronenwirt in Auenstein, u. d. Christiane Graner;
    Schorndorf 1888 Elisabeth (1865–1938), T d. Gutsbes. Franz Knapp in Schorndorf u. d. Lisette Frieder. Rudolf;
    4 S.

  • Leben

    Nach dem Studium der Staatswissenschaften in Tübingen stand H. 1885-96 im württembergischen Staatsdienst. 1896 folgte er einem Ruf in das Direktorium der Firma Fried. Krupp als Nachfolger des Finanzrats W. Gussmann. Das Dezernat, das H. als 33jähriger übernahm, umfaßte die Bilanzen, die Rechnungsrevision, die Personalien, die Sozialeinrichtungen, endlich die Verwaltung des Kruppschen Privatvermögens. Seinem fachlichen Können und seiner süddeutschen Aufgeschlossenheit verdankte er sein Vertrauensverhältnis zu F. A. Krupp, der ihn zu seinem Testamentsvollstrecker einsetzte, und später zu F. A. Krupps Witwe Margarethe Krupp, die er bei der Stiftung der Essener Wohnsiedlung Margarethenhöhe maßgeblich beriet. Auch Arthur Krupp, Inhaber der Berndorfer Metallwarenfabrik, an der die Essener Familie Krupp beteiligt war, konsultierte ihn zur Finanzverwaltung seines Werkes. 1900-18 war H. Stadtverordneter in Essen. – Sein Aufgabengebiet wurde mehrfach erweitert. 1899 übernahm er die Leitung des Kruppschen Bildungswesens, 1909 außerdem die Leitung der Geschichtlichen Abteilung. Zu seinen Verdiensten gehört die Berufung F. Schumms an die Spitze der Kruppschen Bücherhalle 1910. Die Kruppsche Geschichtsschreibung hat H. bis zu seinem Tode durch Rat, Anregungen und eigene Studien (darunter unveröffentlichte Erinnerungen „Bei Krupp“) entscheidend gefördert. Ein Augenleiden, das schließlich zu seiner Erblindung führte, nötigte ihn 1921, aus dem Direktorium auszuscheiden. Bis zu seinem Tod blieb er Mitglied des Aufsichtsrats.|

  • Auszeichnungen

    Dr. rer. pol. h. c. (Freiburg).

  • Werke

    u. a. Die Wohnungsverwaltung d. Fa. Krupp, 1907;
    Zum Gedächtnis v. Rudolf Haux, 1915;
    Was lehrt uns d. Krieg?, 1918;
    Aufsätze in Kruppsche Mitt. 1914, 1918, 1919, 1921. - Hrsg.: Krupp 1812-1912, Zum hundertj. Bestehen d. Fa., 1912.

  • Literatur

    Kruppsche Mitt. v. 4.6.1921 u. 15.2.1938 (P);
    W. Bacmeister, Nekr. a. d. rhein.-westfäl. Industriegebiet, Jg. 1937/38, 2. T., 1940, S. 14;
    E. Schröder, Wilh. Berdrow, in: ZUG 5, 1960, S. 181 f.;
    Neue Ruhr-Ztg. v. 11.3.1963.

  • Autor/in

    Ernst Schröder
  • Empfohlene Zitierweise

    Schröder, Ernst, "Haux, Ernst" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 135 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116550023.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA