Lebensdaten
1878 bis 1953
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Bonn
Beruf/Funktion
altkatholischer Bischof
Konfession
altkatholisch
Normdaten
GND: 11653379X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Zelenka, E. K. (Pseudonym)
  • Kreuzer, Erwin
  • Zelenka, E. K. (Pseudonym)
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Zitierweise

Kreuzer, Erwin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11653379X.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Herm. Oswald Anton (1834–97), Rechnungsrat in Berlin, S d. Johann, aus Lippen (Oberschlesien), Unteroffz. in Neiße, u. d. Theresa Heisig aus Großcarlwitz (Mähren);
    M Franziska (1841–1907), T d. Försters Franz Xaver Vitus Zelenka in Lhota (Böhmen) u. d. Maria Proschek;
    1) Kempten 1906 Elisabeth Umbreit ( 1906), 2) Freiburg/Br. 1920 Clothilde verw. Leichtle geb. Aurnhammer.

  • Leben

    K. studierte 1897-1900 in Bonn altkath. Theologie und wurde 1900 von Bischof Theodor Weber zum Priester geweiht. Nach kurzem Dienst in Köln und Passau wurde er 1901 Pfarrverweser und 1903 Pfarrer in Kempten. Er gewann durch sein geistliches und soziales Wirken weitreichendes Ansehen als Sprecher der zweiten Generation der sich als Minorität konsolidierenden altkath. Gemeinschaft. Seit 1912 Schriftleiter des Altkath. Volksblattes und 1916 Stadtpfarrer in Freiburg, war er seit 1922 ununterbrochen Mitglied der Synodalvertretung, seit 1929 Bischöfl. Vertreter für Baden und Präsident der Landessynode, seit 1934 Generalvikar. 1935 durch die Bistumssynode einstimmig zum Nachfolger von Bischof Georg Moog gewählt, wurde er am 8.5.1935 in Mannheim durch Bischof Adolf Küry, Bern, zum vierten Bischof der deutschen altkath. Kirche geweiht. Den Bischofseid leistete K., entgegen staatlichem Drängen, unverändert im Wortlaut der allgemeinen kath. Überlieferung. Schon als junger Pfarrer ein überzeugter Verfechter des Gedankens einer „romfreien“ kath. deutschen Nationalkirche, lehnte K. während seines ganzen Episkopates den Versuch einer weltanschaulichen Verfälschung und den politischen Mißbrauch der altkath. Kirche entschieden ab. Ohne das kirchliche Dogma in Frage zu stellen, setzte er sich für ein Christsein hoher menschlich-sozialer Verantwortung in allen Lebensbezügen ein. Das seiner Zeit gemäße Ja zu Bildung, Fortschritt und Nationalgefühl stand für ihn unter dem höchsten Anspruch der Person Jesu. Nach 1945 setzte er sich verstärkt für die ökumenische Bewegung ein.

  • Werke

    (unter Ps. E. K. Zelenka) Wesen u. Wirkung d. Röm. Systems u. Mittel zu s. Abwehr, 1902;
    Bodenrecht u. Bodenunrecht, 1915;
    Der Altkatholizismus, Eine kurze Antwort auf d. Frage nach s. Entstehung, s. Erfolgen, s. Schicksal, s. Zukunft, 1906, 51924;
    Altkath. Handbüchlein, 1907;
    Christentum, Pol., Soz. Leben, in: Internat, kirchl. Zs. 3, 1913, S. 9-32.

  • Literatur

    J. Zeimet, Die altkath. Kirche im Dritten Reich, in: Internat, kirchl. Zs. 36, 1947, S. 84-97.

  • Autor/in

    Werner Küppers
  • Empfohlene Zitierweise

    Küppers, Werner, "Kreuzer, Erwin" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 31 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11653379X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA