Lebensdaten
1884 bis 1963
Geburtsort
Okollo Kreis Bromberg
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Verleger
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116523417 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hauff, Bruno

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Zitierweise

Hauff, Bruno, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116523417.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johannes (1844–1915), Reichsbahnsekr., S d. Barbiers Carl u. d. Friederica Pietz;
    M Anna (1849–88), T d. Steueraufsehers Joh. Menz u. d. Ulrike Hafenow;
    1918 Maria (1893–1951), T d. Ernst Neukamp (1852–1919), Reichsgerichtsrat;
    2 S, 1 T, u. a. Günther (* 1927), Inh. d. Verlags G. Thieme.

  • Leben

    Nach Lehr- und Gehilfenjahren im Sortiments- und Verlagsbuchhandel (unter anderem bei B. G. Teubner in Leipzig) und Teilnahme am 1. Weltkrieg als Artillerieoffizier wurde H. 1919 Teilhaber, 1925 Alleininhaber des Verlages Georg Thieme, Leipzig. Er dehnte das bisher vorwiegend medizinische Verlagsprogramm auf naturwissenschaftliche Gebiete aus und förderte schon früh die röntgenologische Literatur. Nach 1945 baute er den Verlag zuerst in Wiesbaden, später in Stuttgart wieder auf. – H. war eine verlegerische und kaufmännische Begabung, in der sich Klugheit, Energie, rasche Entschlußfähigkeit, Weitblick und Wagemut paarten. Hart gegen sich selbst, war er ein strenger Chef, dabei ein liebenswürdiger Gastgeber, der mit diplomatischem Geschick Verhandlungen führte und Freunde gewann. Vorausplanend regte er junge wie gereifte Autoren zum Schreiben an. Im Gespräch mit ihm zeigten sich stets sein universelles Wissen und seine Bildung auch auf fernliegenden Gebieten; selbst Fachärzte konnten glauben, mit einem Kollegen zu sprechen. Wenn er neue Gedanken als richtig erkannt hatte, übernahm er ihre Verbreitung, auch wenn verlagswirtschaftlich Unrentabilität zu erwarten war. Besonders zeichnete ihn sein Gefühl für Qualität von Abbildungen und deren Reproduktionen aus; sonst sehr genau in der Kalkulation, scheute er hier keine Kosten. Seine Atlanten, insbesondere die von Röntgenbildern, brachten dem Verlag Weltgeltung. H.s Ziel, die deutsche Wissenschaft zu fördern und zu verbreiten, wurde erreicht, sein Verlag erwarb der deutschen Wissenschaft Anerkennung im Ausland: Die „Deutsche Medizinische Wochenschrift“, der Grundpfeiler des Verlags, erscheint jetzt in 5 Sprachen; 1945-63 wurden, neben 15 Zeitschriften, 1100 Bücher neu oder in neuer Auflage herausgebracht, und 480 erschienen als Lizenzausgaben fremdsprachlich im Ausland oder sind in Vorbereitung.|

  • Auszeichnungen

    Dr. med. h. c. (Frankfurt/M. 1931, Univ. Zürich 1959); Ehrensenator d. Univ. Tübingen u. Freiburg/Br.

  • Literatur

    W. v. Brunn, in: Dt. Med. Wschr., 1963, Nr. 41 (P);
    A. Hiersemann, in: Börsenbl. f. d. Dt. Buchhandel - Frankf. Ausg., 1963, Nr. 79, S. 1817 f.

  • Autor/in

    Heinz Köbcke
  • Empfohlene Zitierweise

    Köbcke, Heinz, "Hauff, Bruno" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 86-87 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116523417.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA