Lebensdaten
1878 bis 1936
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
auf See an Bord des Dampfers „Kolumbus“
Beruf/Funktion
Sinologe
Konfession
konfessionslos
Normdaten
GND: 116522380 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hauer, Erich Karl Hermann
  • Hauer, Erich
  • Hauer, Erich Karl Hermann

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Zitierweise

Hauer, Erich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116522380.html [10.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Gustav, preuß. Hofbaurat, S d. Holzhändlers Gustav Adolf u. d. Helene Helmuth;
    M Marie, T d. Herm. Bahr, Hofrat, Bgm., Advokat u. Notar, u. d. Doris Lorenz; ledig.

  • Leben

    H. studierte Jura in Berlin und Tübingen (1900 1. juristische Staatsprüfung in Berlin und Promotion in Heidelberg). Neben seiner Tätigkeit als Referendar besuchte er die chinesische Klasse am Seminar für orientalische Sprachen in Berlin, wo er 1902 die Diplomprüfung für chinesische Sprache und Landeskunde bestand. Bis 1917 war er mit kurzer Unterbrechung (1904–06 an den Deutschen Konsulaten in Tientsin und Hankou) an der Gesandtschaft in Peking unter dem Polyglotten E. Krebs als Dolmetscher tätig. Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch China kehrte er 1917 in die Heimat zurück und nahm noch als Offizier am 1. Weltkrieg teil. – Seit 1918 studierte er, um seine durch die Praxis erworbenen Kenntnisse des Chinesischen, Mandschu und Mongolischen wissenschaftlich zu vertiefen (seit 1908 hatte H. schon eine Reihe wissenschaftlicher Aufsätze und Abhandlungen veröffentlicht), an der Universität Berlin bei J. J. M. de Groot, E. Haenisch und F. W. K. Müller und promovierte 1921 zum Dr. phil. Schon 1923 habilitierte er sich mit der vollständigen Übersetzung der Urkunden zur Gründung des Mandschu-Reiches, „Huang-Ts'ing K'ai-Kuo Fang-Lüeh“ (1926). Es ist dies die erste vollständige Übersetzung eines chinesischen Geschichtswerks in eine abendländische Sprache. Seitdem lehrte er an der Universität Berlin (seit 1930 außerordentlicher Professor) Sinologie mit dem Schwerpunkt auf dem Gebiete des Mandschu und Mongolischen. Sein bedeutendstes Werk und seine Lebensarbeit ist das postum erschienene große „Handwörterbuch der Mandschusprache“ (Wiesbaden und Tokio 1952–55).

  • Werke

    Weitere W u. a. Das San-tzě-king (San-tzŭ-ching, chines., mandschur., mongol. u. dt.), in: Mitt. d. Seminars f. oriental. Sprachen, Jgg. 1926/27, Abt. 1, S. 61-128;
    Chinas Werden im Spiegel d. Gesch., 1928.

  • Literatur

    E. Haenisch, Die Sinol. an d. Berliner Frdr.-Wilh.-Univ. in d. J. 1889-1945, in: Studium Berolinense, 1960;
    W. O. v. Hentig, Mein Leben, eine Dienstreise, 21963.

  • Autor/in

    Hans O. H. Stange
  • Empfohlene Zitierweise

    Stange, Hans O. H., "Hauer, Erich" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 81 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116522380.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA