Lebensdaten
1832 bis 1918
Geburtsort
Schleswig
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Physiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11642589X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Feddersen, Berend Wilhelm
  • Feddersen, B. W.
  • Feddersen, Berend W.
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Feddersen, Berend Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11642589X.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Berend, Oberger.sekr. u. Landger.notar f. d. Hzgt. Schleswig, E d. Bgm. Berend in Husum;
    M Adelheid Schmidt aus Flensburg;
    1) 1866 Dora Feddersen ( 1889), 2) 1890 Helga Kjaer ( 1936) aus Kopenhagen.

  • Leben

    F. besuchte die Domschule seiner Geburtsstadt, bis er 1850 wegen des dortigen dänischen Einflusses auf das Gymnasium nach Gotha geschickt wurde. 1851-54 studierte er in Göttingen bei F. Wöhler Chemie, hörte jedoch mit noch größerem Interesse bei W. Weber Physik. Nach 3 weiteren Studiensemestern in Berlin, wo H. Dove, G. P. Dirichlet und G. Magnus seine Lehrer waren, ging er nach Kiel zu Gustav Karsten an dessen neues physikalisches Institut. Hier promovierte er 1857 mit der Dissertation „Beiträge zur Kenntnis des elektrischen Funkens“. Nach kurzem Aufenthalt in der Schweiz siedelte er nach Leipzig über, um die mathematisch-physikalischen Vorlesungen von W. G. Hankel zu hören. Hier lebte er bis zu seinem Tode als Privatgelehrter. – Seine Arbeiten auf dem Gebiet der Elektrizitätslehre, schon in Berlin bei Magnus begonnen, setzte F. in Kiel und später in Leipzig bis 1866 fort. Es gelang ihm hierbei, experimentell nachzuweisen, daß es sich bei der Entladung einer Leidener Flasche um Schwingungserscheinungen handelt, deren Frequenzen von den Versuchsbedingungen abhängen. Auf seine Arbeiten stützen sich die späteren Untersuchungen über elektrische Wellen. – Große Verdienste erwarb F. sich um „Poggendorffs biographisch-literarisches Handwörterbuch“, dessen 3. Band er 1898 gemeinsam mit A. von Oettingen herausgab und für dessen Fortführung er gemeinsam mit seiner Frau 1853 der Sächsisch Akademie der Wissenschaften 100 000 Mark zur Verfügung stellte.

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Sächs. Ges. d. Wiss.

  • Werke

    Weitere W Über elektr. Wellenbewegung, in: Poggendorffs Ann. 108, 1859;
    Die oszillator.-elektr. Entladung u. ihre Grenze, ebd. 112, 1861;
    Elektr. Flaschenentladungen, ebd. 113 u. 116. 1862 (Die Originalapparate dieser Versuche befinden sich im Dt. Museum in München);
    Entladung d. Leidener Flasche, = Ostwalds Klassiker d. exakten Wiss. 166, 1908.

  • Literatur

    A. v. Oettingen, in: Berr. üb. d. Verhh. d. Sächs. Ges. d. Wiss. Leipzig 70, 1918;
    Th. H. Des Coudres, in: Physikal. Zs., 1918, S. 393 (P);
    W. Dudensing, W. F. zu s. 100. Geburtstag, Vortrag, gehalten am 12.3.1932 im Physikal. Ver. zu Frankfurt a. M., in: Jber. d. Physikal. Ver. zu Frankfurt a. M. f. … 1931/32, 1932, S. 33-43;
    DBJ II (Tl. 1918, W, L);
    Pogg. I, III-VI.

  • Autor/in

    Adolf Wißner
  • Empfohlene Zitierweise

    Wißner, Adolf, "Feddersen, Berend Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 40 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11642589X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA