Lebensdaten
1889 bis 1952
Geburtsort
Düsseldorf
Beruf/Funktion
Physiologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116385871 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hahn, Amandus Wilhelm Luitpold Emil Louis Heinrich
  • Hahn, Amandus
  • Hahn, Amandus Wilhelm Luitpold Emil Louis Heinrich

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Hahn, Amandus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116385871.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Otto (1849–1930), Geh. Baurat, S d. Apothekers Karl Ludw. Heinr. in Wetzlar u. d. Adelheid Müller;
    M Anna (1862–98), T d. Pfarrers Heinr. Scheepers in Kirn/Nahe u. d. Sophie Amalie Conrath;
    München 1937 Maria (* 1901), T d. Landwirts Joseph Gerstner u. d. Karoline Fritz;
    1 S.

  • Leben

    H. studierte Biologie an der Universität München (1911 Promotion unter R. von Hertwig zum Dr. phil., zum Dr. med. 1914). Er arbeitete zunächst in München unter Leitung Hans Fischers über Pyrrolsynthesen, Blut- und Gallenfarbstoffe. Nach einer Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg, an dem er als Oberarzt teilnahm, wurde er Assistent am Physiologischen Institut der Universität München (unter O. Frank). Hier habilitierte er sich 1919 und wurde 1924 außerordentlicher Professor und Konservator, 1946 ordentlicher Professor. H.s Interesse galt den Eigenschaften und der Wirkungsweise von Fermenten. Von besonderer Bedeutung waren unter anderem Untersuchungen im Zusammenhang mit der Wielandschen Dehydrierungstheorie über den Abbau der Bernsteinsäure zu Brenztraubensäure, die später als Teilstücke des Citronensäurecyclus erkannt wurden. Ferner erschienen Veröffentlichungen über die|Natur des Erholungsvorganges und die Klärung des Begriffes „gekoppelte Reaktion“.

  • Werke

    W u. a. Über d. gegenseitige Umwandlung v. Kreatin u. Kreatinin, 7 Mitt., in: Zs. f. Biol. 72, 1920, 76, 1922, 78, 1923, 80, 1924, 83, 1925 (mit G. Barkan, H. Meyer, L. Schäfer, H. Fasold);
    Über synthet. Glykoside v. Pyrimidinderivaten, 3 Mitt., ebd. 84, 1926, 85, 1926 (mit H. Fasold, L. Schäfer u. W. Laves);
    Über Dehydrierungsvorgänge im Muskel, ebd. 92, 1932;
    Der Abbau d. Milchsäure durch Hefefermente, 4 Mitt., ebd. 94, 1933, 95, 1934, 96, 1935 (mit I. Fischbach, H. Niemer, M. Dürr u. Bl. Freytag);
    Bestimmung d. Brenztraubensäure im Muskel, ebd. 95, 1934, 97, 1936, 98, 1938, 100, 1940 (mit I. Fischbach, H. Niemer u. E. Meisner);
    Die Bedeutung d. Massenwirkungsgesetzes f. d. Physiol. (Habil.-Schr.), 1921;
    Grund-riß d. Biochemie f. Studierende, 1922, 31942, 41946 u. d. T. Grundriß d. Physiolog. Chemie.

  • Literatur

    H. Niemer, in: Zs. f. Biol. 105, 1953, S. 1-6 (W, P);
    R. Wagner, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss. 1952, S. 204-08 (P);
    Pogg. VI, VII a.

  • Autor/in

    Helmut Niemer
  • Empfohlene Zitierweise

    Niemer, Helmut, "Hahn, Amandus" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 501 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116385871.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA