Lebensdaten
1847 bis 1916
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Wien (Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof)
Beruf/Funktion
Schriftsteller ; Schriftleiter
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116504854 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Chiavacci, Vinzenz

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Zitierweise

Chiavacci, Vinzenz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116504854.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    Vorfahren aus Italien;
    1893 Malvine Perlsee (in 2. Ehe verh. mit dem Dramatiker Karl Schönherr [1869–1943]);
    2 S.

  • Leben

    Chiavacci trat bereits 1868 in den Eisenbahndienst, war erst in Pest und danach in Wien tätig, wo er schon 1886 in Pension ging. 1887-91 wirkte er als Feuilleton-Redakteur des „Wiener Tageblatts“, 1891 als Chefredakteur des „Kikeriki“ und arbeitete daneben am „Figaro“ und als Lokalberichterstatter an der „Österreichischen Volkszeitung“ mit. 1896 gründete er die illustrierte Wochenschrift „Wiener Bilder“, deren Herausgeber er bis zu seinem Tode blieb. Er war mit Ludwig Anzengruber eng befreundet, Mitglied der berühmten Freitag-Runde „Anzengrube“ und ist wie für Nestroy auch für diesen Dichter wiederholt in Wort und Schrift eingetreten. - Chiavacci ist einer der letzten aus der stolzen Reihe der Wiener Lokal- und Sittenschilderer seit Johann Constantin Feigius und Johann Pezzl, mit seiner „Frau Sopherl vom Naschmarkt“ (1890, Volksstück) und dem „Herrn von Adabei“ (1908) einer der schöpferischen Gestalter der seit „Hans Wurst“ so beliebten altwienerischen Charaktertypen und hat sich auch in Verbindung mit C. Karlweis (Pseudonym für Karl Weiß) und Leopold Krenn um die Wiederbelebung des Altwiener Volksstücks bemüht.

  • Werke

    Weitere W Aus d. Kleinleben d. Großstadt, Wiener Genrebilder, Wien 1884;
    Einer vom alten|Schlag, Volksstück, 1886;
    Bei uns z'Haus, Genrebilder, Teschen 1888;
    Der letzte Kreuzer, Posse, 1893;
    Eine die's versteht, Lokalpol. Standreden d. Frau Sopherl vom Naschmarkt, 1896;
    Ludw. Ganghofer, 1905, 21920;
    Die Weltanschauung einer Standesperson, 1911;
    Aus d. stillen Zeit, autobiogr. Roman, 1916 (Nachlaß); Hrsg.:
    L. Anzengruber, Ges. Werke, 10 Bde., 1890 (mit A. Bettelheim u. V. Schembera);
    J. Nestroy's Ges. Werke, 12 Bde., 1890/91 (mit L. Ganghofer);
    s. a. Nekr z. Kürschner, Lit.-Kal. 1901-35, 1936.

  • Literatur

    F. Stüber-Gunther, in: Österr. Rdsch. 46, 1916;
    A. Bettelheim, Neue Gänge mit L. Anzengruber, 1919;
    O. Hipp, Altwiener Portraits, 1927 (P);
    Nagl-Zeidler-Castle II, S. 629 (P), III, S. 774;
    H. C. Kosel-P. G. Reinhardt, Dt.-Österr. Künstler- u. Schriftsteller-Lex. I, 1902;
    DBJ I (TI. 1916, L);
    H. Giebisch-L. Pichler-K. Vancsa, Kleines österr. Lit.-Lex., Wien 1948;
    Kosch, Lit.-Lex. (W, L);
    Kosch, Theater-Lex. I;
    ÖBL. - Zu K. Schönherr:
    Soergel, 31916, S. 843-50 (P);
    Krüger;
    Kürschner, Lit.-Kal. 1943 u. 1952 (Tl.).

  • Autor/in

    Kurt Vancsa
  • Empfohlene Zitierweise

    Vancsa, Kurt, "Chiavacci, Vinzenz" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 203 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116504854.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA