Lebensdaten
1877 bis 1942
Geburtsort
Freiburg (Breisgau)
Sterbeort
Konzentrationslager Dachau bei München
Beruf/Funktion
katholischer Theologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116484640 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Feurstein, Heinrich Karl Joseph
  • Feurstein, Heinrich
  • Feurstein, Heinrich Karl Joseph
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Zitierweise

Feurstein, Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116484640.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Wilh. (1848–1913), Goldschmied, S d. Martin, Weber, dann Fabrikaufseher in Feldkirch/Vorarlberg;
    M Karoline (1844–1910), T d. Nagelschmieds Franz Alois Schweitzer in Walldürn; Verwandte Gustav (1847–1918), Joh. (1831–82) u. Karl Sch. (1867–1943) waren Domkapellmeister am Freiburger Münster (s. Frank-Altmann).

  • Leben

    F. studierte in Freiburg Theologie (Priesterweihe 1899). Nach 2 Vikarsjahren in Tiengen (Klettgau) und Karlsruhe (Sankt Stefan) widmete er sich 1901-04 unter dem Einfluß der päpstlichen Sozialenzyklika dem Studium der Nationalökonomie (Lohn und Haushalt der Uhrenfabrikarbeiter des badischen Schwarzwaldes, Dissertation Karlsruhe 1905). Er wurde Pfarrverweser in Achern, 1906 in Donaueschingen; 1908 erhielt er diese Pfarrei von höchst unterschiedlicher sozialer Schichtung; er war allen ein sich selbst in nichts schonender, hingebender Seelsorger, ob sie den Kreisen des fürstenbergischen Hofes, dem Bürgertum, der Arbeiterschaft oder dem Soldatenstande angehörten. Die Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist und sozial-caritative Unternehmungen fanden in ihm einen großen Förderer. Die Ernennung zum nebenamtlichen Leiter der fürstenbergischen Gemäldegalerie lenkte seine Studien auf die heimatliche Kirchen- und Kunstgeschichte. Dadurch entwickelte er sich zu einem angesehenen Fachmann in den Fragen um Grünewald und den Meister von Meßkirch. – Aus Gewissensgründen hat F. von der Kanzel aus wiederholt öffentlich gegen den Terror der NS-Herrschaft gepredigt. Er wurde am 7.1.1942 verhaftet. Als man ihn nach Dachau gebracht hatte, erlag er nach wenigen Wochen seinen körperlichen Leiden.

  • Werke

    W u. a. Matthias Grünewald, 1930;
    Der Meister v. Meßkirch im Lichte d. neuesten Funde u. F, in: Oberrhein. Kunst VI, 1934, S. 93-162;
    vgl. auch ebd. IX, 1940, S. 168-72;
    Die Beziehungen d. Hauses Fürstenberg z. Residenz- u. Patronatspfarrei Donaueschingen, 1939.

  • Literatur

    A. Kast, Die bad. Martyrerpriester, 21949, S. 9-16 (P);
    H. Ginter, in: Freiburger Diözesan-Archiv 70, 1950, S. 197-200, u. in: Schrr. d. Ver. f.|Gesch. u. Naturgesch. d. Baar 23, 1954, S. (12) -(17) (W);
    H. Krems, in: Oberrhein. Pastoralbl. 53, 1952, S. 197-200;
    A. Müller, in: Baden, Monogr. e. Landschaft 6, 1954, 3. H., S. 41.

  • Autor/in

    Wolfgang Müller
  • Empfohlene Zitierweise

    Müller, Wolfgang, "Feurstein, Heinrich" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 116 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116484640.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA