Lebensdaten
1866 bis 1944
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Berlin-Charlottenburg
Beruf/Funktion
Elektrochemiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116496185 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Engelhardt, Victor Josef Karl
  • Engelhardt, Victor
  • Engelhardt, Victor Josef Karl

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Engelhardt, Victor, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116496185.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Josef, Kaufm. in Triest, S des Feldkriegsregistranten Jos. in Budapest;
    M Vittoria, T des Versicherungsgesellschaftskassierers Viktor Trouvé in Triest;
    Wien 1890 Karoline, T des Aug. Köstlin (1825–94), Brückenbauer (s. ADB 51, ThB), u. der Therese Schurz;
    3 S, 1 T.

  • Leben

    Schon während seiner Schulzeit bewies E. besondere Hinneigung zu den Naturwissenschaften, so daß ihm in Triest – wo er Oberrealschüler war – ein Arbeitsplatz an der Biologischen Station eingeräumt wurde. Mit dem Studium, das er an der TH Wien unter gleichzeitiger Belegung anatomischer, zoologischer und botanischer Vorlesungen an der Universität aufnahm, wandte er sich mehr und mehr chemischen und elektrochemischen Problemen zu. Als Diplomingenieur trat er nach 1. und 2. Staatsexamen 1889 in Wien in den Dienst der Firma Siemens & Halske. Bis 1905 wirkte er hier auf elektrochemischem Gebiet, indem er die Laugung von Golderzen mit Cyankalium und die elektrische Fällung des Goldes aus diesen Lösungen zur großtechnischen Reife entwickelte. Auch die ersten Carbidanlagen sowie die ersten Anlagen zur Herstellung von Silizium und Silizium-Kupfer wurden unter E.s Leitung um die Jahrhundertwende gebaut. 1905 wurden die elektrochemischen Arbeitsstätten von Siemens & Halske in Berlin (Siemensstadt) zusammengelegt. Hier setzte E. bis 1932 seine Arbeit fort. Er übernahm auch die Leitung der 1907 gegründeten Gesellschaft für Elektrostahlanlagen mbH. – 1910-20 war E. nebenamtlich Dozent an der TH Breslau, seit 1920 las er als Honorarprofessor an der TH Berlin-Charlottenburg über|technische Elektrochemie und Elektrometallurgie. In Würdigung seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der elektrolytischen Darstellung und Raffination von Blei, Kupfer, Antimon und Zink, der Elektrolyse des Wassers, des elektrolytischen Bleichverfahrens, der Chlorkali-Elektrolyse und der Elektrostahlöfen wurde er 1926 von der TH Berlin zum Dr.-Ingenieur Ehren halber, von der TH Wien zum Dr. techn. honoris causa ernannt.

  • Werke

    s. Pogg. VI, VII a. – Hrsg.: Monogrr. üb. angewandte Elektrochemie, 52 Bde., 1902-32;
    Hdb. d. techn. Elektrochemie, 3 Bde., 1931-35.

  • Literatur

    K. Illig, V. E. 70 J., in: Zs. f. Elektrochemie 42, 1936, S. 721 f.; Nachruf, in: Elektrotechn. Zs., H. 15/16 v. 20.4.1944; Rhdb. (P).

  • Autor/in

    Sigfrid von Weiher
  • Empfohlene Zitierweise

    Weiher, Sigfrid von, "Engelhardt, Victor" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 513 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116496185.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA